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Freitag, 13. Februar 2015

Ööööhhhh.... Danke für den Fisch?

Eine "realitätsnahes" (hust) Verschwörungsuniversum zu bauen, das nicht einfach nur langweiliges by-the-numbers wie Conspiracy X ist, erfordert an zwei Fronten viel Arbeit. Zum einen müssen für das richtige Look&Feel einen Haufen Handouts gebaut werden (kleine Auswahl siehe Bild). Dazu tippsel ich sicherlich eines Tages einmal einen Beitrag oder Workshop, aber dieser Tag ist nicht heute.

Zum anderen ist vorher aber noch Recherche nötig, viel Recherche, an abseitigen Orten. Dummerweise ist das meiste same old same old. Recherche fällt prinzipiell in drei Kategorien.
  1. Doomsday Porn
  2. Shadow Goverment, Mind Control and Illuminati
  3. UFO and UFO related
Meist gibt es natürlich Überschneidungen. Der Fundus ist insgesamt erstaunlich begrenzt, vor allem die religiösen Fundis sind sehr unkreativ mit ihren Satanssymbolen der modernen Unterhaltung. 90% sind daher Wiedergekäutes, das ich schnell wieder wegklicke.

Die verbliebenen 10% sind die, nach denen ich suche, weil sie Haken und Inspiration bieten. Genuin Abseitiges, genuin Interessantes und Zeugs, das so bescheuert ist, daß es sich selbst transzendiert: "Eye witnesses to Pope Francis killing and eating babies in Satanic rituals".

Aus diesem Anlaß präsentiere ich den schlechtesten Doomsday Porn aller Zeiten: the LHC, artifical black holes and a crop circle warning 2014. Der gute Mann reiht einige Bilder aneinander, Sterne, LHC-Material und die schlechtesten Kornkreise, die ich je gesehen habe (Go home Alien, you're drunk!). Darin zeichnet er einfach irgendwelche Linien und erzählt andauernd, da sei "es" wieder, das Muster des Verderbens oder so.

Höhepunkt ist eine längere Ausführung über eine Packung geräucherte Forellenfilets.

Ich habe bewußt die englische Fassung genommen. Dann kann man sich dabei noch Dana Scullys Gesicht vorstellen, während sie ihm zuhört.

Zum genuin Interessanten gehören dann solche Funde: Die UFO-Zwischenfälle (sog. "flap") 1993-2000 Ohio. Es gibt Filmaufnahmen, als Zeugen unter anderem mehrere Polizisten, deren Angaben bestätigt werden durch einen Radar-Operator, und es exitistieren auch die Aufnahmen des Funkverkehrs der Polizeistation. Das ist eine der am besten dokumentierten Sichtungen, und trotzdem findet sie sich nicht in der Standardliteratur und noch nicht mal auf der UFO-Liste bei Wikipedia.

Mmmmhhhhh...

Mittwoch, 14. Januar 2015

Project Blue Book

Für Freunde von Contact, Conspiracy X und Artverwandten vielleicht ganz interessant ist das hier: BlackVault hat jetzt die mittels Freedom fo Information Act (FOIA) erhaltenen Blue Book Files suchbar online gestellt (wer es nicht weiß: Blue Book ist das alte Projekt der US-Regierung zur Untersuchung von UFO-Sichtungen).

I've completed a database of 130,000 pages, consisting of more than 10,000 cases, of the Project Blue Book files (including Sign and Grudge). Although some sites exist out there with some of these files, many are not complete, nor do they have the records in a searchable PDF format. This new site has it all, is easily navigable, searchable, and free.


Die Sammlung ist hier zugänglich. Wer Blackvault übrigens noch nicht kennt: Auf dieser Seite sind 1,3 Millionen durch FOIA freigezwungene Regierungsdokumente erhältlich. Eine Fundgrube für Verschwörungskenner und -freunde.

(Natürlich sind das nur Dokumente, die SIE uns sehen lassen wollen, höhöhö.)

Mittwoch, 16. Januar 2013

Ein Eindruck von Conspiracy X - Teil 2

Der zweite Teil zu Conspiracy X. Ich konnte es endlich fertiglesen und sogar den Artikel schreiben (so wenig Zeit, so wenig Zeit). Der erste Teil ist übrigens hier.

Regeln

Das System ist - wie man es mir, als man mich über meinen Fehler informierte, prophezeit hatte - ziemlich generisch. W10 + Skill + Attribut vs. 9. Erfolg kennt Qualität, einfache Proben, Proben gegen Widerstand, Probenmodi, vergleichende Proben. Alles funktional, traditionell, unaufgeregt und unaufregend.

Was mich wundert sind da zwei Dinge: Zum einen wird eine würfellose Alternative gegeben. Habs jetzt nicht gelesen (RSP ohne Würfel ist für mich keines), frag mich aber, wie das nun mit dem konservativen Regelansatz vom Denken der Designer her zusammenpaßt.


Freitag, 11. Januar 2013

Ein Eindruck von Conspiracy X - Teil 1

Drüben bei Ubihex habe ich von Conspiracy X und einem sehr schönen Sonderangebot (noch bis Montag) erfahren. Jetztzeit, Paranoia, Verschwörung... hey! Genau meine Kragenweite. Aber sowas von. Da ich ja gerade in der Ecke arbeite, dachte ich mir, schlag zu, mal gucken, ob Du was lernen / klauen kannst.

Ubiquity ist der Motor des Spiels. Das System habe ich bisher nur im Vorbeifahren wahrgenommen, u.a. bei All For One und Space 1889. Angepriesen wird es so:
Kern des Rollenspielsystems sind die innovativen, schnell und leicht verständlichen Ubiquity-Regeln, die sowohl einen spannenden Verlauf von Geschichten und Abenteuern als auch kinoreife Aktionen unterstützen.
Okay. Klingt doch nicht schlecht. 

Wuhuuuuu! Mixing up things. Uni-System, nicht Ubiquity. Uni-System ist ein simples, eigentlich "klassisches" generisches System (als "Cinematic Uni-System", wobei ich mir da nicht sicher bin). Aber jetzt ist das auch klarer.

Also habe ich mir das GRW besorgt. Für ein schnelles, leichtes System kommt das PDF mit mehr als 250 Seiten doch recht fettig daher. Das Design ist dem Thema angemessen, die Illus reichen von okay bis gut, wobei ich nicht übermäßig anspruchsvoll bin. Der Text ist leider zweispaltig, was ich bei PDFs hasse.

Das GRW beginnt damit, daß Fluffy räudige Prosa in Bällchen auf den Teppich öckert. Auf 20 (Zwanzig! Zwanzig!) Seiten ranzeln da mehrere Pfund Getipptes. Nach zwei Seiten festgestellt, daß es sehr reizlos daherkommt (höfliche Paraphrase) und erst einmal überschlagen.