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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Dienstag, 21. Juni 2016

Tally-Ho, My Dearest Inbred Island-Monkeys!

Good riddance! Donnerstag ist uuuuuuh Brexit-Votum. Apokalypse in den deutschen Medien. Was tun wir, wenn der Engländer die EU verläßt? Naja, zunächst einmal die Schotten aufnehmen (Waliser und Nordiren, bekommt ihr auch schottische Gelüste?).

Ansonsten: Oh my god! Who the hell cares?! Wer sind wir, daß wir ein großes Drama veranstalten, wenn sich die Nordsee-Insulaner nachhaltig ins Knie f***en? Wir könnten doch auch wirklich mal froh sein, daß auf diesem Eiland was Nachhaltiges passiert.


  • Jaja, die Engländer sind Nettozahler der EU. Mit nicht mal 10 Mrd. Pfund pro Jahr. Verteilt auf die anderen zehn Nettozahler ist das mehr ein Witz.
  • Der Ausfall der "Industrieproduktion" Englands ist verkraftbar. Wirklich. Wir können auch ohne Schafswolle oder Waffenexporte, Und zumindest letzteres wird von uns Krautfressern und den fröschewürgenden Nachbarn ohne Probleme aufgefangen werden.
  • Der Finanzplatz London lebt von seiner Einbindung in die EU. Dessen Entwicklung zu beobachten wird lustig sein: Die größte Finanzhaifestung und Steueroase der Neuzeit wird abgenabelt. Hassard!
  • Allenfalls die Symbolik für die EU wäre grauenvoll. Da diese aber als politischer und vor allem demokratischer Verbund eh so gut wie nicht mehr existiert, ist da der Schaden wirklich symbolisch. Vielleicht wirkt so ein Schuß vor den Bug ja auch positiv.
So, die einzigen, die wirklich Schaden nehmen werden, sind die Engländer selbst (und wahrscheinlich ihre Insel) und die USA, deren wichtigster politischer Vasall in Europa wegfällt. Aber selbst das ist kein Problem, denn hierzuland stehen das Merkel, das Gauck (oder sein Nachfolger) und die ganze Kolonne der Transatlantiker schon Gewehr bei Fuß, diese Lücke zu füllen.

Die einzigen, die verlieren werden, sind die Engländer selbst (das wollten sie dann so, muß man respektieren) und einige Vollsparren, die sich im Brexit-Sog an der Börse verzocken werden (dito).

So - Who the hell cares?

(Und im Übrigen bin ich sowieso der Meinung, daß sie am Ende noch den Schwanz einziehen werden. Können sie ja bis zum letzten Tag noch.)


Montag, 13. Juli 2015

Wir haben eine totale und uneingeschränkte Niederlage erlitten.

Im unteren Bild sind acht
Unterschiede versteckt. Finden Sie alle?
In meinem Garten weht Schwarz-Rot-Gold über dem Grill. Ich bin gerne Deutscher. Ich bin nicht "stolz" darauf, aber ich liebe die Sprache, mit der ich aufgewachsen bin, ich liebe die Wälder, die mich (noch) umgeben, und ich liebe das Licht der Julinachmittage. Ich bin gerne Deutscher. Ich bin auch Europäer, ich spreche gut Fremdsprachen, folge landestypischen Sitten und bin viel gereist.

Als 2006 zur WM Flagge zeigen wieder "cool" wurde, da trat den Antideutschen der Schaum vor den Mund. Ich hab nur mit den Augen gerollt - das war nicht immer stil- und geschmackssicher, aber geifern mußte man deswegen bestimmt nicht. Naja, "Schlaaaand" ist schon sowas, wo man kotzen mochte und immer noch möchte. Aber damals wurden unsere die "Weltmeister der Herzen", und das Deutschlandbild in der Welt hatte sich endgültig zu wandeln begonnen, sogar bei den Niederländern.

Siebzig Jahre hat diese Nation dafür gebraucht, das Bild des häßlichen Deutschen vergessen zu machen.

Sonntag, 5. Juli 2015

OXI


Heut kann der Beginn einer historischen Zäsur liegen. Wahrlich, wir leben in aufregenden Zeiten, auch wenn wir das gar nicht wollten.

Dienstag, 2. Juni 2015

Über allen Gipfeln ist Ruh'

Etwas verspätet denkt ein SPON-Mitarbeiter über den G7-Gipfel nach und gebiert - sicher unter Schmerzen in dem intellektuellen Umfeld - eine Art Gedanken. Es sei dumm, Putin nicht eingeladen zu haben, denn nur mit Putin lasse sich die Krise in der Ukraine lösen, nicht aber ohne ihn.

