Montag, 24. November 2014

DSA5-Fahrplan

Mal den Kopf aus dem Hintern gezogen. Mann ist das bunt hier. Oh-ho und die Homeriker geben anscheinend langsam Standgas. Drüben im DSA4-Forum gibt es eine Menge Neuigkeiten zu DSA5, aber das hier finde ich persönlich reizvoll:
Die DSA 5 Regeln erscheinen im Mai zur RPC in unterschiedlichen Versionen, sie sind ab nächste Woche vorbestellbar. Es wird zwei neue zusätzliche Archetypen geben.
Die folgenden Versionen sollen erscheinen:
- als HC in Farbe, 49,95€, einschließlich Aventurienkarte [etwa A3 oder so], mit pdf;
- 500 limitierte Ausgaben mit Kunstleder, Goldprägung, echt limitiert (wird nie mehr nachgedruckt), 79,95€ im F-Shop und bei ausgewählten Händlern, mit pdf;
- Version für 19,95€ im Softcover, s/w, weniger Seiten da ohne Zierelemente, ohne pdf, besonders geeignet für Schüler/Studenten/andere mit weniger Silbertalern;
- Nur pdf (mit Features - interaktive Seitenverweise etc.) im Soft-DRM für 9,95€;
Nicht ganz so preisgünstig wie die SR-Regeln, aber der Verlag müht sich, kundenfreundlich wirklich allen Vorstellungen so entgegenzukommen, daß auch ein Schnuppern, das in Enttäuschung enden kann, nicht wirklich wehtut.

Bravo!

Ach ja. Und unter dem Link oben gibt es noch den weiteren Fahrplan. Ich, ich muß zurück ans Werk, also den Kopf wieder schön in den...

Plopp!

'N bißchen angeben

Ja, ich werde alle Fragen zu Haha! beantworten, in einem längerem Postmortem, wenn ich das Ding durchhabe. Darin erklär ich auch, warum ich es unternommen habe, wirklich ein Haussystem auf diesem Level an Polish zu stemmen, nur um es dann für mich (und die Testgruppen) zu behalten.

Derzeit steht Blutfeuer bei 2/3 fertig lay-outet und die komplexesten Errata sind eingearbeitet. Natürlich sind immer noch Fehler drin, trotz insgesamt vier Korrektoren, da muß ich dann nochmal rüber. Aber es ist weitgehend Kleinkram.

Noch vor Weihnachten sind dann die Druckfahnen fertig und können zu Lulu, 270 Seiten Vollfarbe. Bis dahin kann ich mal ganz unbescheiden mit einem noch komplett virtuellen Promoshot angeben, der einen Eindruck vom Endprodukt wiedergibt.

Kurze Unterbrechung - Media Monday #178

Kurze Atempause nach drei Wochen editieren. Media Monday 178 ist online.

1. Die Schnitte in The Silent House haben mir den ganzen Film vermiest, weil es sie nicht gab. Single-Long-Shot war hier nämlich nur ein billiges Gimmick (im Gegensatz The Russian Ark), und dadurch wirkten die eh schon dünnen 90 Minuten länger als eine Herr-der-Ringe-Filmnacht.

2. Jim Rash in Community hat die eins der coolsten Outfits, denn in welcher Sitcom von 20 Minuten zieht sich eine Nebenfigur bis zu viermal pro Folge um?

3. ____ ist reichlich überzogen, macht aber gerade deshalb eine Menge Spaß, schließlich ____ . Ich passe. Wenn ich etwas "reichlich überzogen" finde, machts mir in der Regel keinen Spaß mehr. Oder umgekehrt: Dinge, die mich bespaßen, finde ich nicht überzogen. Ein Gegenbeispiel fällt mir ad hoc jetzt nicht ein.

4. Back to the Future hat die Sache mit dem Zeitreiseparadox noch am elegantesten gelöst, denn die Inkonsistenzen sind minimal. Dann haben sie jedoch Teil II und III nachgeschoben. Tssst.

5. Schade, dass die geplante Fortsetzung zu ____ wohl nicht mehr kommen wird, weil ____ . Ach nö. Wenn geplante Fortsetzungen wegfallen, ist das meistens besser, als geplante Fortsetzungen, die realisiert werden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

6. Auf ____ habe ich einen richtig guten Blog-Artikel zu ____ gelesen, der ____  Momentan so gut wie keine Zeit. Ich krieg gerade mal noch auf die Reihe, fefe zu lesen, ansonsten quillt mir alles in die Ohren. Aber an den Artikel von Butterwege über den Flurschaden der Hartz-Gesetzgebung, an den kann ich mich erinnern.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Taking of Deborah Logan und das war sehr unheimlich, weil an der Realität inszenierter Alzheimer für sich schon ziemlich viel Grauen erregt, aber das ganze mit der Geschichte zusammen eine wirklich harte Mischung ergibt.

