Donnerstag, 26. Mai 2016

Klar spiel ich auch Nazis oder Der Teufel von Kahlenfurt

Anläßlich der Neuerscheinung Nazi Moonbase von Veteran Graeme Davis gab es in der Rollenspielercommunity auf G+ eine - letztlich erwartbare - Diskussion. Zusammengefaßt ist das Thema "Nazi im Rollenspiel" immer noch eine Bouncing Betty.
Und was, wenn diese Spielergruppe mit ihrer Gruppe an SS-Offizieren in ihren tollen Uniformen "spannende Abenteuer" bei der Jagd nach flüchtigen Juden erleben möchte? Es ist doch "nur eine Rolle", "nur ein Spiel".
Ist das eine berechtigte  Sorge? Ich würde das nicht erleben wollen, aber ich traue meinen Freunden soweit, daß es nicht dazu kommt. Falls doch: In dem Falle haben entweder meine Spieler ganz andere Probleme, oder ich hätte meinen Con besser nicht in einem Kameradschaftsheim in der sächsischen Schweiz veranstalten sollen (oder in Rheinhessen). Wirklich, sollte eine Gruppe so entgleisen, nur weil mal die schicken Uniformen von Hugo Boss ins Spiel geraten, sollte man ein Gespräch über sehr grundlegende Dinge führen. (Diese Diskussion auf G+ greift noch weitere Aspekte auf und ist durchaus lesenswert.)

Wenn man sich etwas mehr mit dem Ansatz des "Serious Gaming" befaßt (was ich seit ca. 2001 tue), kann man das durchaus auch ironiefrei angehen. Voraussetzung ist natürlich, daß zumindest der SL mehr Ahnung von der Materie III. Reich hat als Grundkurs + Guido Knopp + Wikipedia.

Dieser "Serious"-Ansatz wird - ungeachtet der behandelten Thematik - nicht überall begrüßt, wie auch Kontroversen um ein Szenario für Nip'Ajin zum GRT 2016 zeigten. Eine Diskussion die ich im Zusammenhang mit dem GRT verstehe, aber die stellenweise generelle Ablehnung solcher Themen eben nicht. Mir widerstrebt es, eine so vielschichtige mediale Form wie das Rollenspiel alleine auf den Popcornaspekt zu begrenzen. Da ist man in anderen Spielmedien schon weiter.
Für eine erste Ehrung kommt Spec Ops: The Line , das neue Computerspiel von Yager Development aus Berlin , knapp zwei Monate zu spät. Ende April wurde der deutsche Computerspielpreis für das beste Game 2012 an einen Egoshooter vergeben. Die Entscheidung sollte weniger die kulturelle Bedeutung des Spiels hervorheben, als vielmehr ein Zeichen gegen politisch motivierte Bevormundung setzen. Computerspiele sind schließlich auch Erwachsenenunterhaltung. Und die darf durchaus auch mal heftiger ausfallen. 
Serious RSP ist ein "Spiel" für Erwachsene, die wissen, worauf sie sich einlassen. Also überfalle deine mittwochabendliche Bier & Bretzel-Gruppe nicht unbedingt mit einem Schwergewicht.

Im folgenden gebe ich einen Überblick über das Szenario Der Teufel von Kahlenfurt, an dem ich im Moment nebenbei arbeite. Nachdem, was ich gelesen habe, kann ich mir vorstellen, daß viele bei einem solchen Szenario Bauchschmerzen bekommen, und mich würde interessieren, warum.

Der Teufel von Kahlenfurt

Veranschlagte Spieldauer: 3 x 8 Stunden. (Ich bevorzuge lange Sitzungen bis 16 Stunden.)

Zeit: Winter 1938/39, ein halbes Jahr nach dem Anschluß Österreichs

Ort: Das Bergdorf Kahlenfurt. Es liegt abgelegen in Kärnten nahe der Grenze zu Slowenien im Königreich Jugoslawien und hat etwa 500 Einwohner plus ein Dutzend verstreut liegender Gehöfte.

Regelsystem: Agnostisch, aber eher nichts für Türstopper wie D20 Modern. Die Betonung des Szenarios liegt in den sozialen Konflikten, die möglichst frei und ohne Verregelung ("Social Combat") ausgespielt werden sollten. Risus fällt mir als geeignet ein, ich persönlich würde Savage Worlds Vanilla nehmen oder gar einen Hack meines OSR-Klons.

