Sonntag, 5. Januar 2014

Kickstarter...

Schritt 1: Zieh Deinen Fans via Kickstarter Kohle aus der Tasche. Viel Kohle. 400.000 Öcken Yankeewährung.

Schritt 2: Kommuniziere fleißig, denn sie sind Deine Investoren. Hupps, halt. Monte Cook ist Monte Cook. Also machen wir das ganz anders.

Monte Cooks Schritt 2: Erzähl Deinen Backern, daß ihre Meinung Deine Hoheit nervt.
Lastly, the existence of Kickstarter for an additional year has given us “arm chair quarterbacking” in terms of running a Kickstarter. People who’ve backed a few projects now consider themselves experts and are constantly sending along unsolicited advice about what you’re doing wrong.
("Unsolicited" bedeutet im Kontext "ungefragt".)

Okay, zur Klarstellung. The Internet being the Internet ist es ziemlich klar, daß ein Kickstart auch jede Menge Deppen anzieht. Sowas ist sicher nervtötend.

Aber Monte, wenn Du nicht willst, daß Idioten sich mit guten oder als gut empfundenen Ratschlägen einmischen, mach keinen Kickstarter. Die "Sesseltrainer", die du da so von der Seite anbrunzt, sind nunmal Deine Investoren (mit durchschnittlich ~ 150,--). Wenn Du das nicht willst, dann bastel Deine Produkte auf die herkömmliche Art, so mit unternehmerischem Risiko und diesen Späßchen. Ich kenn' da einen aufrechten Programmierer, der genau das gemacht hat: Der ist niemandem Rechenschaft schuldig.

Ansonsten versteh ich eh nicht, warum man Dich backed oder Dir gar Kritiken schickt: Dein bisheriges Oeuvre verrät doch, daß Beratungs- und Erkenntnisresistenz bei Deiner persönlichen Lifepath-Generierung als Vorteile gelten...

Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Entweder war das Fleisch oder der Geist schwach, vermutlich beides.
Ich bin ein Numenera-Backer und unterschreibe:

"Dein bisheriges Oeuvre verrät doch, daß Beratungs- und Erkenntnisresistenz bei Deiner persönlichen Lifepath-Generierung als Vorteile gelten..."

Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Der Herr macht keine Spiele für mich - wenige Ausnahmen (z. B. Glantri) bestätigen die Regel -, doch zuletzt dachte ich, jetzt wird es besser. Numenera sieht ganz hübsch aus, aber dann kommt eine eigenwillige Interpretation von Jack Vance (Cugel, der Schlaue, etc.) in einem Pseudoerzählspiel mit einem Spielsystem, dass mir persönlich nicht gefällt. Nachdem ich ein paar Seiten gelesen hatte, stellte ich es desillusioniert ins Regal. Not my cup of Tea (again). Schade.

Sein Umgang mit Fans und vor allen Dingen Kritikern ist "vorbildlich". "Not impressed" und Du wirst z.B. auf Twitter gesperrt. Es empfiehlt sich die Kickstarter-Kommentare für beide Projekte (Numenera, The Strange) zu lesen. Da gibt es einige Backer, die "not happy" sind.

"Perhaps not surprisingly, the number of failed payments from backers has also increased. For both Numenera and The Strange, the number of failed payments (and the amount) were about the same, but Numenera raised almost $100,000 more and had 2,000 more backers."

Vielleicht liegt es zumindest -auch- daran, dass Numenera, dann doch nicht so geil ist, wie einige behaupten. Würde mich mal interessieren, wer es tatsächlich schon "länger" spielt.

tl;dr: Ich werde mich in Zukunft von Monte Cook, Mr Rolemaster, D&D3.X und Arcana Evolved, wieder fernhalten.

Komisch Fred Hicks (Fate, Evil Hat) kriegt seine Kickstarter auf die Reihe.

Ansonsten sage ich nur Far West. Herr Gareth-Michael Skarka ist auch so ein Spezialist ...

http://www.kickstarter.com/projects/Adamant/far-west-western-wuxia-mashup-adventure-game/posts/708466

Frohes Neues


Jan hat gesagt…

Hm, mich hat bei Numenera nichts gestört, außer, dass ich zu spät gemerkt habe, dass es erzählerisch ist und deswegen hat nicht die Zielgruppe bin, aber das war meine eigene Schuld.

Bzgl. der ungewollten Ratschläge bezieht er sich meinen Verständnis nach allein auf solche zu seiner Kickstarter-Kampagne. Und wie er die aufzieht ist wirklich ganz alleine seine Sache. Von daher finde ich seine Kritik berechtigt. Warum sollte es jeden Backer erlaubt sein die Kampagne zu kritisieren, vor allem, wenn sie eh kein Orga-Wissen haben? Wenn normaler Investor kritisiert ja auch nicht, wie ein “Bittsteller“ Klinken putzen geht.

Anonym hat gesagt…

Ich bin net anonym, sondern Teylen ^^;
(aber das Blogding sperrte sich dagegen meinen Account zu erkennen)

Anonym hat gesagt…

Die Kampagne wurde nicht einmal kritisiert. Wo man vielleicht noch verstehen kann das es sein Ego nicht verträgt. Die Leute haben Vorschläge unterbreitet.

Was meines Erachtens weder menschlich noch moralisch verwerflich ist.

Wenn man Kickstarter als Finanzierungsplattform mit entsprechenden Investoren betrachtet könnte man sogar unterstellen das es geraten ist sich nicht nur die Vorschläge der Investoren anzuhören, sondern sogar darüber nachzudenken.
Sonst packt der Investor wieder und ist weg. Respektive in Kickstarter-Sprech. Wird der Pledge vollständig gecancelt.
Das tut mal weniger (50€) mal mehr (500€) weh.
Ich persönlich habe bereits wegen der Egomanie von Mark Rein*Hagen erst meinen Pledge reduziert und bin dann ganz raus.

Letztlich, wieso zur Hölle ranzt man Leute wegen gut gemeinter Ratschläge an? Einfach ignorieren. Fertig. Aber anranzen?

Wenn ich einen Projektmacher darauf hinweise das er bspw. vergessen hat sein Projekt mit RPG zu taggen, und man es außerhalb der "recent stuff" nicht findet, ist das doch nix negatives?

Wenn er mit Fankontakt nicht (mehr) umgehen kann, wieso setzt er dann nicht wenn anders dran?
(Bei OPP hat RichT auch an RoseB abgeklatscht als es ihm zu viel wurde)

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