Donnerstag, 7. März 2013

De mortuis nihil nisi bonum?

Denkste. Die "Menschenrechtsorganisation" Human Rights Watch giftet unbeeindruckt weiter und halluziniert von Menschrechtsvergehen unter Chavez. "Populist." "Autokrat." Auch deutsche und andere westliche Medien haben und hatten nie Schwierigkeiten, auf die Gräber von Toten zu pissen, die der westlichen Markt- und Weltordnung im Wege standen. Teilweise bin ich gezwungen, diese menschliche Armut zu finanzieren.

Ausgerechnet, wirklich ausgerechnet Guido Westerwelle zeigt in dieser Situation Würde und Zurückhaltung. Auch die UN verrät Blick für die Wirklichkeit.

Im Gegensatz dazu – und in Übereinstimmung mit Berichten verschiedener UN-Organisationen, welche die Fortschritte Venezuelas sowohl im sozialen Bereicht als auch in Bezug auf die Menschenrechte loben – hob UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Chávez' Bemühungen um die Reduktion der Armut hervor und betonte die Verdienste des Präsidenten um die regionale Integration in Lateinamerika, den Friedensprozess in Kolumbien und die Solidarität mit den Nachbarländern. Ban sagte, die UN-Institutionen würden weiterhin mit der venezolanischen Regierung zusammenarbeiten, um die Entwicklung und die Fortschritte des Landes zu unterstützen. Der UN-Menschenrechtsrat hielt heute zu einer Gedenkminute für Chávez inne.[Up yours, HRW]
Eine solche Gedenkminute ist nur angemessen für einen Mann, der, aus einfachsten Verhaltnissen stammend, sein zu 60% verarmtes Land aus dem Elend führte zu einem für Südamerika beeindruckenden Gini-Wert von 0,37. Einem Mann, der dem einfachen Volk gegen alle Widerstände eine Stimme verlieh, ihm eine allgemeine Gesundheitsversorgung, Schulen und menschenwürdige Mindestlöhne erkämpfte (Hallo FDP, hallo CDU und hallo SPD).

Wir haben mit Latein begonnen, also hören wir damit auch auf, mit etwas, was ich vergessen hatte: Non quia difficilia sunt non audemus, sed quia non audemus, difficilia sunt.


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