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Dienstag, 15. September 2015

Werkzeugkiste IV

Aaaah. Vorlesetexte - geliebt, gehaßt. Der Spielleiter nölt ohne aufzublicken und mit flacher Kadenz gemelcherte Prosa vom Blattl. Das Gehirn der intendierten Rezipienten schaltet nach 8 Sekunden in den erweiterten Spieler-Modus.

Ich muß gestehen, ich mag Vorlesetexte, wenn sie von Bedeutung sind. Da ich sie zumeist selber schreibe, kann ich sie auch weitgehend frei vortragen. Sie finden nur selten Verwendung, können aber als Einstimmung für Setpieces viel leisten. Trotzdem: Fremdgeschriebenes führt zumeist zum Runterguck-Effekt, es sei denn man übt das tatsächlich vorher. Und auch bei Eigenem verfällt man zuweilen in diese Unart.

Derzeit schaue ich grade Sorkin's Serie The Newsroom und kam dabei auf die geniale Idee, einen Teleprompter für den Laptop anzuschaffen. Für SL, die einen Lappie oder ein Tablet verwenden, ist das die ideale Lösung. Es erfordert nur ein wenig Übung und sorgt nicht nur für Augenkontakt mit den Spielern, sondern auch für besseres, natürlicheres Sprechen. Ich bezweifle stark, daß meine Gruppe letztes Mal gemerkt hat, wann ich vorgelesen und wann ich frei gesprochen habe. :)

Ich verwende den Mirror-Script Prompter. Kostenlos, leicht zu bedienen, ausreichende Optionen (Größe, Ränder, Position) und für viele OS erhältlich.

EDIT/ Link zur Software gefixt. Tut mir leid. (Danke an +Manuel Sambs).

Sonntag, 16. Juni 2013

Jedes Abenteuer beginnt mit einer Karte

So ist es. Seitdem ich acht war, haben mich die Karten imaginärer Reiche fasziniert. Nach dem Rohentwurf der Welt ist für mich das Wichtigste, eine schöne Karte anzufertigen.

Obschon ein eher analoger Mensch bin, wollte ich diesmal eine Karte ungefähr auf dem Niveau der Hellfrost-Karte haben.Ich bin ganz zufrieden damit. Das ist ein Ausschnitt aus meiner Anarienkarte, und ich bin zu 90% zufrieden. Da habe ich in professionellen Publikationen schon wahrlich schlechteres gesehen.

Verwendete Werkzeuge: The Gimp und Paintshop Pro. Dauer: Rohskizze 2 Stunden, Feinausführung 6 Stunden insgesamt, die Karte umfaßt in Gänze etwa viermal so viel Gebiet.

Jetzt geh ich grillen.

Freitag, 15. Juni 2012

Grid-Tutorial

Es ist wohl wünschenswert, ein paar Ergänzungen zum letzten Werkzeugartikel online zu stellen, beispielsweise, wie man den Grid erstellt. Als Vorabbemerkung: Ich Neolithiker verwende das uralte PSP 5, aber es geht mehr um das Arbeitsprinzip.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Werkzeugkiste III

Klick mich. Ich bin eine Visualisierung.
Jaja, ich weiß, ziemlich tot hier. Das wird während der EM wahrscheinlich auch noch so bleiben, aber heute sind nur langweilige Spiele, also kann ich mal wieder.

Über das geniale DM-Tool bei Neverwinter Nights habe ich ja schon im Rahmen des Karnevals geblogged. Für PnP-Spieler ohne Interesse an NWN wirklich genial ist jedoch: Du brauchst niemals wieder teure floor tiles zu kaufen, wenn Du NWN hast. Ganz gar nie. Mit dem Werkzeugset kannst Du schnell und einfach schicke, sogar ausgeleuchtete Tiles für Dein Tischrollenspiel erstellen. Das Beispiel hier kann man anklicken.

Erstellt ist das kinderleicht: Das Toolset gestartet, aus den Dutzenden an Regionen die passende ausgewählt (das hier ist "Sewer", aber es gibt Dungeons, Festungen, Städte, Dörfer, Keller, Wildnis, Wald...) und mit den Tiles gearbeitet. Das sind quasi Bildstempel mit Teilen der Geographie (z.B. die Treppe rechts oben).