Ebenso möglich, aber wegen der Systeme eben mit ganz anderem spielerischen Schwerpunkt und anderer Struktur, wären ein Hack von Dogs in the Vinyard oder PbtA.

Die Charaktere: Die Spielercharaktere erhalten Funktionen innerhalb des Szenarios, können aber ansonsten frei gestaltet werden. Wichtig bei der Ausgestaltung ist, wie sie mit dem Nazi-Regime umgehen. Sind die SC opportunistische Gewinner? Lehnen Sie es ab? Falls sie das System mögen, welche Aspekte gefallen ihnen: Die völkisch-patriotische Schiene, die fürsorgende Wohlfühldiktatur oder der Rassismus? Im Bergdorf beheimatete SC müssen auch ihre Beziehungen dort festlegen und können in Absprache mit dem SL NSC einfügen oder bestehende beeinflussen.

Idealerweise nehmen drei SC an dem Szenario teil, aber bis zu fünf sind möglich. 1) Der Dorfgendarm seit zehn Jahren im Dorf, 2) der Kieberer aus Klagenfurt, 3) der Forensiker und Pathologe aus Klagenfurt, der mit dem Kieberer kommt. Optional sind 4) ein zweiter Dorfgendarm und 5) der Arzt des Dorfes, der initial die Funktion von #3 hatte und dann mit ihm zusammenarbeitet.

Die beiden letzten sollten auch bei drei Spielern eingeführt werden, da sie als Ersatz-SC dienen können. Physische, auch tödliche Gefahr für die SC ist ein sparsames, aber wichtiges Element, da dann auch die Spieler Entscheidungen für ihre Charaktere anders treffen.

Der "Plot": Der Plot - obgleich komplex und spannend - ist eigentlich Nebensache. Er dient als Katalysator und wird vom SL genutzt, das Szenario zu strukturieren und den Takt beizubehalten. Die Ermittlungen der SC dienen dazu, die eigentlichen Konflikte im Dorf auszulösen und die SC vor Entscheidungen zu stellen.

Ausgangspunkt ist eine Variante von Hinterkaifeck. Die Bewohner eines der Einödhöfe werden niedergemetzelt aufgefunden. Die Kripo in Klagenfurt wird eingeschaltet und schickt ein Team. Während der Ermittlungen verschüttet eine Lawine die Straße und schneidet das Dorf vollkommen von der Außenwelt ab. In derselben Nacht werden die Bewohner eines zweiten Einödhofes niedergemacht, während die SC in der Vergangenheit des Dorfes zu wühlen beginnen...

Der Mikrokosmos: Kahlenfurt verfügt über etwa 60 ausgearbeitete NSC. Viele davon haben Geheimnisse, einige davon sogar "dunkle" Geheimnisse, d.h. Geheimnisse die sie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen können. Die Ermittlungen der SC beginnen einige dieser Geheimnisse aufzudecken und andere zu bedrohen, d.h. es entwickelt sich eine wuchtige Eigendynamik, die durch das bestimmt wird, was die SC aufdecken und wie verschiedene NSC eben verschieden radikal darauf reagieren.

(Aside: In einem späteren Artikel gehe ich genauer auf die Gestaltung eines solchen Mikrokosmos ein und stelle ein System vor, mit dem sich so ein Setting schnell und einfach bauen läßt, vom Fantasy-Dorf bis zur Raumstation.)

Spielziel: Wie verhalten sich die SC? Der Rechtsstaat ist ja "nur" eingeschränkt, wenn es um bestimmte "Verbrechen" geht (politische Opposition, sexuelle Abweichung, "Rassenschande" etc.). Ansonsten funktioniert in diesen Jahren der bürgerliche Rechtsstaat durchaus noch, und nicht jeder Taschendieb wird zum Verhör in den Folterkeller geschleppt.

Aber prinzipiell haben die SC diese Möglichkeit. Wie weit gehen sie, um einen grausamen Mörder aufzuhalten? Wie gehen sie damit um, daß der Dorfschuster flüchtende Juden und Kommunisten nach Jugoslawien schmuggelt und Flugblätter im Keller druckt? Nehmen sie sich die "Verdächtigen" vor, die die verängstigten Dörfler als erstes anklagen? Den reisenden Kesselflicker, den Dorfdeppen, den Alt-Kommunisten, den Mann mit der jüdischen Großmutter? Wie weit nutze ich die systemische Rechtlosigkeit des Einzelnen, um dem Recht zum Sieg zu verhelfen und den Mörder zu stellen?

