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Donnerstag, 10. September 2015

Red vs. Blue III - Die Entscheidung

(Teil I hier und Teil II hier.)

An eine RSP-Einsteigerbox müssen andere Kriterien angelegt werden, als an andere Rollenspielartikel. Sie birgt für vollkommen Unbeleckte die Schwelle zu einem arkanen Hobby, das sich als "Spiel" bezeichnet, dabei aber mit den meisten Konventionen von (Brett)Spiel bricht und tatsächlich sowas wie Arbeit und Aufmerksamkeit vom Konsumenten erfordert. Damit diese Schwelle auch überquert wird und nicht abschreckt, muß eine solche Box verdammt viel richtig machen.

"Originalität" ist dabei ganz außen vor, weswegen ich auch nichts negatives über das Setting gesagt habe in dieser Besprechung und auch nichts sagen werde.

Die Entscheidung - Red vs. Blue

Red Box war das (fast) perfekte Produkt zur perfekten Zeit. Sie vermittelt ihren Stoff auf spannend-spielerische Art. Daß man mit ihr alleine ohne Hilfe wirklich Rollenspiel "erlernen" kann, war die grundlegende Voraussetzung für ihren Erfolg in der prä-digitalen Welt. Mit ihr konnte das Medium RSP die entlegensten Dörfer erreichen und dort beginnen sich auszubreiten, ohne daß erfahrene Hilfe dazu nötig war.

Letzt hab ich mir die Haare in den Fliegenfänger geschüttelt. Klebte wie die Hölle. Ruhe bewahrt, gegoogled und den entscheidenden Tip bekommen (Öl). Heute muß in der ersten Welt niemand mehr etwas nur aus einer Box lernen. Das Wissen der Welt steht uns auf Wischen zur Verfügung.

Freitag, 4. September 2015

Red vs. Blue II

Dies ist der zweite Teil der Besprechung der Splittermond-Einsteiger-Box. Der erste Teil findet sich hier.

Runde 3 - Charaktererschaffung

Hier ist ein direkter Vergleich natürlich nicht möglich. Das einfache D&D-Red erlaubt den Charakterbau selbst für blutigste Anfänger in ca. 15 Minuten. Roll 3d6 in order, such Dir Deine Klasse aus, notiere Dir allfällige Spezialfertigkeiten, ggf. auch Zaubersprüche und kauf Dir Ausrüstung.

Das kann das Blaue nicht leisten, das soll das Blaue nicht leisten. Es ist ein komplexeres, moderneres System. Trotzdem ist es für eine Einsteigerbox existentiell, den Prozeß überschaubar zu halten.

Die Erschaffungsregeln kommen in einem eigenen Heft von 30 Seiten daher. Sie erfolgt in sieben Schritten und ist weitgehend paketorientiert. Nur an zwei Stellen sind freie Punktevergaben möglich. Gegenüber dem "Vollspiel" fällt auf, daß der Prozeß verkürzt wurde. Es fallen vor allem die Schritte raus, die mich stören, namentlich "Herkunft" und "Ressourcen". Sehr gut.

Ganz ohne Verweise auf das eigentliche Regelbuch der Box kommt das Büchlein nicht aus. Die Paketbauweise hingegen ist auch für Anfänger geeignet. Die Auswahl an Kulturen, Rassen und Ausbildungen erlaubt eine hinreichend differenzierte Charakterwahl.

Die Erschaffungsregeln sind für ein so komplexes Regelwerk recht überschaubar und flott. Aber kein Anfänger wird einen tauglichen Charakter bauen können, ohne zumindest mal in das Spiel reingeschnuppert zu haben. Hier liegt Splittermond hinter D&D, dessen systemimmanenter Kompetenzschutz "Fehlbauten" fast vollständig verhindern kann. Die Paketbauweise versucht das zwar auch, aber die freien Punktverteilungen bei Attributen und Fertigkeiten können zu argen Problemen führen.

Splittermond gleicht dieses Manko jedoch aus, in dem es schön gestaltete Charaktere zum direkten Losspielen in die Box gepackt hat.

Die Runde gewinnt keiner, beide erhalten je einen Punkt, weil sie ihre Aufgabe innerhalb ihrer unterschiedlichen Rahmenbedingungen optimal lösen.

Blau 2 vs. Rot 2

Donnerstag, 3. September 2015

Red vs. Blue I

Jetzt habe ich also endlich Zeit, mich etwas intensiver um die Einsteigerbox von Splittermond zu kümmern. Nein, ich war nicht nett zum Penatenspiel in der Vergangenheit - das GRW wurde von mir als "entschlossen mittelmäßig" bezeichnet, das Promomaterial versuchte mich durch betonte Einfallslosigkeit zu bestechen, und die Abenteuer, die ich bisher goutierte, entsetzten durch ihre Altlasten. Was blieb mir denn neben altväterlicher Strenge, die auch lobte, wo es zu loben gab?

Aber die Einsteigerbox hab ich gehyped. Jetzt also ist es an der Zeit, sie auf Herz und Nieren zu prüfen. Aber nicht in einer einfachen Rezi, nein, wir schicken die Blue Box in einen Kampf über mehrere Runden, um zu sehen, was sie aushält.