Mittwoch, 2. Mai 2012

Cues, Loops, Ambience Part I

Alles rutscht unruhig auf seinen Hämorrhoiden, auf daß die RPC endlich beginne. Ich nicht. Für die RPC gilt für mich dasselbe wie für Orte wie Indien: Würde ich unglaublich gerne mal besuchen, wären da nicht die ganzen Menschen.

Also setze ich mich mit dem Lappie auf die Terrasse und schreibe zum diesmonatigen Karneval einen konservativen Beitrag zum Thema "Flöten, Sänger, Synthesizer", also zur Musik im Tisch-Rollenspiel. Warum und Wie und so Standardkram halt. Mehr ein How-To als eine akademische Überlegung.

Donnerstag, 12. April 2012

Ein neues, altes Spielzeug

Da ich ja grade eine "Voll-Retro-Ey-Runde" vorbereite, habe ich in den Tiefen meiner Festplatten gewühlt und einen schicken Aventurien-Routenplaner gefunden: Via Aventurica. Für reiseintensive Abenteuer und Seefahrt ist sowas ein Muß.

Das Projekt selbst ist leider, leider tot, aber ein Downloadmirror ist noch erhalten.

Besonders ärgert es mich, daß ich mir das Teil, das seit Jahren auf meiner Platte liegt, erst jetzt angesehen habe. Neben einer kinderleichten Bedienung des eigentlichen Navis kann man auch noch beliebige Karten und Maßstäbe ebenso problemlos einbauen. Die Doku ist klar und einfach.

Das hätte mir bei meiner abgelaufenen Sieben-Jahre-Großkampagne sehr geholfen. Naja, auch in der laufenden Kampagne wird es nützlich sein. Ein Muß für jeden SL, der auf den Aufwand verzichten will, mit einem maßgeschneiderten Google Earth zu arbeiten.

Donnerstag, 22. März 2012

Werkzeugkiste II

Egal, welcher Art das Projekt war: Nach kurzer Zeit war der Schreibtisch bei mir ein Chaos an verstreuten Informationen. Gelegentlich wachte ich auf und entdeckte beim Zähneputzen ein Post-It auf der Stirn mit einem Gedanken, der mir vorm Einschlafen gekommen war und der nicht verlorengehen sollte. Dazu Kladden mit Notizen, Dialogfetzen, Hintergrunderklärungen, Charakterumrissen, Ordner voller Illus... Ein Graus. Auch wenn ich als grundsätzlich analoges Gemüt (wie ich mit fortschreitendem Alter herausfinde) gelegentlich immer noch auf Karteikarten und Zettel notiere, so habe ich doch einiges im Repertoire, was meine Arbeit deutlich erleichtert.

CeltX ist eine cloudbasierte Website für Verwaltung, Integration verschiedenster Geräte (PC, Smartphone) und kollaboratives Schreiben. Es gibt eine freie und eine kostenpflichtige Variante. Ich hab mich um beides nicht so gekümmert (Paranoia mit Berechtigung durch vergangene Erfahrungen), denn mich interessiert was ganz anderes.

Nach der kostenlosen Anmeldung erhält man Zugriff auf die CeltX-Desktopsoftware. Besonders fürs Drehbuchschreiben entwickelt, sind die eingebauten Features (Karteikartenverwaltung, Charakterverwaltung, versch. Berichte, Möglichkeiten zur Einbindung von Bildern, Texten, Filmen, Sounds etc. pp.) auch nützlich für alle anderen Formen des Schreibens. Es hilft bei der Verwaltung verschiedenster Resourcen und bei der Struktur der Arbeit.

CeltX brilliert wie gesagt besonders im Bereich "Film", wo auch nützliche Tools (teilweise kostenpflichtig) für die Produktion existieren, z.B. zum Shot-Blocking, Script-Breakdown und Pre-Vizzen von Storyboards. DIe kostenpflichtige Variante des Systems kostet $ 9,99.