Und zurück in die Hirnmühle.

Sonntag, 16. November 2014

Abenteuerwettbewerb zu Splittermond

Die Uhrwerker haben vor vier Tagen zum Splittermond-Abenteuerwettbewerb aufgerufen. Thema ist die (sehr freie) Umsetzung des Titels An der Küste der Kristallsee. Da ist die Auswahl an möglichen Topoi natürlich groß. Mmmh. Mal schauen.

  • Limit 54.000 Zeichen. Damit kann man was anfangen. 
  • Ganz nette Preise.
  • Möglichkeit - gegen Autorenhonorar - in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Das wiederum ist richtig gut. 

Tja. Da juckt schon fast die Feder. Fast, noch nicht ganz, aber ich habe ja noch Zeit bis zum 12. Januar 2015, mich zu entscheiden. Vielleicht mach ich mit.

Was Du auch? Sag das doch gleich. Hier gehts lang zum Wettbewerb.

Donnerstag, 13. November 2014

Mooks

Der Mook ist eine arme Sau.
Wunden hat er deren Zwei.
Kratzer steckt er weg für lau,
Doch ist es trotzdem schnell vorbei.

Angriffskritten kann er nicht,
das ist ihm nicht gegeben.
Parade ja, der arme Wicht,
Danach darf er streben.

Alles ist nicht ganz so schlecht,
So tut er nicht erschöpfen.
Munter bleibt er im Gefecht,
damit ein Held ihn dann kann köpfen.

Muß.
Pause.
machen.

(Almost there.... almost there...)

Donnerstag, 6. November 2014

HaHa!

Oh Mann! Ich kanns kaum erwarten. Die finalen Lay-Out-Arbeiten hab ich aufgenommen, und ich hoffe, wir alle in der Stammgruppe können den finalen Wälzer um die Weihnachtszeit in Pfoten halten. Damit hab ich dann endlich das System, das ich will.

Schlechte Nachrichten natürlich für Verlage. Wir haben, was wir brauchen, und ich werde mir bestimmt keine Regelwerke mehr zulegen. Warum mich durch hunderte Seiten quälen, wenn ich mit 10 Seiten Tweaks dasselbe erreiche? Meine Spieler sehen das (teilweise) durchaus ähnlich: Ende des Monats leitet einer eine DSA-Dunkle-Zeiten-Kampagne. Konvertierungsaufwand? Vernachlässigbar. Ich mach das grade on-the-fly. Fixiert werdens 15 Seiten. Dragonlance? 4 Seiten. Hellfrost? 6 Seiten. Shadowrun? 15 Seiten. Cthulhu? 10 Seiten. Momentan bastle ich (neben dem Lay-Out) an einer DSA-Konvertierung, die DSA 1 emuliert. Auch nicht so schwer. Dragonlance auf D&D Next? Noch nicht gemacht, aber Kinderspiel.

Ich hab nie verstanden, warum sich ausgerechnet Regelwerke so gut verkaufen. Ein Schweinegeld, ein Schweineaufwand für ein bis zwei "originelle" Ideen inmitten alten Weins in vierzig neuen Fässern, die alle geprüft werden wollen. Huärch.

Das war immer meine Wunschvorstellung: In jedem Genre sofort Regelsicherheit, weil die immer gleiche Engine drunter zuverlässig tuckert. Hach, mein Schweizer Messer macht das. (Und danke an Falk von Hoch ist gut, der mich vor zwei Jahren oder so indirekt motiviert hat, das endlich zu beenden.)

Freitag, 31. Oktober 2014

Unseren täglichen Wahn gib uns heute

Ins Schwarze, Dobrindt

Hat die Merkelregierung eine neue infame Art und Weise gefunden, die Bevölkerung ordentlich vornüberzubeugen und dazu noch klatschen zu lassen? Das Prinzip ist der "richtige Fehler". Lancieren, daß unsere Eurofighter nur noch als Panzersperren taugen und Wupps! schreit jeder Deutsche danach, den Rüstungsetat zu erhöhen. Aha.

Und jetzt? Dobrindt bringt die Mini-Maut und alles, was eine Tastatur oder ein Mikro erkennen kann, ätzt darüber, wie sinnlos das sei. Aber warum denn? Ein Zweck wird doch genau erfüllt: Die Mini-Maut wird mittels der Kamerasysteme für die LKW-Maut überprüft. Nebeneffekt (wer konnte das ahnen) ist das Erstellen kompletter Bewegungsprofile der Autofahrer. Hat man vorher schon versucht, wurde dann aber von Verfassungsgerichten verboten.

Clever.

Ebola, mein Ebola.

So ein bißchen untergegangen ist das: Das Center for Disease Control in Atlanta hat letzte Woche erklärt, Ebola sei auch als Tröpfcheninfektion möglich. Hier ist das Faltblatt.

