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Montag, 8. März 2021

"Schreiend und wehrlos" - Kurzkritik

Wohneigentümergemeinschaft. Waldorfschule. UND deutsches Vereinsleben. Alles in einem. Mit einem Mord. In Schwaben, vermutlich während der Kehrwoche. Wenn mir jemand einen deutscheren Film nennen kann, er möge die Hand heben. Ich hab Tränen gelacht, spätestens, als sie sie anfingen, Storms Schimmelreiter zu paraphrasieren ("Es muß was Lebiges in den Deich."), ein Buchtitel, der im Kontext des Films ein schöne weitere Bedeutung erlangt ("Es ist eine Chance, unsere Haltung zu Wasser im Fundament zu überdenken."). Aber eigentlich war ich schon vorher hysterisch, so bös war der, und so gut kenn ich all die Typen, die da auftraten (zu meinem Leidwesen, ich war halt mal bei den Grünen aktiv, als ich noch glaubte, sie seien links und/oder für die Umwelt).

Sogar die Auflösung (und die abschließende "Verfolgungsjagd") sind mit einer gemeinen Ironie inszeniert, die ich deutschem Gebührenfernsehen so nicht alle Tage zutraue. Hier wird ein gruseliger Mikrokosmos seziert und klinisch erfaßt. Und ja, die Ahnenreihe beginnt bei ausgehängten Klotüren in WGs der 1970er ("Alles ist politisch, auch Deine Entleerung. Laß uns an Deinen Darmbewegungen teilhaben.")

Die Autoren (Daniel Bickermann und Dietrich Brüggemann) hassen das alles, und sie hassen außerdem Beziehungen, Yoga, Goa, Stuhlkreise, Integrative Körpertherapie ("Sie fühlen sich danach wie neugeboren." - "Schreiend und wehrlos?"), und Familienleben. Was bleibt noch? Mmmh. Das: "Wir weben gerade eine Erinnerungswolke für Dich."

Das ist unser Haus kriegt für einen Tatort 5/5 Sternen. Tatort aus Stuttgart.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

"It was a hobbit hole and that means comfort"

Zweimal Tolkien in so kurzer Zeit im Blog, aber bin heute in der New York Times über das hier gestolpert: Tolkiens Haus steht seit 16 Jahren zum ersten Mal wieder zum Verkauf. Eine Gruppe namens Project Northmoor möchte das gerne erwerben, um es zu erhalten und das weltweit erste Tolkien-Center einzurichten. Schauspieler der Mittelerde-Filme wie Ian McKellan und Martin Freeman helfen der Gruppe mit ihrer Popularität die notwendige Aufmerksamkeit für die am 02.12.2020 gestartete Schwarmfinanzierung zu generieren.

Ich bin bei so Promi-Aktionen immer recht zwiegespalten. Diese Menschen haben wohl den größten Teil ihres Vermögens auf der Grundlage von Tolkiens Arbeit verdient. Ich hoffe, die spenden auch ein bißchen was (können sie ja eh absetzen), und belassen es nicht bei warmen Worten aus dem Home Office. Prinzipiell find ich das aber eine gute Idee, zumal die Initiatoren das Projekt auch mit einem sozialen Gedanken verbinden: „We could establish a fund for bursaries to help those from a low-income background come to the house for one of the creative courses or special events.“

Also viel Glück.

Donnerstag, 26. November 2020

Heute: Werkstattbericht, There And Back Again und ein Corona-Trinklied

Werkstattbericht Arcanum

Joh, endlich alle Zaubersprüche und die Zauber-Indices komplett überarbeitet. Ebenso die Klassen der Kleriker und Geisterseher. Jetzt fehlt noch die Alchemie und dann kann ich ins Endprodukt gehen. Funktioniert nicht ganz so reibungslos, wie ich das imaginierte, aber Das Arcanum für Hic Sunt Dracones ist auf gutem Wege. 

There and Back Again.

Was ich mir vor Jahren gewünscht habe, ist eingetreten. Jemand, der aus der Hobbit-Trilogie einen guten Film macht. Ein Faneditor hat unter dem Titel There and Back Again einen dreistündigen Zusammenschnitt von Peter Jacksons Monster veröffentlicht, der a) die Brillanz in Jacksons Version freilegt und vor allem b) dem Buch gerecht wird, ohne in dessen Kindlichkeit zu verfallen.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Wohlfühlkino mit Dave Arneson. Und Johnny Depp spielt auch eine Rolle.