Bravo! Siehst Du, lieber Spiegelredakteur, es mag wehtun, aber es tötet nicht, das Denken.

Falsch ist der Gedankengang natürlich trotzdem. Er geht nämlich davon aus, daß die G7-Regierungschef den Konflikt lösen, also friedlich beenden wollen. Das ist eine Annahme für die es leider keinerlei Beleg gibt. Wenn wir uns die Nachrichten der letzten 14 Monate ansehen, so können wir erkennen, daß von Beginn an die EU und die USA den Konflikt um die Ukraine gegen Russland mit allen Mitteln forciert haben.

Die wollen den Konflikt nicht lösen, die wollen verdammt nochmal den Krieg gewinnen, den sie begonnen haben. Das ganze Friedensgesabbel ist doch nach den Ereignissen als reine Fassadenmalerei leicht zu erkennen.

Niemand hat die Absicht einen Frieden zu erlangen. (Wiederholen in fistelndem Sächsisch, bitte.) Aber, lieber Redakteur, weitermachen! Irgendwann kommt auch was Valides raus...

Montag, 27. April 2015

Nein, nein, soviel kann kein Mensch essen.

Frank Walter Steinmeier, Außenminister der BRD, hat am 15. März 2015 einen Brief geschrieben, an die polnische Ministerin für kulturelle Angelegenheiten. Darin bittet er die Ministerin, gewisse Dokumente zurückzuziehen.

Diese betreffen ein Kriegsverbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg.  Ukrainische Verbände aus dem Dunstkreis des Faschisten Banderas verübten ein Massakker an Zehntausenden Polen im Jahre 1943.

Die Dokumente über dieses Massakker sind nach Meinung Steinmeiers geeignet, "die politische Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union zu beeinträchtigen und "bei den Behörden und der Bevölkerung der Ukraine eine negative Reaktion" auszulösen. Die Faschisten, die in Kiew an der Macht sind (obwohl es sie eigentlich ja gar nicht gibt), haben den Nazi Stepan Banderas zum Nationalheiligen gemacht. Ganz offiziell seit 9. April des Jahres sind die Banderas-Banden keine Massenmörder mehr, sie sind "Freiheitskämpfer".

Polens 100.000 Tote stören ganz einfach den Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland. Die Handlanger in Kiew sollen sich doch wohl fühlen. Daher schreibt Steinmeier eine solche Aufforderung, Polen solle doch bitte ein wenig die Geschichte verbiegen bzw. unschöne Details nicht erwähnen. Wer sich jetzt darüber aufregt, der sei beruhigt, niemand erwartet von den Polen, das umsonst zu tun, denn "Deutschland seinerseits setzt die Unterstützung und Förderung der polnischen Wirtschaft (....) fort."

Ich bin dann mal kotzen.


http://www.neopresse.com/politik/polen-vergisst-wolhynien-um-europas-willen/
https://www.indymedia.org.uk/en/regions/world/2015/04/520224.html
http://wyborcza.pl/politykaekstra/1,144844,17754786,Schetyna__Absurd_przeslania_tragedie.html?piano_d=1

Samstag, 25. April 2015

Wolfgang Schäuble und die Chemtrails

Es blubbert in der deutschen Medienlandschaft, die schönsten Faulgase entwickeln verläßlich Springers Welt und das vorgebliche Magazin Stern: Euro-Kollegen beschimpfen Varoufakis als "Amateur". Geladen wurde diesmal von den Finanzministern nach Riga, der Hauptstadt Lettlands. Lettland, das einen rigorosen "Sparkurs" durchmachen mußte, bevor es dem Euro beitreten durfte, gilt als Musterschüler der verqueren Wirtschaftspolitik Deutschlands Europas.

Weswegen Lettland auch das höchste Armutsrisiko aufweist. So ist das mit Europas Musterschülern. Hauptsache die Märkte, diese scheuen Rehe, sind zufrieden, und die äsen halt nur dort, wo andere hungern. Rehbraten ist mMn die einzig logische Antwort darauf.

Doch zurück zu Varoufakis, der von seinen Kollegen wohl tatsächlich als Amateur und anderes bezeichnet wurde. Das ist schon lustig.Von der ganzen Laienspielschar, die dort fröhlich im Spielgeld badet, ist der griechische Finanzminister wahrscheinlich der einzige, der einen akademischen Hintergrund zu diesem Thema hat. Um Minister zu werden, braucht man ja im restlichen Europa keinen Sachverstand, ach, noch nicht einmal Verstand. Da kommen Fälscher auf höchste Ministerposten und werden damit geadelt, zu allem befähigt zu sein.