Das Szenario ist auch eine Exploration. Wie stelle ich mich zu meinen Machtmitteln? Wie bewältige ich die Differenzen zwischen Selbstbild und Fremdbestimmung durch meine Funktion innerhalb des Regimes, so vorhanden? Wie gehe ich mit den "Werten" dieser Zeit um? Was machen meine Entscheidungen mit mir, wie verändern sie mich?

Es soll ein wenig erfahren helfen, was es heißt, kleiner Funktionsträger in einem totalitären Regime zu sein, gleichzeitig als als Täter (wenn ich die Vollmachten dieses Regimes nutze)  und Opfer (Was passiert, wenn ich den Kommunisten laufen lasse?). Wichtig daher auch, daß der SL jede Form von "moralischer" Steuerung vermeidet, z.B. bei verwerflichem Handeln der SC Hindernisse aufbaut, die über eine logische Reaktion der Spielwelt hinausgehen. In der Tat kann es sein, daß robustes, aber moralisch fragwürdiges Vorgehen am ehesten zum Erfolg führt. Es geht auch um den Preis, den man dafür zahlt.

Brauchts denn den Nazi-Kram? Bedingt. Das Szenario kann auch ohne Probleme in die 1920er oder 1950er gelegt werden. Spannend ist es ohne Zweifel, aber es fallen dann die moralischen Zwickmühlen und die Werteverschiebungen raus, zumindest werden sie sehr viel kleiner. Homosexualität z.B. wäre eines der oben angesprochenen "dunklen" Geheimnisse. Für moderne Westler absolut kein Thema, landet man dafür den 1950ern zwar nicht mehr im Lager, aber eben immer noch im Knast.

Freitag, 20. Mai 2016

Holy Moses

Generalmajor Gadi Eisenkot
TLDR: In Israel gerät die Armeeführung mit der fundamentalistischen Regierung aneinander. Der Verteidigungsminister tritt heute zurück und Putschgerüchte schwirren in den Medien.

Hierzulande kriegen wir ja über Israel so gut wie gar nichts mit, da herrscht ein medialer Blackout ohnegleichen (dazu später noch ein paar Takte). Gelegentlich Bilder von Terroranschlägen und ein paar Eindrücke, wenn dort die (der?) Knesset, also das Parlament gewählt wird.

Ansonsten: Finsternis.

Jetzt hat sich in den letzten Tagen in Israel etwas entwickelt, was bei einem so wichtigen Land normalerweise zu längeren Berichten in den Hauptnachrichten führen müßte: Die Armeeführung der israelischen Streitkräfte IDF und die rechtsaußen / protofaschistische Regierung von Benjamin Netanjahu ("Bibi") liegen in einem massiven Streit, der nach einigen Beobachtern in einem Putsch enden könnte.

Der vorläufige Höhepunkt: Am heutigen Freitagmorgen ist der Verteidigungsminister zurückgetreten, aus professionellen, vor allem aber "moralischen Differenzen mit dem Premierminister" und dem Kabinett.
Ich kämpfte mit aller Macht gegen Erscheinungsformen von Extremismus, Gewalt und Rassismus in der israelischen Gesellschaft, die ihre Stabilität gefährden und auch in die IDF sickern.(...) Ich kämpfte mit aller Macht gegen Versuche, das Verfassungsgericht und israelische Richter zu schädigen, Trends, die als Ergebnis die Herrschaft des Gesetzes schädigen können und katastrophal für unser Land wären.
Er spricht davon, die "Extremisten" hätten "das Land übernommen".

Zuvor hatte sich der Minister hinter seine Generäle gestellt und ihnen erlaubt, ihre Meinung zu äußern. Dies erreichte eine erste Spannungsspitze, als am Holocaust Gedenktag (4. Mai) der stellvertretende Generalstabschef Yair Golan in einer öffentlichen Rede scharf mit den Zuständen ins Gericht ging.
Wenn es etwas gibt, was mich am Holocaust Gedenktag fürchten läßt, dann ist es die Betrachtung der abscheulichen Vorgänge, die sich in Europa und besonders in Deutschland damals - vor 70, 80 und 90 Jahren - ereigneten, und das Erkennen, daß sich Anzeichen davon bei uns finden lassen, im Jahre 2016.
Die Armeeführung ist stark beunruhigt über die Reaktion der Öffentlichkeit auf den Mord in Hebron im Frühjahr, als ein Soldat vor laufender Kamera einen wehrlosen palästinensischen Gefangenen erschoss. Während die IDF-Kommandeure versuchen zu ergründen, wieso ihre Soldaten so handeln und eine Mordanklage vorbereiten, wird der Soldat von weiten Teilen der Bevölkerung quasi als "Held" gefeiert, nur so könne man mit Palästinensern umgehen.