Es war auf alle Fälle vor der Zeit, als ich D&D kennenlernte, also 1976 oder 1977, vielleicht früh 1978. Ich hatte ältere Geschwister und hing auch immer mit älteren Kindern rum. Wenn wir nicht auf unseren Fahrrädern durch die Gegend kariolten und mit Spielzeugknarren und/oder Stöcken den Helden aus May, Dumas, Tolkien, Cooper oder der Nibelungensage nacheiferten (und uns Wunden an den Pfoten beibrachten), sprachen wir vollkommen improvisierte Hörspiele auf M‘s Kassettenrekorder ein (mit Themen wie „Dracula“, Edgar Wallaces „Hexer“ etc). Alle meine Charaktere ‘atten ein fransösisch akson, ich weiß nicht mehr warum. Wahrscheinlich gabs kein warum, so ehrlich muß ich sein.

Damals waren in den Micky-Maus-Heften Bastelbögen, vieles davon Spiele. Mir ist das Piratenspiel erinnerlich, aber das war erst später. Wir haben alles Mögliche weggespielt, was unseres Weges kam. Und einen Sommer lang versuchten wir etwas ziemlich Abgefahrenes: Ein Spiel aus Risiko, Monopoly und Diplomacy, das M, der Älteste in unserer Runde, angeschleppt hatte – jedenfalls versuchten wir aus diesen Dreien eine Art Superspiel zu generieren.

Wer die drei kennt, weiß, wie sinnlos das ist. Wer aber drüber nachdenkt, erkennt, wie genial das eigentlich war.

Daran mußte ich denken, als ich The Secrets of Blackmoor - The True History of Dungeons & Dragons gesehen habe. Das ist eine großartige Doku über Dave Arnesons Blackmoor-Runde und wie sie eigentlich entstanden ist, durchzogen von einer tiefen Menschenfreundlichkeit. Wohlfühlkino. Wir lernen Leute kennen wie Ross Maker, den ersten Zwergencharakter der Menscheitsgeschichte und erfahren viel darüber, wie War-Gaming (der Hintergrund hat uns damals gefehlt) vom Figurenschieben zum Rollenspiel wurde. Man kann den Film für 3,50 leihen, und Vimeo streamt sehr zuverlässig.

Johnny Depp? Oh, das hätt ich jetzt fast vergessen. Zu D&D gebracht (OD&D) hat mich dann im Herbst 1978 der Vater eines Klassenkameraden, ein Viertel Cherokee und garantiert weitläufig mit Johnny Depps Uroma verwandt, soviele Cherokee gabs ja nicht mehr. Das war billig, oder? Wirds besser, wenn ich erzähle, daß er nach seinem Ausscheiden aus der US Army zum Schamanen wurde? :P

Montag, 6. Juli 2020

R.I.P. Ennio Morricone



Mit Ennio Morricone ist gestern Nacht einer der bedeutendsten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts gestorben. Er war 91, also nicht unbedingt überraschend. Er hat den Sound des Spaghettiwesterns geformt,

Mein Lieblingswerk von ihm war jedoch Once Upon A Time in America, ein hemmungslos unterschätzter Film von Sergio Leone. Das ist eine jüdische Gangsterballade, meiner Meinung nach auf Augenhöhe mit Coppolas Der Pate.

Ruhe in Frieden.

Montag, 28. Januar 2019

"Hey Robbie! Dein Gott spricht aus einem Abwasserrohr zu Dir!"


Lieutenant John Martini: One of the players Robbie played with got carried away and killed him.
Daniel: That's kind of far out.
Lieutenant John Martini: Mazes & Monsters is a far-out game. Swords... poison... spells... battles... maiming... killing!
Daniel: Hey, it's all imagination!
Lieutenant John Martini: Is it? Is it?


Kaum ein anderer Film genießt bei (älteren) Rollos einen Legendenstatus wie Mazes & Monsters, ein Film von 1982 mit Tom Hanks, der einer der Auslöser für die "Satanic Panic" darstellte, die Rollenspiele und Rollenspieler in den 1980ern im angelsächsischen Raum plagte. Der Film beruht sehr lose auf dem gleichnamigen Buch, das - wiederum sehr lose - die Ereignisse um um das Verschwinden von James Dallas Egbert im Jahre 1979 beschreibt. TubiTv streamt das Machwerk derzeit, und so konnte ich endlich mal reinschauen.

Oh my God.

Faszinierend. Die erste Stunde oder so schwankt zwischen Fremdschämen, absoluter Fassungslosigkeit über die Repräsentation des Hobbies und fast hysterischem Gelächter. Das ist ein Film zum Hämen und den Bildschirm anschreien, seien es Dialoge, Figurengestaltung, Schauspieler, Sets oder auch nur die penetrante Musik. Teen-Drama mit Rollenspielhintergrund.