Komisch. Als ich klein war, galt "der ist zu allem fähig" noch als Warnung.

Nunja. Da ist nun also Varoufakis inmitten dieses Kindergartens, und versucht ein paar ökonomische Grundpinzipien, die ein wenig über die grenzdebile schwäbische Hausfrau hinausweisen, anzubringen. Tja, das versetzt die versammelte Schar Fachfremder natürlich in waidmännische Erregung. Diese Sorte Mensch reagiert so, wenn sie etwas nicht versteht.

Das kann ich mir vorstellen als sei Gunter Tiersch zu Gast bei irgendwelchen Orgonjüngern, um Stellung zu den Chemtrails zu nehmen. Da wird niemand glücklich, auf der Veranstaltung. Und einen Cloudbuster kauft der Gunter auch nicht, der Amateur.

Allein die Vorstellung ist köstlich. Jedoch, jedoch, das Ganze ist nicht witzig. Das hat System. Von Finanzen mögen die Clowns da keine Ahnung haben, aber sie wissen, wer die Spesen zahlt. Die EU hat von Beginn an versucht, die neue griechische Regierung noch in der Wiege zu erwürgen. Syriza steht für die EU als Gefahr da, für das System, zu dessen Repräsentanten die EU degeneriert ist. Das Experiment Syriza darf auf keinen Fall Erfolg aufweisen, niemand darf glauben, es gebe eine Alternative zu unserem inhumanen Wirtschaftssystem.

Alle Mittel sind da erlaubt, auch economic wetwork. Ein Artikel mit weiterführenden Links.

Sonntag, 25. Januar 2015

Heute gilt's



Griechenlands Wirtschaft schrumpft, die Schulden steigen und steigen, das Land verelendet. In der Terminologie der EU nennt man das eine "Reform", in der Vorstellungswelt Deiner Bundeskanzlerin ist das ein "Erfolg". Ja, für Frau Merkel sind wachsende Selbstmordraten und eine erhöhte Kindersterblichkeit "Erfolge".

In Europa, im Jahre 2015. Denk mal drüber nach!

Du haftest für griechische Schulden, Deutscher, das stimmt! Warum tust Du das? Weil Deine von Dir Arschloch gewählte Regierung den Banken die Haftung für deren Zockerei in Griechenland abgenommen hat. Du haftest eigentlich nicht für Griechenlands Schulden, Deutscher, Du haftest für das Renditeversprechen des obersten Prozents. Du hast genau das in der Wahl 2009 für gut befunden.

Selber schuld.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Aktion: Wechsel für Griechenland

Eine europaweiter Aufruf. Zeichnen kann man hier auf der Seite der Aktionisten.

„Change Greece – Changing Europe – Change4all!“

Der mögliche Sieg von SYRIZA bei den kommenden Wahlen in Griechenland geht alle an, die einen Richtungswechsel in Europa anstreben. Er wäre Ausdruck der Forderung nach Menschenwürde, Gerechtigkeit und Hoffnung. Die Drohungen und der Druck, die seitens der der Staats- und Regierungschefs der EU, der Troika und der Finanzinstitutionen ausgeübt werden, um die Wahl der griechischen Bevölkerung zu beeinflussen, sind unakzeptabel.

Wir werden überall in Europa das Recht der Menschen in Griechenland verteidigen, sich frei zu entscheiden; mit der Austeritätspolitik zu brechen; Nein zu sagen zur Austeritätspolitik, die das Land verwüstet; den Weg einer realen Alternative für Griechenland und eine demokratische und soziale Neuorientierung freizulegen.

Die Mehrheit der politischen Kräfte in Griechenland geht vor der Troika in die Knie. Alexis Tsipras und SYRIZA haben sich für das Gegenteil entschieden. Gemeinsam mit den sozialen Bewegungen haben sie einen breiten Zusammenschluss geschaffen, dessen Dynamik die Mehrheit gewinnen könnte. SYRIZA und ihre Verbündeten setzen sich gegen die humanitäre Krise zur Wehr, wollen die Kollektiv- und Tarifverträge wiederherstellen, ein faires Steuersystem einführen und das politische System demokratisieren.