Ooooooooooooh. Ich kann nicht hinsehn. Ich tus trotzdem. Das MUSS weh getan haben, das Gelenk hat man sogar hier in der Sprecherkabine krachen hören. Die Star Wars Box schleppt sich aus dem Ring. Sie sieht NOCH nutzloser aus als zuvor.

Mentzers Red Box geht zurück in die rechte Ecke, seit mehr als 30 Jahren ungeschlagener Meister aller Basisboxen. Die meisten ihrer Gegner sind nur noch Schatten der Vergangenheit. Sie aber steht.

Und da ist ein neuer Herausforderer. Klein. Blau. Deutsch. Er sieht furchtlos aus. Tja, er weiß nicht, was ihn da erwartet. Meine Damen und Herren, SPLITTERMOND wirft den Handschuh in den Ring. Der Gong tönt zum "Ring frei" und es beginnt.

Dienstag, 9. Juni 2015

Krähenwasser - Das Einsteigerabenteuer des Blauen Auges

Endlich mal dazu gekommen, das Geheimnis des Krähenwassers, das Einsteigermodulabenteuer von Splittermond genauer zu lesen. Vielleicht schließt sich ein kleines Testspiel am kommenden WE an (dann aber ganz sicher mit anderen Regeln).

In Kürze

Das Geheimnis des Krähenwassers
Einsteigerabenteuer für Splittermond
von Tobias Hamelmann
Uhrwerk-Verlag, PDF mit 69 Seiten, EU 7,50
Note: Noch gut (2-)

Insgesamt ein schönes Abenteuer, das detailliert zu besprechen sich lohnt. Vorher aber eine Klarstellung. Einen meßbaren Unterschied zu vergleichbaren DSA-Publikationen konnte ich nicht finden, ohne daß dies eine Wertung darstellen würde. Es ist einfach so und das will ich später auch näher erläutern.

Ach ja: Spoiler-Alert.

Sonntag, 15. Februar 2015

Die Verlagsfalle

Die Teilzeithelden haben gerade die Ergebnisse ihrer großen Weihnachtsumfrage veröffentlicht. Ein großartiger Anlaß, um mal über Pelletöfen zu sprechen. Meiner brummt hinter mir zufrieden und wärmt das Haus. In ihm arbeitet das bereits vierte Steuergerät, hab ich gerade eingebaut. Die Scheißdinger - Materialwert vielleicht zwanzig Euro - kosten 249,-- das Stück.

Sie halten bei mir (und vielen anderen, weiß ich aus entsprechenden Hilfeforen) bis kurz nach Ablauf der Garantie. Es handelt sich dabei um die zweite Generation Steuereinheiten - die erste Generation gab zuweilen noch während der Garantiezeit ihren Geist auf, und das ist ja nicht im Sinne des Herstellers.

Geplante Obsoleszenz, seit 80 Jahren Herz, Rückgrat, Seele und schamhaft verschwiegenes "Geheimnis" unserer Wirtschaftsordnung. Konsumismus benötigt den Verschleiß für den Wachstumsfetisch, der auch dieser Tage wieder durch unsere "Nachrichten" geistert.

Und hier schlagen wir den Bogen zu den Teilzeithelden. Im Abschnitt "Trends" zeigt sich, daß die Masse der Spieler weder viele Systeme parallel spielt, noch nach neuen Editionen giert. Das Hobby "Rollenspiel" verweigert sich der konsumistischen Logik unserer Wirtschaftsordnung. "Neuigkeiten" in unserem Bereich sind nicht zwangsweise Verbesserungen, wie es z.B. der Einbau eines Airbags in Kfz ist.

Freitag, 28. November 2014

Wildes Waldemser Wunderland

Ich gestehe, ich lese Nandurion. Fast täglich. Es ist einfach der Ort für DSA-News, und man will ja auf dem Laufenden sein. Heute erfahren, daß die Splitterträger-Kampagne oder wie das Ding heißt nicht beendet werden wird, was an sich schon für Spieler, Fans, aber auch Sammler eine Zumutung ist, und dabei diese Perle aufgelesen:
Das Abenteuer zu verschieben, ist laut Ulisses deshalb keine gute Idee, weil die Splitterdämmerung mit DSA4 abgeschlossen werden soll und weil ein späterer Veröffentlichungstermin für die Kampagnenplanung und die fortlaufende Geschichte unpassend wäre. Der Versuch, das Abenteuer als DSA5 Produkt zu veröffentlichen, würde aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche relevante Regeln erst noch entwickelt werden müsste, bedeuten, dass das Abenteuer erst in zwei Jahren oder später erscheinen könnte.
(Hervorhebung von mir.) Bullshit. Das ist reiner Bullshit. Oh liebe Redax und was für ein Bullshit. Laut Verlag soll das Regelwerk bis Mai 2015 vorliegen, d.h. spätestens bis März / April muß eine fertige Version für einen Modulentwickler Autoren verfügbar sein. Bis dahin könnte schon auf Basis der bestehenden Infos wohl gearbeitet werden.