Vollständig kostenlos ist (noch) YWriter5. Eine Spende ist empfohlen, und das Programm ist es wert. Es unterstützt Autoren, indem es den Karteikartenansatz in elektronisches Format überführt. Darüberhinaus bietet es Konkordanzfunktionen und weitere Features. Ich benutze es erst seit einigen Tagen und bin daher noch nicht befähigt, eine tiefergehende Wertung abzugeben. Mein derzeitiges Projekt konnte ich aber - obwohl schon weit fortgeschritten - relativ problemlos integrieren.

CueCards
ist ein weiteres wunderbares Tool, besonders geeignet für jene, die mit CeltX und YWriter5 nix anfangen können und beim guten alten Texteditor/ Word Processor verharren wollen. CueCards ist nichts anderes als eine wohlüberlegte Software zum Strukturieren spontaner Einfälle, Ideen und Fundstücken. Die Oberfläche ist (im Gegensatz zu den Kandidaten oben) intuitiv. Ich kenne nur die voll funkionsfähige Freeware-Fassung, die ich schon seit Jahren im Gebrauch habe, und sie erfüllt ihre Zwecke perfekt.

Zu guter letzt noch ein Tip zur graphischen Gestaltung gerade im RSP-Bereich.  Alex hat mir einen schönen Hinweis in den Kommentaren zu einem Blogeintrag hinterlassen: Inkscape, ein vektorbasiertes Zeichenprogramm, das als Konkurrenz zu Illustrator und Freehand gedacht ist. Damit sind z.B. Charakterbögen - nach einer gewissen Einarbeitung - kein Problem mehr.

Dienstag, 21. Februar 2012

Bäh, Charakterbögen

Ich liebe schöne Charakterbögen. Die Betonung liegt auf "schön". Das ist der Grund, warum ich mit meinen zumeist nicht zurecht komme. Ich hab jetzt den Aktuellen zusammengeschustert, in Open Office (!). RagTime hat mich diesmal total im Stich gelassen, Meine Fähigkeiten in Ragtime haben mich diesmal total im Stich gelassen, dieselben Probleme hatte ich mit Scribus. Meine FlowCharter-CD (die Software, mit der ich sowas sonst mache) habe ich nicht gefunden... Naja, das Ergebnis fällt bei mir unter "knapp ausreichend", und genau das muß dann auch für die nächste Zeit reichen.

Fragen, die mir dazu einfallen:

  1. Was sind eure Lieblings-Character Sheets?
  2. Was verwendet ihr zum Erstellen?
  3. Hat jemand ein Scribus-Tutorial, in dem sowas erklärt wird?

Mittwoch, 8. Februar 2012

Ein Blick in mein Werkzeugkistchen

 

Auf dem Ludus Leonis Blog ist der Beitrag "Ein Blick in meine Werkzeugkiste" erschienen. Darin vorgestellt die Tools, die der Autor verwendet um Spiele und Settings zu erstellen.

Wow. Ich komm mir nachgerade neolithisch vor, wenn ich diese High Tech Batterie sehe. Ich bin ja eher... handwerklich orientiert. Meine Tools sind teilweise 10 Jahre alt, teilweise sogar analog.

(Wenn ich alles richtig gemacht habe, sind die Bildchen klickbar, um die größeren Versionen anzuzeigen)
  • Um Texte zu schreiben und zu layouten verwende ich OpenOffice 3.2 (kostenlos) und  Acrobat Professional 7.0 (teuer), damit bekommt man ausreichend schöne Lay-Outs hin.
  • Handouts gestalte ich mit Paintshop Pro 5 (das war mal kostenlos bei der Chip), Editor (NoteTab Light) und Ragtime 5.5 als DTP-Lösung (das gabs mal beim Hersteller umsonst für private Nutzung).
  • Karten gestalte ich prinzipiell nur noch per Hand. Ich hab viele verschiedene Editoren durchprobiert, aber nichts sieht für mich schöner aus und nichts sagt deutlicher "Abenteuer" als blauer Stift auf weißem, kariertem Papier. 
  • Meinen Webauftritt verwaltet Google, unser Gruppenboard ein guter Freund...