Kate: "What Level are you?"
Robbie: "I was 9th Level."
Kate: "Oh my God! I am 9th Level, too!"

Jede sarkastische Erwartungshaltung wird prompt bedient. Interessanterweise ist der letzte Akt gar nicht mal schlecht (vom Ende abgesehen), und wenn man die Prämisse "durchgeknallter Rollenspieler" akzeptiert hat, ist die Szene mit dem "King of Rats" grenzwertig genial.

4 von 5 Vorurteilen. Empfohlen. Flasche Rotwein dazu ebenso.

Samstag, 8. September 2018

Hollywood ist doof

Wegen dieses blöden dritten Teils von Drachenzähmen leicht gemacht bin ich jetzt nur noch auf dem vierten Platz, wenn man bei Google "Tagschatten" eingibt. Och menno.

Freitag, 29. Juni 2018

R.I.P. Harlan Ellison


“If you make people think they're thinking, they'll love you; but if you really make them think, they'll hate you.” (Harlan Ellison)

Harlan Ellison ist am Donnerstag im Alter von 84 Jahren verstorben. Ellison war im deutschsprachigen Raum eher nicht bekannt, zählte aber zu den sehr einflußreichen Autoren (nicht nur) der Phantastik im englischen Sprachraum. Nicht zuletzt Stephen King bezeichnete ihn als großen Einfluß, was sich auch in der Struktur von The Dark Tower und in vielen seiner Kurzgeschichten zeigt.

Ellison schrieb vorzugsweise kürzere Prosa aber auch für Fernsehserien wie Star Trek und Outer Limits und für den Reboot von Twilight Zone. Eine seiner Folgen für Outer Limits ("The Soldier") war eine der Vorlagen für Camerons bahnbrechenden Film Terminator (auch wenn das erst gerichtlich geklärt werden mußte).
From the darkest of all pits, the soul of Man, come the darkest questions: Did the soldier finally come to care for those he protected? Or was it just his instinct to kill? Questions from the dark pit. But no answers. For answers lie in the future. Is it a future in which men are machines, born to kill, or is there time for us? Time. All the time in the world… but is that enough?

Und jetzt ist er abgetreten. Ein Bier auf ihn, und wer noch nichts von Ellison gelesen hat: A Boy and his Dog ist ein guter Einstieg. (Für Lesefaule: Es gibt auch eine brauchbare Verfilmung mit einem sehr jungen Don Johnson.)
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Photo: Harlan Ellison at the Harlan Ellison Roast. L.A. Press Club July 12, 1986. Los Angeles, California. Urheber Pip R. Lagenta, San Mateo, licensed under CC BY 2.0

Freitag, 20. Januar 2017

I love you, Sheriff Truman


Erster Post im neuen Jahr (ich mach grad Urlaub...) ist - natürlich - ein Abgesang. Miguel Ferrer, hervorragender Charakterdarsteller der zweiten Garde, ist am gestrigen Donnerstag gestorben. Scheißkrebs.

Dienstag, 27. Dezember 2016

May the Force be with them

Boaaah. Ich mach hier mittlerweile Sammelthreads für die Abgetretenen. Über die Weihnachtsfeiertage hat es also Prinzessin Leia erwischt, dazu noch Richard Adams, den Autoren der besten Tierfantasy aller Zeiten, die Physikerin Vera Rubin und nicht zu vergessen George Michael.

Fassungslos (na gut, Adams war 96 und Rubin 88, trotzdem). Und noch vier Tage bis 2017. Ist das die Rapture oder was?

Montag, 19. Dezember 2016

0 Tage seit dem letzten Arbeitsunfall

Rogue One löst eines der größten Rätsel im Star-Wars-Universum: Warum zur Hölle gibt es an Bord des Todessterns kein einziges Sicherheitsgeländer um das Personal vor einem Sturz in die Abgründe dieses Behemoth zu bewahren? Galen Erso did it.

Ansonsten? Meh. Immerhin kein lauer Aufguß mit zerlöchertem Plot, unfähigen / grenzdebilen Charakteren und pampfressiger Mary-Sue. Was eigenes eben.

Wie ein Jodeldiplom.

Donnerstag, 17. November 2016

Kleiner Filmtip: The Pentagon Wars


Wer sich für so Belanglosigkeiten interessiert wie "Warum sind unsere Schützenpanzer langsamer als unsere Kampfpanzer?" "Warum schießen unsere Gewehre nicht bei sonnigem Wetter?" Und: "Warum kostet das alles soviel?" (Siehe Tschingderassa Bumm Bumm) Jedenfalls, wer sich für so Fragen interessiert, für den habe ich einen netten Film. Die Dokukomödie The Pentagon Wars.