Eine SYRIZA-Regierung wird Griechenland zu einem verlässlichen Partner machen und das Überleben des Landes und der Bevölkerung zum Ausgangspunkt in allen Verhandlungen machen. Die Regierung wird das Land auf einen neuen Weg jenseits von Korruption und Patronage führen und sich für ein neues Entwicklungsmodell im Interesse aller entscheiden.

Die SYRIZA-Regierung wird eine europäische Schuldenkonferenz vorschlagen, mit dem Ziel die Schulden teilweise zu streichen und die Zahlungsmodalitäten für den Rest so festzulegen, dass eine wirtschaftliche Erholung ermöglicht wird. Das dazu erforderliche Programm öffentlicher Investitionen und Maßnahmen zur Befriedigung dringender sozialer Bedürfnisse soll aus dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt ausgenommen werden.

Auf europäischer Ebene wird eine SYRIZA-Regierung einen Europäischen „New Deal” für menschliche Entwicklung und ökologischen Wandel vorschlagen. In ganz Europa müssen wir mit der Logik brechen, die Europas soziale Errungenschaften zerstört und Nationalismus und Rechtspopulismus verstärkt. Wir brauchen ein neues Projekt inklusiver Entwicklung, Zusammenarbeit und Demokratie.

Wir sind davon überzeugt, dass eine solche Veränderung in Griechenland nicht nur die Zukunft des Landes selbst betrifft. Wenn SYRIZA siegt, wird nicht nur Griechenland aus der katastrophalen aktuellen Situation ausbrechen können, sondern die Möglichkeit eines Wechsels in Europa entstehen. Der Bruch mit der Austeritätspolitik wäre Signal und Hoffnung für diejenigen, die sich nicht beugen wollen.

Eine SYRIZA-Regierung wird angesichts des massiven Drucks der Finanzmärkte und der politischen Kräfte, die jedes Abweichen vom gescheiterten Rahmen der kapitalistischen Globalisierung fürchten, massive Unterstützung in ganz Europa brauchen.

Wir, Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, aus einem breiten sozialen und politischen Spektrum und aus zahlreichen Organisationen akzeptieren den Druck nicht, der ausgeübt wird, um die Griechinnen und Griechen an ihrer freien Entscheidung zu hindern. Diejenigen, die diesen Druck ausüben, nehmen die Verantwortung dafür auf sich, dass die schädliche „Schocktherapie“ um jeden Preis fortgesetzt wird.

Unsere Verantwortung ist es, überall in Europa diejenigen zu unterstützen, die für eine Veränderung der Kräfteverhältnisse kämpfen, die den Kampf der Ideen aufnehmen und alle vereinigen, die gemeinsam mit der griechischen Bevölkerung ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa aufbauen wollen.

Wir stehen an der Seite der Griechinnen und Griechen, weil ihr Kampf der unsere ist.

Dienstag, 13. Januar 2015

Nous sommes terroriste!

Hätte man so nicht erwarten können. Pünktlich zu seinem 125. Geburtstag zitiert ganz Deutschland Kurt Tucholsky: "Satire darf alles." Und natürlich hat er recht, freie Meinungsäußerung ist das höchste Gut des Menschen, neben seinem Recht auf Unversehrtheit.

Aber deswegen bin ich noch lange nicht "Charlie", werde es nicht sein und will es nicht sein. Ich meide wie die Pest diesen Klick-Konsens, unter dessen Deckmantel soviel Dreck daherschwimmt. Daß Pegida das übernimmt, geschenkt. Daß Gestalten wie Geert Wilders von einer "De-Islamisierung" faseln, dito. Wer solche Typen inhaltlich ernst nimmt, der ist bescheuert oder bei der CSU, ungeachtet des Gefahrenpotentials, das sie darstellen. Letzteres ist offenkundig, und den Kampf kann man annehmen.

Das wahre Übel liegt in der Konsenssauce, die genutzt wird, die aufbrechenden Konflikte, die die Machtverhältnisse zu bedrohen beginnen, zu überkleistern. Die Sauce der "westlichen Wertegemeinschaft", die hier angegriffen sei. So wird die Kritik an der gleichgeschaltet wirkenden Ukraine-Berichterstattung perfide gleichgesetzt mit den Anschlägen auf Charlie Hebdo. In der ZEIT, dem Ressentimentverstärker des bürgerlichen Halbverbildeten, vollbringt das Bernd Ulrich.

Samstag, 10. Januar 2015

Häh?!