Der Konvertierungsaufwand beträgt schwerlich zwei Jahre, die Systeme sind sich sehr ähnlich und am Abenteuer selbst muß ja wohl nix geändert werden. Selbst wenn das Projekt derzeit bei Null stünde - was ich mir kaum vorstellen kann nach dem Vorlauf, zumindest eine Outline und ein Treatment dürften ja wohl existieren - ist das in deutlich weniger Zeit zu stemmen.

Sowas ist als Ansage einfach dreist. Die Ursache für die Probleme sind scheinbar extern, da kann die Redax nix für, aber bei Problemen einfach einen Ausfall zu verkünden und quasi als "alternativlos" darzustellen, das ist unverschämt. Das ist doch wieder so ein ~ 164-Seiten-HC, also um die 90.000 bis 120.000 Wörter. Alles, was ein Entwickler Autor braucht, um ein festgefahrenes Projekt dieser Art wieder flottzukriegen:
  1. Einen anständig dotierten Vertrag.
  2. Einen Bandredakteur mit solidem Wissen in den abseitigeren Ecken aventurischer Geschichte und einem installierten Skype. Regelkenntnis ein nettes Extra. Keine Voraussetzung.
  3. Das komplette Material, das bislang zum Projekt existiert.
  4. Den jeweils neuesten Stand der Regeln.
Unter den Bedingungen kann dann - je nachdem wieviel schon existiert (angekündigt 2013 oder so?) - ein Manuskript bis zum Sommer 2015 in einem getesteten (!) Zustand für das Lektorat eingereicht werden. Oder man könnte die Alveraniare ranlassen, die ja schon am einleitenden In der Esse des feurigen Vaters werkeln.

Och nö. Wir sagen ab.

Addendum:

Bevor der Eindruck entsteht, ich nähme so ein Projekt auf die leichte Schulter. Nein, das ist eine Riesenaufgabe, gerade in so einem komplexen Setting, und sie verlangt absolute Hingabe und Fleiß. Alles, was ich sage ist: Mit den richtigen Hilfestellungen und einem Anreiz kann das noch gepackt werden. Man muß es halt wollen.

Montag, 4. August 2014

Ein harter Blick auf die Wirklichkeit oder das Schweigen der Schwarzen Boxen

Gestern habe ich gegen die westlichen Medien aber auch die westlichen Politiker polemisiert, die das Klima in Europa vergiften und den Eindruck erwecken, ihnen sei auch ein Krieg in der Ukraine recht, um...

Ja, um was eigentlich? Ich verstehe die russische Interessenlage, die versucht, eine Umkreisung durch die NATO zu verhindern. Ich verstehe nicht die NATO-Staaten, die unter Führung der USA diese Einkreisung betreiben und ich verstehe auch nicht, warum wir einen weiteren Failed State in der EU haben wollen. Wirklich wegen dem bißchen Gas in der Ostukraine? Oder geht es tatsächlich um die geostrategische Umfassung, schlagen doch jetzt auch wieder Armenien und Aserbaidschan aufeinander ein.

Ich habe jedenfalls keine Ahnung. Die Bemerkung des Papstes, der Kapitalismus benötige wie jedes Imperium eben Kriege, kann kaum eine Erklärung für das Zündeln im Herzen Mittel-Ost-Europas bieten

Sine irat et studio... nihil nec offensae nec gratiae dabitur. Ich habe mein Gift schon verspritzt, ich bin ganz ruhig.

Fakten 

Vielleicht hilft eine Betrachtung der Ereignisse rund um Flug MH-17. Fakten sind dünn gesät, Desinformation von allen (!) Seiten sprießt umso reichlicher. Fakt: Um 16:20 ukrainischer Ortszeit (13:20 MEZ) wird die Boeing über der Ost-Ukraine abgeschossen. Die erste Meldung über einen Abschuß geht ungefähr vier Stunden später über die Ticker (17.25 MEZ). Die russische Nachrichtenagentur Interfax ist die erste, die von einem "Abschuß" berichtet.

Darauf dürften wir uns alle einigen können. Alles andere... nun, die Wahrheit, im Flusse sie ist. (Noch nicht mal diese initiale Aussage wird von allen Menschen geteilt. Dazu später mehr.)

Das Schweigen der Schwarzen Boxen.

Tagelang beherrschten sie die Schlagzeilen, die "Black Boxes" abgeschossenen MH 17. Geargwöhnt, nein, fast als Faktum hingestellt wurde, daß die Rebellen die Boxen manipulieren oder nach Rußland bringen könnten / würden. Schließlich gelangten die Boxen - mit Hilfe der Rebellen übrigens - zur Auswertung nach England, zum Air Accidents Investigation Branch. Das ist laut BBC einer von zwei Plätzen in Europa, wo man in der Lage ist, diese Boxen korrekt auszuwerten, die andere Stelle ist Paris. Soweit zu Manipulationsmöglichkeiten durch die Rebellen.

