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Donnerstag, 10. Dezember 2020

Einen am Waffeleisen

"Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, daß man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen." (Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe)

Wieviel merkbefreiter kann man noch durch die eigene Existenz schlurfen als so? Jemand untersucht in beliebten Spielen

"die deutlich unterschiedlichen Botschaften über persönliche Identität und sich entwickelnde soziale Werte. Spiele zeigen Repräsentationen von Gender, Sexualität, Rasse [Sic! Ganz ehrlich "Rasse". Da jubelt der innere Eugeniker.]. Ethnie [Nicht zu verwechseln mit "Rasse"], Religion, Alter und soziale Klasse, die den Status Quo repräsentieren und auf sozialen Wandel reagieren."

Und wem das noch nicht genug Bullshit-Bingo ist: Für diese tiefschürfenden Analysen verwendet der Honk Monopoly, Candy Land und... TUSCH Chutes & Ladders. Ja das "kulturell vereinnahmende" Leiterspiel mit Schlangen und Leitern. (Ist Schach eigentlich "kulturelle Aneignung"?)

Solche Clowns erinnern mich immer an die verkopften Salon-Marxisten von anno dunnemals, die Kochrezepte dialektisch zerlegten (während unsereins die Knochen in Wackersdorf gegen den faschistoiden Atomstaat hinhielt), und sich dann wunderten, daß Scheiße in ihren Pfannen entstand. Ich hoffe, das ist ein von mir mißverstandendes Satireprojekt. Sonst haben wir Covid echt verdient (na gut, haben wir eigentlich sowieso). Ist momentan besonders günstig für nur 33 $ statt 55 $ für das PDF.


Donnerstag, 3. Dezember 2020

"It was a hobbit hole and that means comfort"

Zweimal Tolkien in so kurzer Zeit im Blog, aber bin heute in der New York Times über das hier gestolpert: Tolkiens Haus steht seit 16 Jahren zum ersten Mal wieder zum Verkauf. Eine Gruppe namens Project Northmoor möchte das gerne erwerben, um es zu erhalten und das weltweit erste Tolkien-Center einzurichten. Schauspieler der Mittelerde-Filme wie Ian McKellan und Martin Freeman helfen der Gruppe mit ihrer Popularität die notwendige Aufmerksamkeit für die am 02.12.2020 gestartete Schwarmfinanzierung zu generieren.

Ich bin bei so Promi-Aktionen immer recht zwiegespalten. Diese Menschen haben wohl den größten Teil ihres Vermögens auf der Grundlage von Tolkiens Arbeit verdient. Ich hoffe, die spenden auch ein bißchen was (können sie ja eh absetzen), und belassen es nicht bei warmen Worten aus dem Home Office. Prinzipiell find ich das aber eine gute Idee, zumal die Initiatoren das Projekt auch mit einem sozialen Gedanken verbinden: „We could establish a fund for bursaries to help those from a low-income background come to the house for one of the creative courses or special events.“

Also viel Glück.

Samstag, 28. November 2020

Einfach nur schön

Das Intermezzo aus der Cavalleria Rusticana, eine der musikalisch schmeichelndsten Opern, die ich kenne. Hier in einer Interpretation des Akademia Filmu i Telewizji aus Warschau (glaub ich), die das Schmelzend-Endlose der Musik sehr schön einfängt. Das ist nichts für ausschließliche Liebhaber des Wuchtigen und Tiefen, das ist einfach nur schön.

Die Cavalleria Rusticana ist übrigens ein sehr schöner, sanfter Einstieg in die vielfältige und träumende Welt der Oper. Wer am anderen, sozusagen dem "harten" Ende einsteigen will, ohne sich gleich bei Wagner den Arsch in fünf Stunden plattsitzen zu wollen (was sich übrigens lohnt), der wähle Strauß' Electra - konzise, auf den Punkt gebrachte Brutalität im Notensatz.



Donnerstag, 20. August 2020

Butter auf die Mütze

Gacker.

Das FBI hat vor 20 Stunden die Protokolle der Weisen von Zion online gestellt und das Link über Twitter verbreitet. Soweit ich das sehen kann, ist das der komplette Text mit einigen interessanten weiteren Dokumenten.

Ich bin der Meinung, die trollen die QAnons und Wesensverwandte. Ausgerechnet in diesen Zeiten veröffentlich ausgerechnet das FBI ausgerechnet diesen Text. Oh mein Gott. Das muß was bedeuten. Aber was?!