Ihre Taten stimmten die drei nach Angaben Coulibalys aufeinander ab. "Ihr Charlie Hebdo, ich die Polizei", soll der 32-Jährige am Vorabend des ersten Anschlags zu den Kouachi-Brüdern gesagt haben.
Das schreibt mal so ganz nebenbei die Süddeutsche. Coulibaly ist tot. Die beiden Brüder auch. Woher stammt diese Info? Ist das überhaupt eine Info? Kann da jemand helfen? Die SZ hat ihre Foren ja abgeschaltet (zuviel Gegenwind plus zuviele Idioten), also hab ich die mal kontaktiert. Schaumermal, wie die Antwort aus München aussehen wird.

Mittwoch, 3. September 2014

Pensionierte Geheimdienstexperten für den gesunden Menschenverstand

Ja, eine solche Gruppe gibt es, und die hat die Vorwürfe, Rußland sei bereits in die Ukraine einmarschiert geprüft, und das vorgelegte Beweismaterial der US-Dienste, nun ja, zerfetzt.
Es soll hier ausreichen, deutlich zu machen, dass die am 28. August von der NATO veröffentlichten Bilder eine sehr fadenscheinige Grundlage dafür bilden, Russland eine Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Traurigerweise haben sie starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden und die ebenfalls nichts bewiesen (...) Wenn die von der NATO und den USA freigegebenen Fotos den besten verfügbaren "Beweis" einer russischen Invasion darstellen, verstärkt dies unseren Verdacht, dass aktuell erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um Argumente für den NATO-Gipfel zu stärken, auf deren Grundlage Maßnahmen verabschiedet werden sollen, die Russland mit Sicherheit als Provokation ansehen wird. Sie sind zweifelslos vertraut mit dem Ausdruck "Caveat Emptor". Es soll genügen hinzuzufügen, dass man allem, was Mr. Rasmussen oder selbst Außenminister Kerry zu verkaufen versucht, mit äußerster Vorsicht begegnen sollte.
Das ist ein Auszug aus einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt und viele weitere interessante Informationen erhält, z.B. über die Rolle von NATO-Generalsekretär Rasmussen oder die Machtlosigkeit von Barack Obama gegen die eigenen Falken.

Man kann nur hoffen, daß der Brief tatsächlich auch von Leuten gelesen wird, die a) Macht ausüben und b) die Situation wirklich klären wollen.

Ansonsten gibt es immer noch keine Ergebnisse zu Flug MH-17.

Montag, 4. August 2014

Ein harter Blick auf die Wirklichkeit oder das Schweigen der Schwarzen Boxen

Gestern habe ich gegen die westlichen Medien aber auch die westlichen Politiker polemisiert, die das Klima in Europa vergiften und den Eindruck erwecken, ihnen sei auch ein Krieg in der Ukraine recht, um...

Ja, um was eigentlich? Ich verstehe die russische Interessenlage, die versucht, eine Umkreisung durch die NATO zu verhindern. Ich verstehe nicht die NATO-Staaten, die unter Führung der USA diese Einkreisung betreiben und ich verstehe auch nicht, warum wir einen weiteren Failed State in der EU haben wollen. Wirklich wegen dem bißchen Gas in der Ostukraine? Oder geht es tatsächlich um die geostrategische Umfassung, schlagen doch jetzt auch wieder Armenien und Aserbaidschan aufeinander ein.

Ich habe jedenfalls keine Ahnung. Die Bemerkung des Papstes, der Kapitalismus benötige wie jedes Imperium eben Kriege, kann kaum eine Erklärung für das Zündeln im Herzen Mittel-Ost-Europas bieten

Sine irat et studio... nihil nec offensae nec gratiae dabitur. Ich habe mein Gift schon verspritzt, ich bin ganz ruhig.

Fakten 

Vielleicht hilft eine Betrachtung der Ereignisse rund um Flug MH-17. Fakten sind dünn gesät, Desinformation von allen (!) Seiten sprießt umso reichlicher. Fakt: Um 16:20 ukrainischer Ortszeit (13:20 MEZ) wird die Boeing über der Ost-Ukraine abgeschossen. Die erste Meldung über einen Abschuß geht ungefähr vier Stunden später über die Ticker (17.25 MEZ). Die russische Nachrichtenagentur Interfax ist die erste, die von einem "Abschuß" berichtet.

Darauf dürften wir uns alle einigen können. Alles andere... nun, die Wahrheit, im Flusse sie ist. (Noch nicht mal diese initiale Aussage wird von allen Menschen geteilt. Dazu später mehr.)

Das Schweigen der Schwarzen Boxen.