Die britischen Experten fanden keine Spuren einer Manipulation und bescheinigten den Boxen brauchbaren Zustand. In 24 Stunden könne man die Infos haben, auf die die ganze Welt warte. Das war am 25. Juli.

Seitdem herrscht dröhnendes Schweigen und niemand fragt nach. Es ist, als seien die Black Boxes von Flug MH 17 aus der Wirklichkeit verschwunden.

Ein weiteres, vielleicht entscheidendes Beweismittel ist auch noch nicht vorgelegt worden: Die Gespräche zwischen Luftüberwachung und den Piloten von MH-17 werden von Kiew weiterhin nicht herausgegeben. Warum? Leider wird auch das von den "seriösen" Medien nicht verfolgt.

Freitag, 1. August 2014

Meine Begegnung mit... Splittermond

Am I Blue?
Derzeit kann man für kleines oder gar kein Geld hochgezüchtete Schwergewichte an Regelwerken erstehen. Findet zwar nicht jeder toll, aber auch Splittermond ist kostenlos zu haben. Also gezogen, den ausfüllbaren Charakterbogen gleich dazu, und mal schauen, wie lange ich brauche um einen tischfertigen Charakter zu erstellen. Schlimmer als die vier Stunden bei Shadowrun wird es ja hoffentlich nicht werden. Ich will vor fünf ins Bett.

Entgegen der Annahme riecht das Grundregelwerk nicht nach Nivea oder Penatencreme. Auch das Coverbild von Florian Stilz im Wayne-Reynolds-Modus war nur für kurze Zeit das generischste aller Zeiten, dann haben die Homeriker ihr Coverbild für DSA 5 vorgestellt (Wau. Was ist da wohl die Tagline? "Der Langeweile verpflichtet?"). 350 Seiten ist der Wälzer schwer, was sich mittlerweile wohl nur noch als mittlerer Umfang bezeichnen läßt.

Na denn: Vorwort, jaja, dann als eigentliche Einleitung den Lorakis-Teaser, der auch schon im ersten Schnellstarter war. Das ist, mMn, der beste Text zu Lorakis im gesamten Settingmaterial. Weder Stimmung noch Sense of Wonder dieser paar Absätze werden vom Setting geliefert. Dann folgen Anmerkungen zum Wesen des Rollenspieles, die überblättere ich, wobei ich das Spielbeispiel ungewöhnlich gellungen finde: Es stellt Handlungen am Spieltisch den Ereignissen in der virtuellen Welt gegenüber. Schön. Erstes kleines Pluspünktchen. Ist vermerkt.

Es folgen die Grundregeln und die Erläuterungen zum Charakter. Acht Attribute und acht abgeleitete Werte, das Wundsystem, das Fokussystem, Widerstandswerte... Lustigerweise findet sich da viel aus meiner eigenen Création, wenn auch weniger simpel, so daß ich das einfach so beim Runterlesen verstehe. Was Regeln angeht ticke ich sehr ähnlich wie die Mondkälber. Jetzt folgen Erläuterungen zur Probe. Hier fällt auf, daß auch Splittermond unterschiedliche Arten kennt Proben anzugehen: Standard, Risiko und auf Nummer Sicher. Ist seit zwei, drei Jahren ziemlich en vogue.

Donnerstag, 6. März 2014

Dreckig, dreckiger, am dreckigsten

9gag.com
Ging schon Mittwochmorgen über fefe: Eine Meldung von RT darüber, daß die Scharfschützen auf dem Maidan in Kiew nach Ansicht des estonischen Außenministers von der Koalition, die jetzt die Macht übernommen hat, beauftragt wurden. Angeblich seien die Führer des Maidan somit für die Toten auf beiden Seiten verantwortlich, sagte der Außen zu Lady Ashcroft, der Frau die irgendwie als Außenministerin oder so der EU fungiert (ich hab den Status nicht ganz verstanden). Im Wortlaut:

„[Dr.] Olga Bogomolez, die die Verletzten auf dem Maidan behandelt hatte, informierte mich über Scharfschützen, die Menschen in Kiew töteten. Ihr zufolge deuten alle Indizien darauf, daß Polizisten und Demonstranten, Menschen auf beiden Seiten von ein und denselben Scharfschützen erschossen wurden.
(...)
Es macht mir Sorgen, daß die neue Koalition nicht gewillt ist, die Umstände dieser Taten zu klären. Somit wird der Verdacht erhärtet, daß hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch, sondern jemand aus der Koalition gestanden hat.“

Die Echtheit des Gesprächs ist mittlerweile offiziell vom Ministerium bestätigt. Ach ja: Spiegel nix, Welt nix, auf tagesschau.de nix, in ZDF-heute war auch nix. Warum auch? Ist ja bestimmt nicht berichtenswert.

Die Todesschüsse auf dem Maidan fielen, nachdem die EU mühsam einen Kompromiß ausgehandelt hatte, der eine friedliche Übergangslösung hätte ermöglichen können, so eine mit Wahlen und Ausdruck des Volkswillens und diesem Kram.