Perfide. Da rotierts unter dem Alumützchen.

Wobei... das mit den Aluhüten ist ja auch so ein perfides Spiel von DENEN. Aluhüte schützen nämlich gar nicht vor den Mind-Control-Satelliten. Im Gegenteil, sie verstärken die Frequenzen, die von der Regierung benutzt werden. Ist wissenschaftlich am MIT bewiesen worden.

Gegen Satellitenstrahlen hilft nur ein Pfund Butter auf dem Kopf verschmiert.





Donnerstag, 23. Juli 2020

Basu Biru

Der Ohrwurm wird mir die nächsten Tage garantiert nicht aus dem  Kopf gehen. You speak Japanglish. Wie ich an diesen Ort gekommen bin? Die Erinnerung verblaßt bereits. Bakayarou...

(Musikvideo beginnt bei einer Minute.)



Meine übliche Kur für lästige Ohrwürmer ist übrigens dies hier (I don't know how I got here, but I"m okay with this). Dreißig Minuten blasen so ziemlich alles rückstandsfrei aus dem Corpus callosum.

Samstag, 18. Juli 2020

Schlagzeilen, die man sich verkneifen sollte.

Hallo, ihr Spiegel-Redachse: "Laßt uns zusammenrücken." Zur Trauerfeier für die Coronatoten in Spanien ist euch nix anderes eingefallen als das? Sowas landete früher bei euch im "Hohlspiegel". Ja, ich kenne den Kontext innerhalb der Feier. Aber verschlagzeilen darf man das trotzdem nicht, weil einer Schlagzeile der Kontext fehlt! Dann wirkt es einfach zynisch.

Aber ach, um das kleine Presse-Einmaleins zu können, müßte man ja eine Journalistenschule besucht haben. Im letzten Jahrtausend.

 

 



 


Samstag, 23. Juni 2018

Splitter des Mondkalbs

Splittermond B/X wird mir immer sympathischer. Nicht nur, daß nach der wirklich tollen blauen Einsteigerbox auch noch eine Expertenbox erscheint, die auch bei mir wohl keine Wünsche offen lassen wird (außer, daß sie nicht rot ist), nein sie unterstützen ihr B/X auch mit Modulen, soll ich ja nicht sagen, mit Abenteuern. Habe ich heute von Nerds-gegen-Stephan erfahren (Meine sollten das Link nicht anklicken, ich will das verwenden. Hört am besten auf zu lesen an dieser Stelle).

In der Reihe Mondsplitter, die für die Box gedacht ist, sind bisher fünf Abenteuer erschienen. Sie kommen im Kleinformat mit jeweils ca. 40 Seiten (inkl. Karten und Handouts) daher. Ein schönes, übersichtliches Format, daß die Entwickler, soll ich ja nicht sagen, die Autoren zu Präzision zwingt. Statt dem Schwurbel der Abenteuer für Advanced Splittermond finden wir hier dann knappe Schilderungen, Informationen in Listen etc. pp. Klasse.

Donnerstag, 8. März 2018

Oooooh! The Humanities!

Dieses Kätzchen hat
keinen Grund hier
zu sein. 
Ahm. Fundstück des Monats, Jahres. Ich weiß nicht. Auf alle Fälle zeige ich hier einmal eine "Thesis Submitted to the Faculty of Graduate Studies and Research In Partial Fulfillment of the Requirements For the Degree of Doctor of Philosophy in Education University of Regina. xviii, 283 p.."

Eine Doktorarbeit zur Erlangung eines Doktortitels in Pädagogik an einer kanadischen Uni, keiner Titelmühle. Eingereicht von jemandem mit weiblichem Namen, weswegen ich jetzt einfach mal das Gender assume und sie als weiblich führen werde. So einer bin ich. Titel dieser Doktorarbeit:

Self-Storying to (De)Construct Compulsory Heterosexuality: A Feminist Poststructural Autoethnography of a Self-Wedding Ritual.