Tagelang beherrschten sie die Schlagzeilen, die "Black Boxes" abgeschossenen MH 17. Geargwöhnt, nein, fast als Faktum hingestellt wurde, daß die Rebellen die Boxen manipulieren oder nach Rußland bringen könnten / würden. Schließlich gelangten die Boxen - mit Hilfe der Rebellen übrigens - zur Auswertung nach England, zum Air Accidents Investigation Branch. Das ist laut BBC einer von zwei Plätzen in Europa, wo man in der Lage ist, diese Boxen korrekt auszuwerten, die andere Stelle ist Paris. Soweit zu Manipulationsmöglichkeiten durch die Rebellen.

Die britischen Experten fanden keine Spuren einer Manipulation und bescheinigten den Boxen brauchbaren Zustand. In 24 Stunden könne man die Infos haben, auf die die ganze Welt warte. Das war am 25. Juli.

Seitdem herrscht dröhnendes Schweigen und niemand fragt nach. Es ist, als seien die Black Boxes von Flug MH 17 aus der Wirklichkeit verschwunden.

Ein weiteres, vielleicht entscheidendes Beweismittel ist auch noch nicht vorgelegt worden: Die Gespräche zwischen Luftüberwachung und den Piloten von MH-17 werden von Kiew weiterhin nicht herausgegeben. Warum? Leider wird auch das von den "seriösen" Medien nicht verfolgt.

Samstag, 2. August 2014

Der Ewige Russe

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat mich und meine Kameraden Genossen von der fünften Kolonne erkannt, ertappt, enttarnt und dies der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer sich der veröffentlichten Meinung in Deutschland, deren Ausgewogenheit und sorgfältige Recherche vollkommen außer Zweifel steht, verweigert und öffentlich doofe Fragen stellt, der wird von Moskau bezahlt.

Natürlich schreiben die das im SPRITZEL nicht wörtlich, so brunzdoof sind die ja nicht, daß die nicht wüßten, daß ihnen Belege für ihre Hirngespinste fehlen. Nein, in der Hamburger Zentrale verfolgt man das gepflegte Spiel der Insinuation.
Das Titelbild des aktuellen SPIEGEL mit der Zeile "Stoppt Putin jetzt!" hat einige heftige Reaktionen ausgelöst - insbesondere in sozialen Netzwerken. Darunter waren auch organisiert auftretende, anonyme User, die schon seit Monaten jegliche Kritik an Russland mit einer Flut an Wortmeldungen in den Foren vieler Online-Medien kontern.
Ja. Schön, nicht? Das verlinkte "Editorial" (ich schreibs mal in Gänsefüßchen) reiht sich nahtlos ein in die "Berichterstattung" (dito) des "Nachrichtenmagazins" (dito); Propaganda pur. Putin, lesen wir da, sei ein "ruchloser" "Paria der Weltgemeinschaft", der zur "Rechenschaft gezogen" werden müsse. In dem Stil hetzt sich das durch mehrere Geschichten.

Ich erwähnte sicher schon mal, daß sich jeder "Journalist" nennen darf?

Die Qualität der Berichte und Recherche in diesem Blatt, über Dutzende von Seiten, ist bereits im Leitartikel exemplarisch erfaßt.
Niemand im Westen zweifelt noch ernsthaft daran, dass das Flugzeug mit einem Buk-Luftabwehrsystem abgeschossen wurde, das die Separatisten höchstwahrscheinlich aus Russland erhalten haben. Einer ihrer Anführer hat selbst zugegeben, dass sie über ein solches System verfügten, und die Indizienkette ist eindeutig.
43 Wörter, also alle 8,6 Wörter eine Falschbehauptung, Verdrehung, Unterstellung, Verzerrung.

Freitag, 11. Juli 2014

Krieg den Volkshochschulen!

Jopp. Die Frankfurter Rundschau listet mal ein paar Details, was das Freihandelsabkommen mit den Lauschnasen aus Übersee so alles für uns bringt. Nee, nicht Chlorhühnchen. Diesmal geht es um Verwerfungen im kulturellen Bereich Europas. Unter anderem sollen wohl die Volkshochschulen dran glauben, weil sie eine Konkurrenz zu den kommerziellen Weiterbildungsinstituten darstellen.

Ziemliche Schweineliste das und wert, verlinkt zu werden, auch wenn sich die Frankfurter, glaube ich, dem Leistungsschutzrecht angeschlossen hat.

Montag, 23. Juni 2014

Media Monday #156

Leerlauf, Ödnis, Zahnschmerzen. Ideale Stimmung für einen Media Monday.