Dann beginnen die Scharfschützenmorde, alles versinkt in Terror. In Kiew übernimmt dieser undurchsichtige Oligarch und Ex-Banker die Regierung, nachdem - wie der estische Außenminister die Gerüchte wiedergab - etliche Abgeordnete, die ihn schließlich wählen, vorher in nächtlichen Besuchen von, sagen wir, Sympathisanten der faschistischen "Swoboda" über den Irrtum ihrer bisherigen Haltung informiert wurden. Und über Schmerzempfinden, falls nötig. Die reguläre Polizei wird abgelöst bzw. "unterstützt" von proto-faschistischen Milizen. Irgendwo dazwischen irren ein Boxer und die freigelassene "Freiheitsikone" Timoschenko über die politische Bühne.

Wem nutzt sowas? Cui bono?



Es riecht nach George Soros, der jetzt auch wieder die Propagandatrommel in großen europäischen Medien rührt (z.B. Süddeutsche (nicht verlinkt wegen Leistungsschutzrecht) und Guardian), dessen Verwicklung über seine Stiftung in diverse "Volksaufstände" in der Vergangenheit schon Anlaß zu kritischem Hinterfragen gegeben hätte, wären unsere Medien eben keine Systemmedien.

Eine Bande skrupelloser und bewaffneter Putschisten hat die Bemühungen der besonneneren Kräfte innerhalb der EU um einen friedlichen Wandel mit Gewalt hintertrieben und eine Machtübernahme mit Legalitätsanstrich durchgesetzt. Die einzigen, die an diesem Szenario Interesse haben können, sind die USA, die keine direkten wirtschaftlichen Ziele in der Region verfolgen, sondern geostrategisch eine Destabilisierung und Einkesselung Rußlands wollen, ein Wunsch, den einige Falken in der EU wohl teilen. Eine Flanke ist natürlich der Raketenschild, der nur gegen Rußland gerichtet sein kann, und jetzt der Versuch, die russische Marine vom Schwarzen Meer abzuschneiden. Putin reagiert mit militärischer Logik und sichert die Krim, völkerrechtswidrig. Aber an sowas haben uns ja die Amis nun wirklich gewöhnt.

Heiß wird es jetzt, da die Ukraine im Laufe des Mittwochs das NATO-Beitrittsgesuch auf den Weg gebracht hat. Was sagen eigentlich die NATO-Statuten, falls es zum Beitritt kommt? Ist die Krim dann der "Verteidigungsfall"?

Addendum:

Heute geht es dann auch mal langsam in die Medien, mit 24 Stunden Verspätung. Es wird nicht übersichtlicher. Der estonische Außenminister Paet dementiert, einen Verdacht gegen die Opposition geäußert zu haben (da haben wir allerdings das Gegenteil auf BAND). Die von Paet zitiert Ärztin Bogomolez wiederum dementiert, das gesagt zu haben, was Paet an Ashton berichtete, laut der Sueddeutschen (leider kein Link, Leistungsschutzrecht).

Wird nicht klarer.

Donnerstag, 19. September 2013

TSR-Klassiker: I6 Ravenloft


Der Tisch steht noch in der hinteren Ecke des Ladens. Das Geschäft hat schon mehrfach den Besitzer gewechselt, die Rollenspielartikel mußten zum größten Teil Platz machen für Comics, Trading Cards und Dinge, mit denen sich ungeschickte Menschen beim Jonglieren oder Tischzaubern blamieren können, wobei sie Bekannte und Familie zum Zusehen zwingen.

Aber es gibt hier immer noch D&D, und ich schaue jedes Mal in die hintere Ecke des Ladens. Der Tisch steht noch da. Manchmal berühre ich die Platte mit den Fingerspitzen.

Schreie. Stöhnen. Das Klackern von Würfeln. Fäuste, die auf den Tisch knallen. Nur ein Echo der Vergangenheit. Aber ich höre sie.
Total Party Wipe Out.
Wie Du es Dir nicht vorstellen kannst.

Es ist fast 30 Jahre her, aber der Geruch nach Angst und Verzweiflung, so scheint mir, hängt noch in der Wand links des Tisches. Hier geschah es, 1985. Drei Spieler, ein Spielleiter, sechs Spielercharaktere der Stufe 5. Von letzteren kam keiner durch, selbst Andors Licht fiel am Ende in die Dunkelheit. Ich denke, ihre Seelen irrlichtern noch heute durch die Katakomben des Schlosses und beklagen die Qualen der Hölle, die in ihren nun blutgierigen Leibern brennt.

Welcome to Ravenloft.

(Spoilers ahead! (Echt?) Bitte an meine Spieler - nicht Weiterlesen. Vielleicht leite ich es mal wieder.)

Mittwoch, 17. Juli 2013

TSR-Klassiker: B2 Die Festung im Grenzland (Zweiter Anlauf)


(Sorry für all die, die den Post letzte Woche aufrufen wollten. Hatte nicht gemerkt, daß ich "Publish" statt "Save" gedrückt hatte, und als ich vom Kaffeekochen wiederkam, hatte RSP-Blogs den Artikel schon aufgenommen.)

