Da es nirgends sonst im Aggregator auftaucht, mach ich es halt: Myrkgard ist als Download erhältlich. Es handelt sich dabei um ein alternatives Setting für das Midgard-Rollenspiel. In dem 200-seitigen PDF stecken Blut, Schweiß und Tränen mehrerer Spielweltautoren, die sich da am Anfang des Milleniums ordentlich ins Zeug gelegt haben.
Ich kannte das nicht. Nach einigem Schmökern: Gute Texte, gut präsentiert, machen Lust auf Abenteuer in dieser Welt. Diese harsche Spiegelung Midgards gefällt mir doch deutlich besser als das Original. Ach ja, die großformatige Karte ist auch sehr schön.
Ohne Einschränkung empfehlenswert. Und einen herzlichen Dank an alle Macher dieses schönes Produktes.
(via Zornhau auf G+)
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Mittwoch, 8. Februar 2017
Montag, 23. März 2015
Von hoffentlich guten Absichten
Mit seiner aktuellen Auflage, die eine Straffung und ein Facelift erfahren hat, kehrte Midgard, die kleine alte Dame des deutschen Rollenspiels, unlängst zurück. Im Shop gibt es jetzt eine Visualisierungshilfe für den Gesundsheitszustand der Charaktere, den / das etwas unglücklich benannten LP-Meter. Coole Idee, und wenn ich einen der Natursteine pro Meter umfärbe (Schwarz für "Sterbend"), paßt das auch prima für das Wundsystem unserer Blutfeuer-Regeln. Das 6er-Satz kommt mit 21,-- für ein Zubehör aus Messing und Holz auch sehr günstig daher.
Mmmh. Nach eigenem Bekunden lassen sie das bei den Lebenshilfen Werkstätten in Oberhausen fertigen. Ausbeutertrieb und Profitgier sind bei Rollo-Verlegern sicherlich nur sehr mangelhaft ausgeprägt, sonst wären sie keine Rollo-Verleger, insofern unterstelle ich da keine bösen Absichten bei der Wahl des Zulieferers. Eher sehe ich da den Willen zu helfen. Aber ist das hier ein Fall von "gut gemeint ist nicht gut gemacht"?
Das System der Werkstätten für behinderte Menschen ist umstritten. Kann man recherchieren, aber Wikipedia bringt es ausnahmsweise mal auf den Punkt.
Ach Mist. Ich find das für den Tisch eine prima Idee. Jeder sieht, wie es ihm und den Kameraden geht, da entfällt viel redundantes Rückfragen. Aber ich hab keine Ahnung, ob ich das guten Gewissens kaufen kann. Naja, zur Not kann ichs selber schrauben.
Update:
Als weiterführendes Link empfehle ich Mindestlohn für WFBM-Beschäftigte.
Mmmh. Nach eigenem Bekunden lassen sie das bei den Lebenshilfen Werkstätten in Oberhausen fertigen. Ausbeutertrieb und Profitgier sind bei Rollo-Verlegern sicherlich nur sehr mangelhaft ausgeprägt, sonst wären sie keine Rollo-Verleger, insofern unterstelle ich da keine bösen Absichten bei der Wahl des Zulieferers. Eher sehe ich da den Willen zu helfen. Aber ist das hier ein Fall von "gut gemeint ist nicht gut gemacht"?
Das System der Werkstätten für behinderte Menschen ist umstritten. Kann man recherchieren, aber Wikipedia bringt es ausnahmsweise mal auf den Punkt.
Das Durchschnittsentgelt in den deutschen Werkstätten für behinderte Menschen betrug im Jahr 2008 rund 159 Euro im Monat (bei einer Mindestbeschäftigungszeit von 35 Stunden in der Woche). Von diesem geringen Einkommen müssen diejenigen behinderten Menschen, die auf weitere Hilfen angewiesen sind (z. B. eine Wohnheimunterbringung), noch erhebliche Eigenleistungen erbringen. Diese Regelungen beziehen sich auf den § 82 SGB XII und legen fest, dass der Einkommensfreibetrag für Hilfeempfänger lediglich bei rund 43 Euro liegt. Darüber hinausgehendes Entgelt ist für die Wohnheimkosten einzusetzen. Einem Durchschnittsverdiener in der WfbM bleiben von den 159 Euro/Monat nach dem Abzug von 80,15 Euro für die Wohnheimunterbringung ein Resteinkommen von 78,85 Euro. (Q)Diese Werkstätten haben sehr positive Auswirkungen auf viele Menschen, die in ihnen arbeiten, ohne Zweifel, aber da sind Aspekte, die sauer aufstoßen. Zum einen die Ausbeutungslöhne für die Arbeitenden selbst, zum anderen die Tatsache, daß hier ein Niedriglohnbereich zur Profitmaximierung von Unternehmen vom Steuerzahler alimentiert wird. Viele Werkstätten arbeiten als reguläre Zulieferer für die deutsche Industrie und sind somit Niedriglohnkonkurrenz für den Mittelstand bzw. für Arbeitnehmer, eine rasch wachsende dazu: "Von 1997 bis 2007 stieg die Zahl der WfbM-Arbeitsplätze um über 50 % auf ca. 300.000, während die Vermittlungsquote auf den „allgemeinen Arbeitsmarkt“ bei unter 1 % lag."
Ach Mist. Ich find das für den Tisch eine prima Idee. Jeder sieht, wie es ihm und den Kameraden geht, da entfällt viel redundantes Rückfragen. Aber ich hab keine Ahnung, ob ich das guten Gewissens kaufen kann. Naja, zur Not kann ichs selber schrauben.
Update:
Als weiterführendes Link empfehle ich Mindestlohn für WFBM-Beschäftigte.
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