Kann man sich nicht ausdenken. Eine Autoethnography ist übrigens - zumindest in den Arbeiten aus dieser, öh, Fachrichtung - eine Art unstrukturiertes Tagebuch. Und Dekonstruktion und Poststrukturalismus liegen eh weit oben auf der Bullshit-Bingo-Liste. Jetzt aber mal ran ans Werk.
Written from the perspective of a white-settler, obese, bisexual, middle class cisfemale graduate student in Canada, the wedding ritual and bride are explored as sites of ideal female/feminine formation of the subject. Compulsory heterosexuality is implicated. “Single” and “married,” like “woman,” are constituted in discourses. 
Diese Art von Offenbarungseid, die ein bißchen an Schauprozesse in der Kulturrevolution erinnert, sind wichtig bei Autoethnographien. Man muß alle seine "privileges" aufzählen (white settler) und alle möglichen Opferinkarnationen (cisfemale, wobei das zweischneidig ist, obese ist ein winner). Sie schweigt sich auffällig über ihre Augenfarbe aus. Ich denke, da liegt was im Argen.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Mystara Mega-Bundle

Ich machs kurz. Zum B/X bzw. BEAM-Setting Mystara gibt es jetzt auf Drive Thru ein wirklich absolutes Mega-Bundle: Alle vierzehn Settingbände (Gazetteers) und die D&D Rules Cyclopedia für ganze fünfzehn (15) US-Dollar.

Johohoho. Is denn scho Weihnachten?

Dienstag, 6. Dezember 2016

Warhammer Zwote kostenlos auf Deutsch

Gerade bei Athair drüber gestolpert: Feder & Schwert geben die PDFs zum GRW des deutschen Warhammer und zum zugehörigen Magie-Splatbook umsonst ab. Ich verlink das nicht direkt, sondern schick euch rüber auf die Zauberferne, um es zu bekommen (ganz unten ist ein Link zu DTRPG). Wäre sonst unkollegial.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Mach ich nicht so oft...

...aber manchmal muß es sein. Ich denke, das ist einer der besten (und zitierfähigsten) Clips, die ich je auf YouTube gesehen habe. Ladies and Gentlemen: The Vagician.


Sonntag, 20. Dezember 2015

Maschinen mit Schwarzem Humor



Gerade nochmal in den G+-Stream geschaut. Das war dann auch eher aus der Kategorie Schwarzer Humor (was als Bezeichnung im Kontext sicher culturally insensitive ist). Andererseits: Die Jungs sehen aus wie Adventssänger.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Hättet ihr ja auch mal lauter sagen können, Slayers!

Da muß man erst bei Google-Plus sein, um zu erfahren, daß es da ein richtig gutes Magazin zu Dungeonslayers gibt (mit dem originellen Namen Slay *sigh*). Laut Ingo ist die dritte Ausgabe gerade in Arbeit. Ja, die Dritte. Die erste gabs 2013.

Und ich weiß nix davon. Kein Wunder, bei rsp-blogs habe ich keine entsprechenden Blogeinträge unter dem Stichwort "Dungeonslayers" gefunden.

Macht aber nix, hab ich eben jetzt Freude dran. Das Ding ist zwar offiziell für DS, aber ganz ehrlich: Von dem Zeug darin - ich lese gerade die #2 mit dem Schwerpunkt Stadtabenteuer - ist fast alles für OSR-, Retro- und Standardfantasy-Gaming zumindest anregend. Sogar die Crunchsachen sind hilfreich, dröseln sie doch Situationen schematisch auf, die auch im OSR immer wieder zu Problemen führen.

Bin sonst kein Magazinfreund, aber das ist klasse. Keine, ich wiederhole: KEINE Kurzgeschichten. Wie geil ist das denn? Fanmagazin, ohne daß ein Hohlbein / Hennen / Heitz in Riesterrenteninkarnation virtuelles Papier vergeudet?! Danke!!!!

Und geben tuts das hier.

Freitag, 10. April 2015

Quae volumus, credimus libenter

Qualitätsjournalismus (Symbolfoto)
In den Redaktionsstuben quälen sie sich damit, daß Rotznasen zwischen acht und achtzig die Stirn haben, an ihren großen und kleinen Werken zu kritteln oder gar- Schockschwerenot (Danke, Frau Dr. Fuchs) - die zugrundeliegenden Fakten zu prüfen. Fachjournalisten aller Richtungen werden angegangen von Fachvertretern, weil sie verkürzt, reißend, oft einfach nur grundlegend falsch über wissenschaftliche Arbeiten berichten. Manche Blogger leisten bessere und gründlichere Recherche als das eine oder andere Investigativteam.

Ach es ist ein Leid, Journalist zu sein, mit einem beruflichen Ansehen, das in den Keller rauscht, als seien die Kabel im Fahrstuhl gerissen. Da macht man sich schon Gedanken. Als Journalist. Über die "Zukunft von irgendwas mit Medien" (düster) oder auch den vielbesungenen "Qualitätsjournalismus".