Der Film nimmt den kompletten Wahnsinn eines Heereswaffenamtes, der in der Buchvorlage The Pentagon Wars: Reformers Challenge the Old Guard zu finden ist und kondensiert ihn zu einer sehr vergnüglichen Geschichte.

Kelsey Grammer chargiert hier fröhlich zwischen Frasier Craine und Jack Nicholson, und Cary Elwes gibt den smarten Helden. Das sind sehr unterhaltsame, aber auch lehrreiche 100 Minuten. Und wie der Vorspanns schon verspricht: Und ob Sie's glauben nicht - so hat es sich zugetragen.

Dienstag, 30. August 2016

Ach leck mich doch!



Der Sensenmann ist fleißig dieses Jahr. Nun hat er sich Gene Wilder geholt. Jetzt weiß ich wieder nicht, was ich gucken soll. Silver Streak? Young Frankenstein? The Producers? Blazing Saddles? Ach, leck mich doch, bei dem Tempo kann doch keiner mithalten.

Bye-bye, Gene. "I'm wet. And I'm still hysterical!"




Donnerstag, 11. August 2016

Cinéma des Ghoules

Definitiv ist die Murnau-Stiftung in Wiesbaden nicht ganz unumstritten, wenn es um das Aufarbeiten von Kinotoxinen der Nazi-Zeit geht. Ebenso unumstritten leistet die Stiftung teilweise Großartiges bei der Wiederherstellung verlorener Kulturschätze der Stummfilmzeit. Metropolis haben sie in dieses Jahrtausend gebracht, und jetzt hatte ich das Vergnügen einen anderen Klassiker zu sehen.

Wienes Cabinet des Dr. Caligari gilt als Meilenstein des expressionistischen Kinos. Ich kannte eine ältere Restauration bereits, aber die sorgfältig viragierte, vollständige 4K-Fassung auf Blue-Ray der Murnau-Stiftung aus dem Jahre 2014 ist ein echter Augenöffner. Die Bildschärfe dieser Version enthüllt eine Fülle an Nuancen und Details und entfaltet einen Sog aus Chaos, Verzerrung und Desorientierung. Wie er 1920 auf ein optisch und narrativ noch unerfahreneres Publikum gewirkt haben muß, kann ich mir nicht vorstellen, zumal Caligari auch der erste abendfüllende Film mit einem Twist-Ending sein dürfte.

"Caligarismus" ist ein Begriff der 1920er, der diese Ästhetik aus Licht, Schatten und optischer Ungewißheit beschreibt, die den kompletten expressionistischen Stummfilm durchzieht. Caligaris Einfluß auf die Entwicklung des US-amerikanischen Horrorfilms - sowohl kommerziell als auch avantgarde - ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Der Einfluß dieser Kino-Epoche ist international auch heute noch spürbar. Tim Burton und Terry Gilliam, um mal zwei Regisseure zu nennen, zeigen starke Einflüsse in einigen ihrer Werke.

Wer Filme der oben erwähnten Epochen mag, dem sei auch hier - ich habs bestimmt schon getan - der Roman Flicker von Theodore Roszak absolut empfohlen. Er behandelt die Faszination eines Filmwissenschaftlers für einen morbiden Stummfilmregisseur und verstrickt sich in eine okkulte Verschwörung globalen Ausmaßes. Hinreißend geschrieben, spannend von Anfang bis Ende und durchtränkt von Filmphilosophie, Hollywood-Tratsch und überraschenden Wendungen.


Montag, 8. August 2016

Media Monday #267

Hey, guck mal, das kann ich auch noch. Ein Media Monday, seit langer Zeit mal wieder.


1. Harrison Ford werde ich wohl immer mit Indiana Jones verbinden, denn - Wirklich? Ich soll das begründen? Momentan schwirren immer noch die grusligen Remake-Gerüchte mit Chris Pratt durch die Gegend. Durchatmen. Tief. Raiders of the Lost Ark in den Player werfen und sich das Ganze mit Chris Pratt vorstellen. Eimerchen bereit halten.

2. Sommer- und/oder Urlaubslektüre ist nur eingegrenzt möglich, denn das ist die Zeit, wo meine Frau, weit oben auf der Liste der verschrobenen Arten, mich zwingt, im Garten zu schuften. Naja, so ein bißchen. Hatte schon Zeit zum Lesen. Hohlbeins Megidda-Zyklus nach langen Jahren mal wieder ausgepackt (besser, viel besser als erwartet), und vor mir liegt auch noch White's monumentale Biographie A. Lincoln.

