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Freitag, 7. August 2015

Der fünfte D&D-Film kommt

Ja, der fünfte. Bitte keine Kommentare, es sei der vierte. Es ist der fünfte, mal ganz scharf nachdenken, ja? Also, der fünfte D&D-Film kommt. Das rumort ja schon seit einiger Zeit, und mittlerweile scheint es Warner gelungen, Hasbro davon zu überzeugen, es sei eine gute Idee, die immer noch recht angesehenen Forgotten Realms in das Paket zu werfen. Vorausgegangen waren da hochkomplexe Verhandlungen und Verfahren.

Ich hätte die Besprechungen gern verfolgt. Naja, hier ist die Presseverlautbarung. Yeah. Drehbuch von David Leslie Johnson. Oh Goodie. Neben dem sieht Drew Pierce aus wie ein arthouse auteur. Kampf der Titanen hatte diesen deutlichen Nachgang von ranziger Dramatica (3.0 ungepatched auf Open BS) oder gar Save the Cat.

Courtney Solomen, das Genie, das den ersten Film auf die Leinwand brachte, ist (irgendwie) als Producer attached. Immerhin weiß er, wie man einen Shot framed (Gruß an Uwe Boll). Und er hatte damals das Geld, Schauspieler zu bezahlen, die seine Sets aufgegessen haben.

LET THEIR BLOOD RAIN FROM THE SKYYYYYYYYY!!!

Ich liebe das ja. Der Film ist ein unfreiwilliges Meisterwerk von hohem Unterhaltungswert. Der Film bebildert kein D&D-Universum, er stellt ein Rollenspiel dar. Im Grunde ist er eine Vorform der Gamers-Filme, nur ohne die Outgame-Anteile*. D&D 2 und 3 waren auf dem Produktions- und Darstellungsniveau von Kostümpornos bei denen man den Porno vergessen hatte. Der Dragonlance-Film hingegen (siehste, da ist #4) fühlte sich einfach wie eine Hirnblutung an.

Also Solomon ist dabei. Kein schlechtes Zeichen, der bringt den infantilen Blick mit (hoffe ich). Drehbuch Johnson. Keine große Hoffnung hier. Der Arbeitstitel des Drehbuchs ist Chainmail. Ist jetzt auch nicht dümmer als Schiffe versenken. Einen Regisseur sehe ich noch keinen genannt. Besonders schön fand ich diesen Satz:
Now we have the opportunity to ignite a franchise for its legions of avid fans in a way never done before.
Ich werd das Gefühl nicht los, daß die Zahl der "avid fans" mit dem Begriff "legions" ein wenig überschätzen. Und sie werden sich furchtbar ernst nehmen, so auf Marvel- oder gar DC-Niveau. Und das ist dann eben kein D&D mehr.

Ach ja, wo wir bei "avid fans" sind: Wo bleibt mein DSA-Film?

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*Idee für mich selbst. Fanedit des ersten D&D, in den ich meine Gruppe parallelmontiere, wie sie das spielt und kommentiert. "Wieso blauen Lippenstift?"Die anderen Spieler merken an, daß der Spieler von Snails seinen schwarzen Rogue voll rassistischer Klischees aus dem 80er Jahre Kino darstellt. Da ist viel Luft.

Sonntag, 9. Dezember 2012

mmmh-mmmh-mmmh

Ich weiß jetzt nicht. Halb erfüllt mich das Projekt "Schwarze-Auge-Film" mit einer Vorahnung des Grauens, halb fasziniert es mich. Wie ein schrecklicher Unfall auf der Autobahn. Meine größte Hoffnung für dieses Projekt wurde ja zerschlagen.

Dirk Bach wird nicht Galotta spielen.

Immerhin einen Drehbuchautoren haben sie jetzt gefunden. Robert Löhr. Da wiegt der Kopf. Positiv natürlich, daß es sich um einen DSA-Spieler handelt, außerdem ist er ein durchaus erfolgreicher Autor. An den Schachautomaten kann ich mich dunkel erinnern, der war nicht schlecht. Sein restliches Werk haut in dieselbe Kerbe: Leicht gehobene Historienschinken mit dem ironisch-dunklen Twist. Ist ja (nicht nur) in Deutschland in den letzten 30 Jahren ein sehr erfolgreiches Genre seit dem Parfum.

Wobei Löhrs Werkschau deutlich verrät, daß nach dem Prinzip "Hat letztes Mal geklappt, machen wir wieder" geschrieben wird. Kann aber auch am Verlag liegen, Piper hat da gewisse Tendenzen.

Weniger hoffnungsfroh liest sich das, was er so an Filmdrehbüchern geschrieben hat. Klassenfahrt - Geknutscht wird immer und Kein Bund fürs Leben ragen da besonders heraus. Hust. Aua. Aber das muß ja nichts heißen.

Das waren hoffentlich nur Auftragsarbeiten und keine eigenen Projekte.

Seien wir mal voll Hoffnung, daß das was wird. Im Windschatten der Hobbit-Filme kriegt auch das DSA-Projekt sicher wieder Wasser unter den Kiel. Fantasy-Filme werden jetzt einige Zeit wieder richtig populär sein.

Auch das hat wieder zwei Seiten: Vielleicht wird sogar ein quakend-nuschelnder deutscher Großdarsteller auf das Genre aufmerksam und hakt sich in das Projekt ein, d.h. seinem Ego angemessen übernimmt er es dann, und meine schlimmste Befürchtung wird wahr: Til Schweiger mimt einen Aragorn-Verschnitt, der noch viel toller ist als der Aragorn, weil der Til halt so viel toller ist.

(via Nandurion)