  1. Der perfekte Film für einen Männerabend/Mädelsabend interessiert mich nicht. Derlei Veranstaltungen halte ich für schwachsinnig. Ich treffe mich mit Freunden, egal welchen Geschlechts. Perfekte Filme sind darüberhinaus sowieso eine Illusion.
  2. ________ soll ja ein toller Film sein, aber allein, dass ______ mitspielt, hält mich schon davon ab, ihn eines Blickes zu würdigen, weil ______ . Ich kann mich nicht erinnern, einen vielversprechenden Film aufgrund eines Schauspielers abgelehnt zu haben. Bei Til Schweiger würde ich eine Ausnahme machen, aber aus der Ecke kommen sowieso keine "tollen Filme". Abschreckender finde ich Regisseure wie Bay, den späten Spielberg, Nolan, Ratner, oder gar bestimmte Genres / Themen wie Superhelden oder Gardinenfilm. Da guck ich lieber der Wandfarbe beim Trocknen zu.
  3. Die WM ist im vollen Gange. Steht der Film- oder allgemeine Medienkonsum nun hinten an oder flieht ihr ganz bewusst in fremde Welten, um dem Fussball-Trubel zu entgehen? Oleee, ole, ole, oleeeeeee. Ole...
  4. Wenn schon historische Geschichte, dann aber bitte am liebsten aus der Epoche... Wieder nicht zu beantworten (und was ist "historische Geschichte"? ;)). Es gibt einige Epochen, die ich langweilig finde, aber als Historiker kann ich mich im Endeffekt doch für alles begeistern, wenn es denn korrekt ist. Da liegt der Hund zumeist begraben.
  5. Found-Footage-Filme nebst obligatorischem Kameragewackel habe ich schon im MM-144 als "nervigste Horrorfilm-Zutat" bezeichnet. Ist es immer noch. 
  6. Ui politisch. Die Behauptung der NATO-Propaganda, die Anti-Fracking-Aktivisten seien von Russland unterwandert, um Europa in Abhängigkeit zu halten, ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass wahrscheinlich nicht mal der Seibert das verbreiten kann, ohne in schallendes Gelächter auszubrechen.
  7. Zuletzt gelesen habe ich Terry Brooks' Wishsong of Shannara und das war entspannend , weil a) Kindheit und so, b) flotte, leichte Fantasy-Kost und c) in Englisch gefühlte viermillionemal besser als die grottige Übersetzung, die ich vor 30 Jahren gelesen habe.

Dienstag, 25. März 2014

Hirn raus zum Gebet

Wow, das muß man mal bringen: Quasi zum fünfzehnten Jahrestag des völkerrechtswidrigen Gemetzels der NATO im ehemaligen Jugoslawien verfällt Kriegsministerin von der Leyen endgültig in bellizistische Brachialrhetorik und die Hauptstadtjournalisten von der WELT träumen sich in den Panzerbären, mal nebenbei den Bündnisfall der NATO gegen Rußland fabulierend, als sei derartiges in irgendeiner Form angängig.

Für deutsche Kwahlitehtsschurnalisten steht der Iwan wohl schon wieder auf den Seelower Höhen.

Was ich jetzt schreibe, muß ich zensieren, aber es hatte mit der Größe einer Person im Angesicht der Zeiten zu tun. Ich lasse es aber besser. Anyway, die Aggressivität der NATO, insbesondere der Führungsmacht USA, hat seit dem Jugoslawienkrieg in anderen Kriegen weitere hunderttausende an zivilen Opfern gekostet, zumeist auf Grundlage von "Kriegsgründen", die es überhaupt nie gab. Im Lügen sind sie spitze.

Samstag, 15. März 2014

Und wir warten...

...auf den Sonntag der Volksabstimmung auf der Krim. Wird alles glattgehen? Wie wird die Entscheidung sein? Die Reaktionen? Die werden interessant, denn ungeachtet aller Einwände, die die G7-Staaten und andere vorbringen: Der Westen selbst hat - gegen den Widerstand Putins - bereits einen vergleichbaren Präzedenzfall im Kosovo geschaffen, der vom Internationalen Gerichtshof später abgesegnet wurde.

Das ist nicht so eindeutig, wie unsere Spin Doctors Politiker und Medien es darstellen.