3. Bei schönem Wetter fällt es mir ja wahnsinnig schwer. Puh. Ich hasse es arrogant zu sein, aber meine Tätigkeiten (außer Erntearbeiten und Sturmsicherungen) werden in der Regel nicht vom Wetter bestimmt. Derlei Probleme hab ich nie verstanden.

4. Das Rollenspiel Numenera hätte ich mir echt ganz anders vorgestellt, schließlich singen ein Haufen Leute, die ich sehr schätze, ein Loblied. Angesichts dessen, daß Monte Cook hier einen lauen Aufguß bombiger 1970er-Jahre-Fantasy liefert, gehe ich davon aus, daß sie unter Frage #7 leiden und werde das nicht gegen sie verwenden und sie weiter wertschätzen. Ach ja, das Regelsystem selbst ist auch noch sehr Cook-typisch, also komplett verkorkst. Der Mann sollte Beratungskolumnen im Goldenen Blatt schreiben und die Finger vom Rollenspiel lassen.

5. Momentan bin ich ja von Outcast ziemlich angefixt, denn diese Mischung aus Twin Peaks, Stephen King, Clive Barker und religiösem Wahn liegt mir einfach. Da fühl ich mich zuhause. Sagt das was über mich aus?

6. Fantasy ist ja so ein Genre, von dem ich nie genug kriegen kann, immerhin ist es das Genre, das meinen Eskapismus an meisten befeuert. Aber Pausen davon müssen sein.

7. Zuletzt habe ich die Serie Brain Dead angefangen, und das war ist cool , weil Ridley Scotts bizarre Mischung aus Politsatire, One-Camera-SitCom und Körperfresser kommen auf einer mentalen Ebene funktioniert, die ich noch nicht ganz begreife.

Donnerstag, 14. Januar 2016

R.I.P. Alan Rickman

Wirklich. Alan Rickman ist tot. Scheiß Krebs.

Heute abend ein Glas Rotwein auf ihn trinken und einen seiner besten Filme gucken: Galaxy Quest. Oder vielleicht laß ich doch den Sheriff von Nottingham Weihnachten absagen.

Irgendwie beginnt dieses Jahr ziemlich bedrohlich...

Dienstag, 8. September 2015

Aaaah. Die Vorfreude.

Die New York Times spricht in einem Beitrag über das kulturelle Phänomen Star Wars. Da liest man auch mal die NYT. Sehr schön ist die Schilderung der Fan-Reaktionen auf den Trailer:

Whatever the mystique of ''Star Wars,'' the reaction to the trailer seemed to burn up the Internet. It has been shown on the ''Star Wars'' Web site, and was widely filmed by fans when it was shown on ''Entertainment Tonight'' and ''Access Hollywood.'' 

''The trailer felt like five seconds,'' said Harry Knowles, who founded the Ain't-It-Cool-News Web site, which is populated by movie fans obsessed with ''Star Wars.'' Over the Internet, Mr. Knowles seemed stricken with guilt about his early qualms about the new ''Star Wars.''

''I hate myself for every doubt I had,'' he said. ''What on earth was I ever thinking? Analyzing every nugget, every whisper. Worrying about reshoots and deadlines.'' Other fans, on the Internet, talked about weeping and shaking while watching the trailer. 
Die Vorfreude ist groß, und angesichts der Tatsache, daß mir trotz ausgefeilter Vermeidungsstrategien jeder neue Filmschnipsel irgendwie unter die Nase gehalten wird (mit einem je nach verstandlichem Zuschnitt angemessen paraphrasierten "GEEEEIIIILLLL!!!"), kann ich davon ausgehen, daß es in deutschen Landen nicht minder herbeigefiebert wird.

Oh, ach, ich hab zwei Sätze oben rausgeschnitten.
George seems to be 100 percent on his game.

''On Mr. Knowles's Web site, a fan named David Chung summed up his feelings: ''What can I say! George Lucas must be a superior form of life!'
Yopp. Im Artikel von 1999 werden feuchte Geekbuxen angesichts des ersten Trailers von The Phantom Menace beschrieben. Mann, wir alle wissen, wie das ausging, Meesa so sad.

Ich rate also jeweils - wenn das Echo vom jeweiligen GEEEEIIIIILLLL in den Klüften meines Hirnes verebbt ist - zu reduzierter Hyperventilation. Warten wir doch erstmal ab, wie toll es wirklich sein wird, wenn Han Solo das Hüftgelenk platzt.

Zum NYT-Artikel gehts da lang.