Gerade dieser "Qualitätsjournalismus" beschäftigt den Schweizer Journalisten Zimmermann, der den Journalismus der Bezahlmedien immer als Qualität betrachtet. Mit dieser Torenlanze beginnt der Aufritt, die Hufe stampfen und die Qualitätsjournalismusmühlen ragen auf vor ihm in den Morgen.
In verwandten Berufen kennt man diese Unterscheidung zwischen gehobener und minderwertiger Güteklasse nicht. Den Ausdruck Qualitätsliteratur gibt es nicht. Es gibt auch keine Qualitätsmalerei, keinen Qualitätsgesang und keine Qualitätspoesie.
Eh? Ja? Es gibt Hochliteratur, Unterhaltungsliteratur und Schundliteratur, es gibt Kunst, Kunsthandwerk und Kitsch, es gibt E-Musik und U-Musik, es gibt Dichtung und Gereimtes. Ungeachtet aller persönlichen Meinung dazu: Die Unterscheidung zwischen qualitativ Hochwertigem und Schund ist seit jeher eines der Merkmale der Kulturrezeption im deutschsprachigen Raum.

Muß man wissen (Danke, Herr Dr. Stoll).

Ist aber am Qualitätsjournalisten Zimmermann irgendwie vorbeigegangen (man fragt sich, wie er das packen konnte), weswegen er diesen Blödsinn in die Textmaske sekretierte. Das stand dann da, und vielleicht war er gar noch stolz darauf, als er Korrektur las, und nannte diese greuliche Mißbildung einen "Gedanken".

Ach Kinder, seht ihr, deswegen wird das auch 2015 wieder nix mit dem Dingens da, dem Qualitätsjournalismus.

Dienstag, 24. März 2015

Star Frontiers

Wahrscheinlich kennts schon jeder, den es interessiert. DWD Studios haben vor einiger Zeit durch irgendein stillschweigendes Non-Profit-Abkommen mit Wizards die Möglichkeit erhalten, eine der alten TSR-Produktlinien neu als PDF aufzulegen.


Star Frontiers (Click)

Oh Goodie, es ist so viel da zu finden. Die Grundregeln, die Schiffsregeln, etliche Module (fast alle, glaub ich) und Erweiterungen inkl. der damals nicht veröffentlichen Konversion von Gamma World. Die deutsche Fassung ist damals abgesoffen (es war die Rolemaster- und Mers-Zeit...), da erschien die Grundbox und dann noch glaub ich ein Modul.

FREU!

Update

Die DL-Links sind hier zu finden:

http://starfrontiersman.com/
http://starfrontiers.com/

Freitag, 13. März 2015

"Verborgenes entdecken"

Warum kostet es meinen Charakter zehn Minuten, den Schrank auf Geheimfächer zu untersuchen? Darum. (Youtube-Link). :)

Freitag, 30. Januar 2015

Zynisch

Ich werde ja hin und wieder als "zynisch" angegangen. Meine Standardantwort ist dann in der Regel, daß der Betreffende mit dem Begriff wohl eher das Falsche verbinde.

Das hier ist zynisch: https://twitter.com/NSA_PAO/status/560440208894603264

Ich geh jetzt mal 'n Kaffee trinken und Gewaltphantasien haben.

Sonntag, 11. Januar 2015

Werner Fuchs im Interview

Werner Fuchs, Mitvater von DSA, spricht bei Telepolis über Fantasy, Wargames, Diplomacy, ausgelutschte 68er und Karl Marx. Hier. Das ist ein Auszug aus dem Interviewband zu Drachenväter, der weitaus interessanter erscheint, als das eigentliche Buch.

Freitag, 5. Dezember 2014

Hogwarts Nordic LARP...

...so sieht es zumindest aus, wenn man die Homepage des Czocha College of Witchcraft and Wizardry aufruft. Eine Großveranstaltung mit 200 Teilnehmern auf einem schönen Setting in Polen. Naja, der Teaser-Trailer flashed mich nicht. Erinnert mich zu sehr an die Leute, die gelegentlich im Mainzer Volkspark mit Besen rumrennen und "Quidditch spielen".Die Regeln hab ich nie kapiert, und die irgendwie auch nicht.

Aber wessen Phantasie so zu fliegen vermag: Hier kann man sich ab dem 11.12.2014 für den Re-Run anmelden. Berichterstatterpflicht erfüllt. Ich muß noch aufs Bike, einkaufen fahren.

"Hiho, Silver!"