Heute steht also die Die Festung im Grenzland auf dem Menu, das vielleicht meistverkaufte und meistgespielte Modul aller Zeiten, mit einer Gesamtauflage von geschätzt 1,5 Millionen (Quelle) und geschrieben von Gary Gygax selbst. Es erschien ursprünglich 1979 für das Holmes-Basic-Set und sollte neue Spieler einführen. Von 1979 bis 1983 lag es den Basic-Sets bei.

Die Zielgruppe des geboxten D&D war klar: Jünger sollte sie sein, das Set sollte im Spielwarenhandel angeboten werden können. Holmes-D&D war der Schritt aus dem Geek-Ghetto hinaus zu den Kindern und Jugendlichen, die bisher mit dem Hobby noch nicht in Kontakt gekommen waren.
The booklet explained the game's concepts and method of play in terms that made it accessible to new players ages twelve and above who might not be familiar with tabletop miniatures wargaming. (Quelle)
Das Abenteuer (Warnung: Spoiler ahead)
You now move up a narrow, rocky track. A sheer wall of natural stone is on your left, the path falling away to a steep cliff on the right. There is a small widening ahead, where the main gate to the KEEP is. The blue-clad men-at-arms who guard the entrance shout at you to give your names and state your business. All along the wall you see curious faces peering down at you  - eager to welcome new champions of Law, but ready with crossbow and pole arm* to give another sort of welcome to enemies.
Es ist im üblichen B-Modul-Format, 32 Seiten, Klammerbindung, Umschlag, der als Schirm dienen kann. Als explizit sich an Einsteiger wendendes Modul nimmt das eigentliche Abenteuer nur begrenzten Raum ein, viel wird für SL-Tipps und Tabellen verwendet. Die drei oder so Illus im Text sind... naja.

Dienstag, 9. Juli 2013

TSR-Klassiker: B4 The Lost City - Die Vergessene Stadt

Scan: Olav Riediger
Ja, es hat ein bißchen gedauert, einfach weil sich vieles setzen muß, will man dieses Ungetüm auf schmalen 32 Seiten weder nostalgisch verklären, noch es einfach aufgrund seiner archaischen Golden-Age-Struktur modernistisch verdammen. The Lost City, das erste B-Modul für das damals (1982) neue Moldvay Basic-Set ist eines von drei Modulen, die Moldvay kurz hintereinander geschrieben hat, und die allesamt heute zu den Klassikern gehören: The Isle of Dread, Castle Amber und eben The Lost City.

Warning: Spoilers ahead. 

Das Abenteuer
Lost in the desert! The only hope for survival lies in a ruined city rising out of the sands. Food, water, and wealth await heroic adventurers inside an ancient pyramid ruled by a strange race of masked beings. 

Dienstag, 4. Juni 2013

Es ist sehr blau

Splittermondlogo

Jo, da ist es vor mir und ist recht blau, der Stein des Anstoßes, der Grund zur Vorfreude. Das Splittermond Einsteigerheft. Über das Cover wurde ja schon genug geätzt, über einige Faux-Pas der Macher im Vorfeld ebenfalls, also lassen wir das mal außen vor. Die Innenillus sind okay, treffen aber meinen Geschmack eher nicht, die Karte ist hübsch aber ziemlich nutzlos. Ansonsten ist es wirklich sehr blau.

Beginnen wir mit dem Vorwort. Dieses hier ergibt Sinn, denn es wird auf den Betastatus der Regeln hingewiesen. Angenehm: Die Entwickler von Splittermond siezen den Leser. Da ist mein Geschmack zwar Minorität, aber offenkundig hat man sich hier der DSA-Tradition angeschlossen. Es folgt ein kurzer (!!!) Abschnitt Fluff über das Zerbersten des Mondes über der Welt Lorakis. Schöner Mood-Setter und "Lorakis", das hat Klang, das erinnert mich an was. A beginning is a very delicate time. Danach noch der obligate "Was ist RSP" Abschnitt für absolute Anfänger mit dem ebenso obligaten Beispiel. Mmmh. Das überles ich mal.

Samstag, 2. März 2013

Natürlich kann ichs nicht besser...

....ich würd's aber auch nicht tun, bevor ich den Mißstand behoben habe. Das vorneweg. Weisheit bedeutet auch das Wissen um die eigenen Grenzen, und wie man sie erweitert.

Kein Mensch verlangt von einem Rollenspieldesigner, pardon, Deutschland, ganz vergessen, von einem Rollenspielautoren, von der Kamera geliebt zu werden oder geschliffen in die Linse phrasieren zu können. Keiner. Ich wiederum verlange nur: Falls derartige Mängel bestehen, tritt erst gar nicht vor die Kamera.

Ich schaue mir deswegen Video-News irgendwelcher Hobby-Podcasts nur ungern an, denn ungeachtet ihrer oft hohen Info-Dichte, ist das qualvoll. Da sind Menschen zu sehen, die sich sichtlich unwohl fühlen, deren gepreßte Atmung ihre sicherlich sonst angenehmen Stimmen verzerrt, und deren Nervosität bei mir physisches Unbehagen auslöst.