Die korrekte Haltung des Kommandos in dieser Frage rief auch den Zorn hochrangiger Regierungsmitglieder infolge hervor. Mit Rückendeckung des Ministers indes hat Generalstabschef Eisenkot seit Amtsübernahme am 16. Februar d.J. den Chefrabbiner der Armee entlassen und begonnen, die Befugnisse der Armeerabbiner zu beschneiden, die einen ähnlich unheilvollen Einfluß in moralischer und taktischer Hinsicht auszuüben scheinen, wie weiland die Politkommissare in der Roten Armee. Auch eine neue Einsatzdoktrin wird ausgearbeitet, die Zivilisten schützen soll.

Das konnte und kann den Rechten in "Bibis" Kabinett nicht schmecken. So kochte der Konflikt hoch und gipfelte zunächst in der heutigen Demission des Verteidigungsministers. Putschgerüchte schwirren und die linksliberale Zeitung Haaretz rief die Armeeführung bereits vor einigen Tagen offen zum Putsch auf.
Wenn die Regierung Werte annimmt und kultiviert, die die Armeeführung als Bedrohung für die Existenz des Landes ansieht, und wenn die Öffentlichkeit, die die Soldaten der Armee stellt, verlangt, die IDF müsse sich korrumpieren und verrohen, dann steht die Armeeführung vor einem Dilemma. Sie muß entscheiden, was die größte Bedrohung für die Existenz des Landes darstellt: Sind es tausende Raketen und palästinensische Messerstecher, oder ist eine Regierung, die die Öffentlichkeit in ein Monster formt, das Israels grundlegende demokratische Werte zu verschlingen droht.
Und in den deutschen Medien? Alles ruhig. Ich halt mal ein Auge drauf.

Update 16:50: Während ich den Artikel geschrieben habe, hat auch die Tagesschau eine Meldung veröffentlicht (hier), heute schweigt noch, ebenso SPON und WELT.

Update 5:01 am 21. Mai: Bei uns (und im ORF) immer noch keine Infos, während der ehemalige israelische Premierminister und Verteidigungsminister Barak die Regierung Netanjahu offen als "Faschisten" bezeichnet. Da heiligt einer aber den Sabbath nicht.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Hey, da geht noch was.


TLDR: Clinton wird gegen Trump nicht gewinnen und es ist gut möglich, daß das mehr als 150 Jahre alte Zweiparteiensystem zerbricht.

Update 26/5/2016: Der unten angesprochene Clinton-eMail-Skandal nimmt Fahrt auf. Das FBI ist noch nicht fertig, aber das Außenministerium hat seinen Report abgegeben, und er ist vernichtend - sie hat gelogen, wiederholt, und es wurden schon wieder eMails entdeckt. Sogar die Clinton-Mietmäuler auf MSNBC werden unruhig und bezichtigen Clinton der offenen Lüge. Auch sie sind der Meinung, daß ihr der Report großen Schaden zufügt.

Hillary Clinton, und hier lege ich mich schon mal fest, wird nicht die nächste Präsidentin der vereinigten Staaten.  Steil, huh? Sagt die ganze Pressemeute doch was anderes. Klar, sie emulieren nach Trumps "Überraschungserfolg" ein wenig Vorsicht, aber eigentlich ist die Sache - zumindest in deutschen Medien - sonnenklar. Der Hilluminator wird der nächste Präsident.

Nö.

Politik des Stillstands und das Pfeifen im Keller

Das politische System in den USA transformiert gerade, es zerbricht nicht, aber es verändert sich und erweist sich in diesem Übergangszustand als höchst volatil, zumindest für das Wahljahr 2016. Trotzdem halten die Granden der demokratischen Partei an Hillary (noch?) fest. Da beginnt das Pfeifen im Keller. In Zeiten der Unruhe und des Umbruchs ist es verdammt schwer, eine Kandidatin durchzubringen, die als Apotheose des status quo gelten kann, der gerade von der Bevölkerung unter den Bus geworfen wird.

