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Dienstag, 27. Juni 2017

Schwedische Blutschwere - Erste Eindrücke von Symbaroum

Mein Symbaroum ist vor einiger Zeit angekommen, und mittlerweile konnte ich es lesen. Ich bin ja auf eine deutsche Ausgabe gespannt, seit dem ich 2014 das Gerücht in die Welt gesetzt habe, es könne eine geben. Jetzt habe ich genug für erste Eindrücke im Blog gelesen.

Hinweis 1: Dies ist keine "Review" oder "Rezension", dies sind Eindrücke vom Lesen. Andererseits sind die meisten Systemrezensionen keine solche, da für eine anständige Rezension eine Spielerfahrung von 20 Stunden oder mehr notwendig ist, was aber die wenigsten Rezensenten aufweisen.

Hinweis 2: Ich arbeite seit 2016 als Übersetzer für Savage Worlds mit Prometheus zusammen. Macht mich das zum Jubelperser? Nö. Wäre es schlecht geworden, hätte ich keine Besprechung verfaßt, so loyal bin ich. Aber ich schreibe nicht gegen meine Überzeugung. Insofern: Spoiler Alert! Ich mag das Buch.

Material und Übersetzung

Das Buch selbst ist dunkel, schwer und prachtvoll bebildert. Die Textgliederung ist übersichtlich, ein Index ist vorhanden (einer der ganz dicken Pluspunkte) und ein grünes Lesebändchen komplettiert das Werk. Ich bin kein großer Freund von Hochglanzpapier, aber alles in allem ist das ein großartiges Buch geworden.

Die Übersetzung ist solide. An einigen, wenigen Stellen lupfte ich die Augenbrauen. Umgekehrt bin ich mir sicher, haben die Kollegen das einigen Stellen meiner Übersetzungen auch getan. Übersetzungen stellen nie irgendjemand vollständig zufrieden, das ist Teil ihrer Essenz. Und wir kennen oft, wenn wir werten, auch das Original nicht.

Überhaupt sind auch Originale ja selten unumstritten. Während einige (wenige) das neue DSA5-GRW gerade in dieser Hinsicht lobten, frage ich mich immer noch, ob und wie die Übersetzer der englischen Ausgabe dieses dröge stelzende Prokuristendeutsch in lesbares Englisch überführt haben. Die Neugier ist allerdings nicht groß genug, es mir zuzulegen.

In summa: Der Text ist sprachlich fast durchweg grundsolide, liest sich flüssig und verständlich. Die Settingpassagen kommen manchmal richtig "stimmungsvoll" daher. Mehr erwarte ich nicht.

Dienstag, 17. März 2015

Symbabrummbrumm

Aha. Wie schon letztes Jahr spekuliert, werden die Promethen das schwedische Rollenspielbilderbuchregelwerk Symbaroum auflegen. Haben sie heute gesagt. Das GRW ist für Frühjahr 2016 angepeilt mit den üblichen Bells and Whistles, A4 (leider), Hardcover, Vollfarbe.

Zwei Dinge: Die Promethen haben eh schon eine volle Pipeline, mal gespannt, wie sie das schaffen. Und zum anderen muß ich mir jetzt doch wieder ein RSP-Buch anschaffen. Dabei kackts mir nur die Bude voll. Trotzden haben will.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Kommt da was? Da kommt was!

<Spekulationsmode on>
<Rumourmill on>

Ganz übersehen habe ich Mitte letzten Monats eine kleine Anzeige der Promethen. Sie suchen einen Übersetzer fürs Schwedische. In der Mache sei, wie sie selbst schreiben, ein Fantasy-Rollenspiel. Mmmh. dabei kann es sich dann ja eigentlich nur um Symbaroum handeln.

Das wär doch mal was. Wenn sie es noch im selben Buchformat rausbringen wie Hellfrost (das deutsche Hellfrost ist übrigens sehr, sehr gut geworden), dann haben sie mich auf alle Fälle. Alter Schwede...

<Spekulationsmode off>
<Rumourmill off>

Mittwoch, 30. Juli 2014

Symbaroum

Der Blognachbar hat mich drauf aufmerksam gemacht: Das schwedische Rollenspiel Symbaroum ist im Entstehen begriffen / steht kurz vor der Auslieferung. In Grafik schwelgend werden natürlich Vergleiche zum opulenten Blender Esteren gezogen, liegen aber weit daneben.

Das hier ist ein anderes Biest. Gestaltung und die Settingeinblicke auf der Homepage lassen das rüschendarque Emo-Goth-Getue, das Esteren so unausstehlich macht, vollkommen "vermissen". Das scheint echte Blut-und-Boden-Fantasy zu sein, mit Geschichten und Charakteren verwurzelt in der virtuellen Welt des Settings. Barbarisch, aber im Geiste Tolkiens, nicht Howards. Am ehesten finde ich es vom ersten Eindruck mit Hellfrost vergleichbar, wenn auch in einem kleineren, fokussierteren Setting und ohne amerikanische Geschmacksrelikte.


Das Spielsystem baut wohl auf Basic Roleplaying auf, allerdings in seiner schwedischen Form Drakar och Demoner, dazu sollen Spurenelemente von D&D 4 (Rituale) und White-Wolf enthalten sein. Wenn ich es richtig verstanden habe, sollen die Spieler alle Würfe erledigen, der SL würfelt nicht (Bummer).

Die Preise haben mich erst etwas verwundert, dann ist mir eingefallen, daß die Schweden keinen Euro haben. Mit ca. 40 - 45 Euro ist das Spielerhandbuch "normal" bepreist. Zu blöd, daß sich das für mich nicht lohnt, da ich gerade im selben Subgenre eine Kampagne leite. Diese Art "nordischer" Settings liegt mir in der Fantasy einfach.

Neben dem Handbuch gibt es übersichtliche Charakterbögen, SL-Schirm und einen Roman (das erste Kapitel kann man kostenlos lesen). Einen tieferen Einblick für Nicht-Schwedisch-Sprecher gibt es hier.