Normalerweise lese ich lieber, was in solchen Podcasts drin ist, auf Blogseiten nach, deren Autoren wohl nicht so empfindlich sind wie ich. Leider treffe ich dann gelegentlich auf empörte Beiträge wie diesen zum neuen Rollenspiel Märchenmond Splittermond vom Uhrwerkverlag. Das Tier ist nicht begeistert. Kann ich jetzt so nicht glauben, was da geschrien wird, selbst wenn Thomas Römer dabei ist, der "Schwarze Geist von DSA", wie ihn einige meiner Generation erinnern. Also muß ich es selbst gucken.

Was soll ich sagen? Die Möwe hat recht.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

"I know you. You are not real."

Die beste Inspiration fürs Entwickeln von Texten und/oder Modulen ist das Leben. Nichts ist besser als Ausgangspunkt für die Phantasie als ein großes WTF mit einem Fragezeichen. Daher guck ich so gerne Dokus: Sie bieten einen sauberen Faktencheck, und darauf kann man aufsetzen, solange man nicht die Narrative der Filmer übernimmt. Schön offen bleiben, Fakten nehmen, Rückschlüsse ignorieren.

Prima Material, um visuelle Handouts zusammenzuschneiden, hat man dann noch dazu.

Nehmen wir die BBC-Doku Madness in the Fast Lane. Zunächst dachte ich, es sei ein Hoax, denn es wirkte teils wie für die Kamera gemacht, aber es ist keiner. Es war wirklich nur zufällig eine BBC-Crew mit den Streifenhörnchen auf Patrouille.

Darum gehts: Ein schwedisches Zwillingspaar wirft sich wiederholt auf den Fahrstreifen der Autobahn, eine wird von einem 40-Tonner überrollt (!), sie überleben. DIe Polizei kassiert sie ein, läßt die eine ein paar Stunden später (vollkommen gesund, obwohl sie die Front eines PKW zerschmettert hat) laufen, und die bringt schließlich eine Zufallsbekanntschaft um. Ein grazil-verstörender Tanz voll Paranoia und offener Fragen. (Vorsicht: drastische Bilder).

Dienstag, 7. August 2012

Treffen sich Hermann Hesse und Carl Gustav Jung auf meinem Katzenklo...

Annakin, wie Luke, mit vier Monaten
Wenn etwas meine, in den 80er Jahren aufgewachsene Generation einte (neben textilen Scheußlichkeiten), dann war es ein zivilisationskritischer Kulturpessimismus (zumindest in vager, subliminaler Form). Wir sind aufgewachsen im Schatten des Atompilzes. Die Ozonschicht wurde zerstört von Haarspray, und das war in den Achtzigern ein echtes moralisches Dilemma. Der saure Regen fraß unsere Wälder und bullige Kanadier verrichteten Grausamkeiten an quiekenden Robbenbabies zur Hauptsendezeit. Ich danke Monitor für diesen Alptraum meiner Jugend. Und kann bitte mal jemand an die Wale denken?

Kafka las man gerne, dessen labyrinthe Vorstellungswelt so sehr mit unseren Erfahrungen übereinzustimmen schien (Boy, were we wrong!). Hesse, Hermann Karl Hesse, las man auch gerne. Warum ist ja klar (Stichwort "zivilisationskritischer Kulturpessimismus"). Ich konnte (und kann) Hesse nicht ausstehen, larmoyante Befindlichkeiten, die in ihrer eigenen Banalität ersaufen, dabei kaum die Sehnsucht nach "Führung" oder zumindest "Anleitung" verhehlend, was einen aufrechten AntiFaler wie mich natürlich abstieß.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Werkzeugkiste III

Klick mich. Ich bin eine Visualisierung.
Jaja, ich weiß, ziemlich tot hier. Das wird während der EM wahrscheinlich auch noch so bleiben, aber heute sind nur langweilige Spiele, also kann ich mal wieder.

Über das geniale DM-Tool bei Neverwinter Nights habe ich ja schon im Rahmen des Karnevals geblogged. Für PnP-Spieler ohne Interesse an NWN wirklich genial ist jedoch: Du brauchst niemals wieder teure floor tiles zu kaufen, wenn Du NWN hast. Ganz gar nie. Mit dem Werkzeugset kannst Du schnell und einfach schicke, sogar ausgeleuchtete Tiles für Dein Tischrollenspiel erstellen. Das Beispiel hier kann man anklicken.

Erstellt ist das kinderleicht: Das Toolset gestartet, aus den Dutzenden an Regionen die passende ausgewählt (das hier ist "Sewer", aber es gibt Dungeons, Festungen, Städte, Dörfer, Keller, Wildnis, Wald...) und mit den Tiles gearbeitet. Das sind quasi Bildstempel mit Teilen der Geographie (z.B. die Treppe rechts oben).

Sonntag, 15. April 2012

DDR: It's alive! It's alive!