Mach ich nicht so oft...

...aber manchmal muß es sein. Ich denke, das ist einer der besten (und zitierfähigsten) Clips, die ich je auf YouTube gesehen habe. Ladies and Gentlemen: The Vagician.


Blöde wie 'ne Mistschaufel


Meine Herren, würden meine Spieler ihre Charaktere so agieren lassen (solche mit niedrigen Intelligenzwerten mal außen vor), würde ich die Spielleitung verweigern. Das ist Taschenlampenfallenlassertum par excellence und einfach nur noch ein Grund für in den Arsch treten.

Doch der Reihe nach. Derzeit läuft auf arte eine schwedische Hinterlandmystery namens Jordskott - Die Rache des Waldes. Wie üblich bei diesen Skandinaviendingern kompetent in allen Bereichen gefilmt, eine interessante Story, die sich bis jetzt entwickelt und...

...die "Heldin" des Film.

Dienstag, 10. Mai 2016

Der Leberkäse ist noch nicht gegessen.

Update: Nach derzeitigem Stand (Mittwoch, 16:30 MEZ) sind 97 % der Stimmen ausgezählt. Sanders hat jeden einzelnen Distrikt gewinnen können.



In zwei Stunden schließen die Wahllokale in West-Virginia.
"Nach allen Umfragen wird Bernie Sanders seine 20. Vorwahl nach Hause tragen. Sechs Prozentpunkte beträgt der durchschnittliche Vorsprung des Senators aus Vermont gegenüber der Ex-Außenministerin Hillary Clinton in den aktuellen demoskopischen Erhebungen, hat die Internet-Plattform RealClearPolitics.com errechnet."
Das berichtet die Welt. Landesweit sieht es für Sanders vs. Clinton mittlerweile ähnlich aus. Clinton ist ein bißchen so wie Leberkäse und Weißwurst - je mehr man von ihr weiß, desto unappetitlicher findet man das.

Der Vorsprung hält die WELT, das Intelligenzblatt der moralischen Verwesung, allerdings nicht davon ab, Clinton erneut zur bereits feststehenden Siegerin zu küren. Natürlich durch Einberechnung der Superdelegierten, die aber angesichts der zunehmenden Erosion von Clintons Beliebtheit gerade gegenüber Trump zu grummeln beginnen. Das ist noch nicht durch.

Zumal hat Clinton noch mit dem ein oder anderen Problem zu kämpfen, wie dem Verdacht auf Wahlmanipulation in zahlreichen Fällen während der Vorwahlen, unter anderem in New York City. Aber auch ganz allgemein verursacht die auffällige statistische "Fehlerquote" zugunsten Clintons während der gesamten Vorwahlen für verbreitetes Bauchgrimmen, ebenso die schmutzigen Tricks, die ihre Kampagne anwenden ließ. Dazu kommt noch die laufende FBI-Ermittlung gegen sie.
Einige Wahlen stehen noch an, und sie sehen fast alle gut für Bernie Sanders aus. Meine Prognose: Sie wird mit einiger Sicherheit am Ende mehr "Pledged Delegates" zur Convention bringen als Sanders, aber nicht die notwendigen 2382 Delegierten.

Super-Delegates werden entscheiden, und sie dürfen ihre Meinung ändern. Und vielen Dems beginnt zu dämmern, daß eine Kandidatur von Hilluminati das einzige ist, was Trump zu einem Sieg verhelfen kann.

Dienstag, 3. Mai 2016

Chaucer

S1: Ich werfe den Baron zu Boden und unterzieh ihn nicht eben sanft einer Leibesvistiation.
S2: FULL CAVITY SEARCH!
SL: (quietscht) Don't touch my netheryayas, you foppishly fancy faggot!
Alle: (Schweigen)
SL: Ihr habt echt nie Chaucer gelesen? Canterbury Tales?
S3: (unschuldig) Ist das prüfungsrelevant?
SL: Ich bin menschlich enttäuscht.
S1: Was finde ich?
SL: (sarkastisch) Eine in Hirschleder gebundene Ausgabe des Decamerone.
S1: Davon hab ich schon gehört. Schmuddelkram, oder? Ich stecks ein, das bringt Kohle.
SL: Örch.

Donnerstag, 21. April 2016