Der komplette EU-Sanktionismus ist ja bekanntermaßen sowieso nur Darmwind. Russland pumpt um die 50 Mrd. in Cash jährlich in die EU, ist einer der wichtigsten Handelspartner und der vielleicht wichtigste Energielieferant. Über die Schiene wird gar nix laufen, was irgendeinen Effekt hat. Das muß jedem klar sein, egal, wie er die Lage in der Ukraine selbst beurteilt. Jede Sanktion trifft uns wahrscheinlich härter als Rußland.

Good Cop Bad Cop bedeutet nicht, daß der eine den anderen verdrischt und der Beschuldigte dabei zusieht.

Leider hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß die "Demokratien" des Westens auch andere Methoden verwenden außer wirtschaftlich-politisch-diplomatischen. False-Flag-Operationen, Destabilisierung und auch Mord sind fester, völkerrechtswidriger Teil des "demokratischen" Arsenals. In der Ukraine wurde das ja exemplarisch vorgeführt"Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Verschwörungspraxis."

Wird der Samstag ruhig bleiben? Oder doch False-Flag? Werden ganz plötzlich, und seien wir ehrlich, derzeit ohne Grund, ukrainische Militärinstallationen nahe der Krim aber nicht auf der Krim angegriffen werden? Von vorgeblichen "Russen"? Moskau hat zwar NIX mit so einer Aktion zu gewinnen, aber die bescheuerte Keine-Abzeichen-auf-der-Uniform-Nummer, die die Russen auf der Krim abgezogen haben, würde die Glaubwürdigkeit einer solchen Behauptung signifikant erhöhen, wenn man eben - wie in diesen Tagen üblich - Cui bono ausblendet.

Wenn die Demokraturen des Westens tatsächlich Aktionen planen: Wo würden Provokateure zuschlagen? Luhansk? Berdyansk? Oder weiter im Landesinneren? Melitopol?

Nur ein Gedankenspiel natürlich. Niemand kann so bescheuert sein, brennende Fackeln zu jonglieren, während wir alle bis zur Hüfte in Benzin stehen.

Oder?

P.S.: Letzten Dienstag auf'm ZDF "Die Anstalt" geguckt? Nein?! Nachholen! Noch haben die Kalkleisten, die auf den oberen Etagen des Senders vegetieren, nicht geschnallt, was sie da neuerdings versenden. Man achte mal auf das Publikum, gerade am Ende.

Freitag, 7. März 2014

Lügner!

Was ich unheimlich mutig fand, war, daß er sich in aller Öffentlichkeit traute, ein positives Wort über Russland zu sagen. Das ist ja heute fast schon verboten.
(Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D.)

Es war Florian Rötzer, der noch im letzten Jahr meinem Ekel Ausdruck verlieh, daß der Sturz eines Ski-Laien mit Inselbegabung zum Kreisfahren zu einer Stellungnahme der Bundesregierung führte. Der mediale Budenzauber, der dazu abgefackelt wurde, spottete jeder Beschreibung. Vielleicht konnte man es als solidarische Grußadresse der vielen Wachkomatösen in den deutschen Medien an ein Vorbild verstehen, aber Grußkarten und Blumen hätten es dann auch getan.

Andererseits; um wieviel besser kann man die Widerlichkeit, die Erbärmlichkeit noch demonstrieren, die in genau diesen, von uns allen bezahlten Medien herrscht? Wird schwer, wenn man z.B. liest, wie der Chef der Tagesschau, dem "seriösen" Nachrichtenmedium schlechthin, Dr. Kai Gniffke, das vieltägige Schuhmacher-Trommelfeuer seiner Irrenanstalt rechtfertigt.
Deshalb wäre es töricht von uns, wenn wir in diesen eher nachrichtenschwachen Tagen unsere Sendungen krampfhaft mit sogenannten B-Themen füllen würden. Dabei räume ich selbstverständlich ein, dass man das auch anders sehen kann, wenn man die Themen ausschließlich nach Relevanzkriterien auswählt. (...) Aber mein journalistischer Kompass sagt mir, dass er in eine Kategorie populärer Persönlichkeiten gehört, die eine umfangreiche Berichterstattung rechtfertigt, ohne dass wir damit Tagesschau-Grundsätze aufgeben.
"Nachrichtenschwache Tage" soso. "B-Themen" aha. "Journalistischer Kompaß" ein Brüller. Was war denn so ein typisches "B-Thema" an diesen "nachrichtenschwachen Tagen"? Na, die Bombenanschläge von Wolgograd beispielsweise. Aber hey, das war'n ja nur tote Russen, nicht wahr? Wer zählt die schon?

Man beachte auch, daß im ganzen Text das Wort "Integrität" nicht auftaucht. Wäre ja auch fehl am Platze.