EDIT:/ LINK FIXED. SORRY! (Danke TeichDragon)

So, noch etwas nachgeschraubt, und der Mutant ist fertig. Es ist ein DSA-1-Mod mit einem (stark abgespeckten) Mod des Magie-Systems von DSA 2. AAS ist weitgehend draußen, da es sich tatsächlich als Design-Sackgasse erwiesen hat. Zu finden ist der Download hier, inkl. Dokument der Stärke. Dies ist kein Vollprodukt.

Zum Verwenden notwendig sind ist das Buch der Regeln I aus der Box von 1984 und das Buch der Elfmal Elf Zauber aus der Box Die Magie des Schwarzen Auges von 1989. Das Setting ist auf dem Stand des Heftes Völker, Mythen, Kreaturen aus dem Ausbauspiel von 1985, ersatzweise geht auch Das Land des Schwarzen Auges aus der gleichnamigen Box von 1990.

Ein Abenteuer für diese Regeln stelle ich wahrscheinlich Mitte Mai hier in den Blog, wenn das entsprechende Testspiel durch ist.

Donnerstag, 5. April 2012

Geht's noch DSA?!

Wo ich gerade das Haßmützchen auf dem Querschädel habe: Unser heutiger Tool-Time-Gruß geht an die Redax von DSA. Habe heute zum erstenmal den Quickstarter Wege nach Aventurien durchgeschmökert.

Seid Ihr eigentlich komplett durchgeknallt?! Das ist schädigend fürs Hobby. Wer das in Händen hält und noch nie was mit RSP zu tun hatte, der fühlt sich verarscht und zwar gewaltig.

Guckt euch die erste Seite an. Eine Karte ("Every adventure begins with a map") und drei Coverabbildungen, von denen schon mal zwei Spektaktel versprechen (das vom Basisbuch stellt zumindest noch handfeste Abenteurer dar). Dann kommen Sätze voll Verheißung wie:
Sie schlüpfen in die Rolle eines Helden und können sich selbst aussuchen, ob Sie eine edle Ritterin sein wollen oder ein machtvoller Zauberer, eine verschlagene Streunerin oder ein geheimnisvoller Elf.
Geil. So soll das. Gut die anschließende altväterliche Präsentation altbackener Regeln ignorieren wir ebenso wie die Tatsache, daß die Beispiel-SC lausige Werte haben (und irgendwie teilweise unheldisch wirken. Heiler? Gaukler?)

Wir wollen das Abenteuer. Wir sind "Helden". Hat man uns versprochen. Wir wollen "Heldisches" tun wie z.B.
Zwischen Wettbewerben, Trinkzelten und Gedichten zu Ehren des Heiligen Targuin können die Spieler sich im Dorf amüsieren, sowie an den zahlreichen Wettbewerben teilnehmen...
Wie belieben? Ääääh. Okay. Wettbewerbe, muskelbepacktes Armdrücken, im Ring den Gegner in den Staub werfen, Bogenschießen à la Robin Hood oder auch
Bällchen werfen.
WTF?!
Bällchen werfen. Nägel hämmern.
Scheiße. Mit jeweils Zusatzregeln für "Bällchen werfen" und "Nägel hämmern". Das nennen die wirklich so. Nicht "Ball werfen", nein "Bällchen werfen." Adds insult to injury. Mein Held betrinkt sich, da macht er nicht mit. Weckt mich, wenn die versprochene Prinzessin in Gefahr ist.

Wirklich? Die Damsel in Distress heißt Yolanthe? Das tatsächlich Deprimierende ist: Zu diesem Zeitpunkt, als der Name der "hübschen Wirtstochter" fällt, der Assoziationen mit sehr alten und sehr breiten Pferden aus dörflichem Wohlstand weckt, als dieser Name fällt, bin ich nicht mal mehr überrascht.

Versprochen werden mir Helden, Gefahren, Prinzessinnen. Geliefert werden Gaukler und Jäger, korrigiere, unfähige Gaukler und Jäger, "Bällchen werfen" und eine Wirtstochter mit dem Namen eines Brauereipferdes.

Und jetzt liebe Redax, überlegt mal, warum das potentielle Hobby-Neulinge enttäuschen könnte.

Dienstag, 21. Februar 2012

Bäh, Charakterbögen

Ich liebe schöne Charakterbögen. Die Betonung liegt auf "schön". Das ist der Grund, warum ich mit meinen zumeist nicht zurecht komme. Ich hab jetzt den Aktuellen zusammengeschustert, in Open Office (!). RagTime hat mich diesmal total im Stich gelassen, Meine Fähigkeiten in Ragtime haben mich diesmal total im Stich gelassen, dieselben Probleme hatte ich mit Scribus. Meine FlowCharter-CD (die Software, mit der ich sowas sonst mache) habe ich nicht gefunden... Naja, das Ergebnis fällt bei mir unter "knapp ausreichend", und genau das muß dann auch für die nächste Zeit reichen.

Fragen, die mir dazu einfallen:

  1. Was sind eure Lieblings-Character Sheets?
  2. Was verwendet ihr zum Erstellen?
  3. Hat jemand ein Scribus-Tutorial, in dem sowas erklärt wird?