Apple doch sympathisch

Jo. Manchmal glaube ich, SPON öffne ich nur noch, um mich zu überzeugen, wie verkommen der deutsche Journalismus mittlerweile ist. Zum Coming-Out von Apple-Chef Tim Cook bröckelte sich irgendein Online-Redakteur des "Nachrichtenmagazins" folgenden Satz aus den Nasennebenhöhlen:
Das Coming-Out des Apple-Chefs Tim Cook bringt der Marke viele Sympathiepunkte.
Jo. Die Firma läßt in Fabriken unter Bedingungen fertigen, die Arbeiter in den Selbstmord treiben, Kinderarbeit ist auch dabei, und entzieht (formulieren wir es mal so) den europäischen Bürgern (ja, dem Bürger, DIR, nicht "dem Finanzamt", Du Nase)  Hunderte Millionen an Steuereinnahmen (aus Deutschland sogar eine Steuerrückzahlung, jaja), aber das ist alles, alles kein Problem mehr, denn der Boß ist jetzt schwul.

Cool. Wenn doch bloß Osama Bin Laden diesen Trick gekannt hätte.

Gefunden hab ich das, ja gefunden. Gollum! Gollum!

Hiho hiho. Gerade mal Altlesezeichen gefilzt und festgestellt, daß Open Minds Magazin noch existiert und - nach zwei Jahren Funkstille - endlich eine neue Ausgabe herausgebracht hat, immerhin virtuelle 300 Seiten schwer und wie immer kostenlos.

Guckstu du hier.

Wer es nicht kennt: Open Minds befaßt sich mit Rollenspielen in J.R.R. Tolkiens Welt und ist seit mehr als 20 Jahren aktiv. In dieser Ausgabe ein Titel zu den Pferdemenschen von Rhovannion, Reitkämpfe in The One Ring, das Erwachen der Elben etc. pp. Ist eine ganze Menge.

Montag, 27. Oktober 2014

Lift Off Traveller

Addendum: Artikel hinfällig. Danke an Teichdragon für den Hinweis, den ich eigentlich auf der Verlagsseite erwartet hätte. 

Die 13 Männer arbeiten an einer Einsteigerbox für (Mongoose) Traveller. Kühle Sache. Der Verlag hat mit Aborea gezeigt, taugliches Spielmaterial mit funktionierend entschlackten Regeln präsentieren zu können, die langen Spielspaß versprechen und keine Mogelpackung darstellen. Konversions von für Rolemaster (den großen, äh, Cousin 1. Grades) erschienenen Abenteuern und eigenständiges Zusatzmaterial wie Klassen etc. haben aus dem ursprünglichen Einsteigerprodukt ein vielleicht simples, aber vollständiges und letztlich zugängliches Rollenspiel gemacht.

Die Travellereinstiegsbox Lift Off wird derzeit von Martin J. Dougherty verfaßt. Seine Prosa ist erfahrungsgemäß eher trocken, weswegen dem Leser/Spieler die Stilblüten (die mir Aborea letztlich recht verdorben haben) und Schrebergartenmiefigkeit, die 13 Mann zuweilen plagen, wohl erspart bleiben werden.

Die derzeitigen Fassungen des Projektes sind zugänglich, denn der Verlag wünscht sich Feedback:
This is also a chance for you to provide us with feedback. You can download the rules as PDF in the Download section, or you can read them online, book by book, chapter by chapter. Feel free to playtest and share the rules. We will update the rules at irregular intervals, so make sure to check the version of the rules you are using.
Also denn; man kann die zwei Regelhefte runterladen, ein Abenteuer und ein Lay-Out Sample. Mein Eindruck: Für ein Einsteigerspiel textschwer, aber das liegt vielleicht nur an dem zerfetzten Nicht-Lay-Out, in dem sich die Arbeit derzeit befindet. Ich schätze das derzeit auf ca, 50.000 Wörter oder mehr ein. Bei der Gestaltung, die sie da zeigen, reißen sie mit Illus sicherlich die 200 Seitenmarke nur für die beiden Regelbände, was ich für ein Einsteigerrollenspiel ziemlich heftig finde.

Aber 13 Mann scheint unter "Einsteigerrollenspiel" eben keine rasch ausgespielte Anfütterbox mit  nachfolgender Systemadipositas zu verstehen, sondern tatsächlich "vollständige Regelsysteme auf Einsteigerniveau". Das ist schwer, das verdient Applaus und Daumendrücken. 

Inhaltlich kann ich noch gar nix sagen, aber ich werde wohl in dieser Woche einen oder zwei Charaktere damit bauen und mal in die Regeln schnuppern. Bericht folgt.

Hier gehts zu dem Projekt und den Downloads.