Sonntag, 7. Dezember 2014

Edge of Tomorrow

Gerade gesehen: Edge of Tomorrow, Sci-Fi-Action mit einer etwas wackeligen Zeitprämisse. Insgesamt sehr unterhaltend. Spielt auf geschickte Art und Weise mit den zwei Gamer-Topoi Death / Restart und What am I supposed to do here. Cruise stirbt tausend Tode, das freut, zumal es stellenweise sehr erheiternd inszeniert wurde.

Er wird mit dem Alter als Darsteller besser. Hier vollführt er eine Wandlung vom Schleimbeutel über den Grabenkämpfer mit Thousand-Yard-Stare zum (wirklich) verzweifelten Helden und vollbringt sie innerhalb des Anspruchs eines solchen Filmes hervorragend. Die weibliche Hauptrolle agiert ebenfalls sehr gut und der Rest ist immer mindestens kompetent. Regie und Drehbuch solide, CGI nicht störend, das ist schon sehr viel. Charaktere nicht entwickelt genug, aber ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt notwendig ist, da die Darsteller dann doch sehr gut über Untiefen der Figurenanlage hinwegspielen.

Kurzum: Solider Actionkracher mit gewollter Game-Optik, der nicht verdummt, sich nicht in den Untiefen von Michael Bay oder diesen Marvel-Gurken suhlt, aber auch nicht irgendwelche über seine Genre weisenden Ansprüche zu haben behauptet, wie die Filme von Nolan oder Abrams, die sie sich in kürzer werdenden Intervallen aus sehr dunklen Orten ziehen. Starship Troopers meets Groundhog Day ist als High Concept für ein Popcornmovie vollkommen ausreichend, sowas kann man mit ideologischem oder pseudointellektuellem Ballast schneller versenken als die Lusitania.

7 von 10 Sternen und 8,5 von 10 Popcorntüten.

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