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Montag, 4. Juni 2018

Der Mörder ist immer der Pope.

Jopp. Ich kriege meine Rubelchen.
Absolut cool. Der Tote-Nicht-Tote-Ja-Was-Denn-Nun "Kremlkritiker"-Fall #Babchenko wird immer interessanter. Der Geheimdienst in Kiew hat nach eigenen Angaben ja das ganze Theater aufgeführt, um die "russischen Hintermänner" eines (von Putin wahrscheinlich persönlich mit den Erlösen aus dem Verkauf seiner Briefmarkenalben finanzierten) Mordkomplotts zu enttarnen.

Und sie enttarnen, das muß man ihnen lassen. Zu blöde, daß sie russlandhassende Ukrainer sind mit tollen Verbindungen zu den Banderas-Faschisten des Rechten Sektors enttarnen. Einer davon ist ein Pope. Oh, oh, oh, hätt ich fast vergessen.

Sie arbeiten für den Geheimdienst. Den ukrainischen Geheimdienst.Und das kommt nicht von den schlimmen Fingern wie Sputnik, Russia Today oder gar dem PÖHSEN KenFM. Das kommt von der New York Times.
Both the priest and the executive claimed to be working for Ukraine’s intelligence services. Ukrainian officials at first denied that but, in the case of the priest, subsequently reversed themselves and admitted he had played a role. They would not say what.
Ich mache jetzt diese italienische Geste, bei der ich meine gespitzten Finger küsse und ausbreite. Das ist königlich köstlich. Zum Abschluß, liebe ukrainische Schlapphüte: Dieses Lied verlinke ich für euch.


Dienstag, 2. Juni 2015

Über allen Gipfeln ist Ruh'

Etwas verspätet denkt ein SPON-Mitarbeiter über den G7-Gipfel nach und gebiert - sicher unter Schmerzen in dem intellektuellen Umfeld - eine Art Gedanken. Es sei dumm, Putin nicht eingeladen zu haben, denn nur mit Putin lasse sich die Krise in der Ukraine lösen, nicht aber ohne ihn.

Bravo! Siehst Du, lieber Spiegelredakteur, es mag wehtun, aber es tötet nicht, das Denken.

Falsch ist der Gedankengang natürlich trotzdem. Er geht nämlich davon aus, daß die G7-Regierungschef den Konflikt lösen, also friedlich beenden wollen. Das ist eine Annahme für die es leider keinerlei Beleg gibt. Wenn wir uns die Nachrichten der letzten 14 Monate ansehen, so können wir erkennen, daß von Beginn an die EU und die USA den Konflikt um die Ukraine gegen Russland mit allen Mitteln forciert haben.

Die wollen den Konflikt nicht lösen, die wollen verdammt nochmal den Krieg gewinnen, den sie begonnen haben. Das ganze Friedensgesabbel ist doch nach den Ereignissen als reine Fassadenmalerei leicht zu erkennen.

Niemand hat die Absicht einen Frieden zu erlangen. (Wiederholen in fistelndem Sächsisch, bitte.) Aber, lieber Redakteur, weitermachen! Irgendwann kommt auch was Valides raus...

Montag, 27. April 2015

Nein, nein, soviel kann kein Mensch essen.

Frank Walter Steinmeier, Außenminister der BRD, hat am 15. März 2015 einen Brief geschrieben, an die polnische Ministerin für kulturelle Angelegenheiten. Darin bittet er die Ministerin, gewisse Dokumente zurückzuziehen.

Diese betreffen ein Kriegsverbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg.  Ukrainische Verbände aus dem Dunstkreis des Faschisten Banderas verübten ein Massakker an Zehntausenden Polen im Jahre 1943.

Die Dokumente über dieses Massakker sind nach Meinung Steinmeiers geeignet, "die politische Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union zu beeinträchtigen und "bei den Behörden und der Bevölkerung der Ukraine eine negative Reaktion" auszulösen. Die Faschisten, die in Kiew an der Macht sind (obwohl es sie eigentlich ja gar nicht gibt), haben den Nazi Stepan Banderas zum Nationalheiligen gemacht. Ganz offiziell seit 9. April des Jahres sind die Banderas-Banden keine Massenmörder mehr, sie sind "Freiheitskämpfer".

Polens 100.000 Tote stören ganz einfach den Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland. Die Handlanger in Kiew sollen sich doch wohl fühlen. Daher schreibt Steinmeier eine solche Aufforderung, Polen solle doch bitte ein wenig die Geschichte verbiegen bzw. unschöne Details nicht erwähnen. Wer sich jetzt darüber aufregt, der sei beruhigt, niemand erwartet von den Polen, das umsonst zu tun, denn "Deutschland seinerseits setzt die Unterstützung und Förderung der polnischen Wirtschaft (....) fort."

Ich bin dann mal kotzen.


http://www.neopresse.com/politik/polen-vergisst-wolhynien-um-europas-willen/
https://www.indymedia.org.uk/en/regions/world/2015/04/520224.html
http://wyborcza.pl/politykaekstra/1,144844,17754786,Schetyna__Absurd_przeslania_tragedie.html?piano_d=1

Mittwoch, 3. September 2014

Pensionierte Geheimdienstexperten für den gesunden Menschenverstand

Ja, eine solche Gruppe gibt es, und die hat die Vorwürfe, Rußland sei bereits in die Ukraine einmarschiert geprüft, und das vorgelegte Beweismaterial der US-Dienste, nun ja, zerfetzt.
Es soll hier ausreichen, deutlich zu machen, dass die am 28. August von der NATO veröffentlichten Bilder eine sehr fadenscheinige Grundlage dafür bilden, Russland eine Invasion der Ukraine vorzuwerfen. Traurigerweise haben sie starke Ähnlichkeit mit den Bildern, die am 5. Februar 2003 von Colin Powell vor den Vereinten Nationen gezeigt wurden und die ebenfalls nichts bewiesen (...) Wenn die von der NATO und den USA freigegebenen Fotos den besten verfügbaren "Beweis" einer russischen Invasion darstellen, verstärkt dies unseren Verdacht, dass aktuell erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um Argumente für den NATO-Gipfel zu stärken, auf deren Grundlage Maßnahmen verabschiedet werden sollen, die Russland mit Sicherheit als Provokation ansehen wird. Sie sind zweifelslos vertraut mit dem Ausdruck "Caveat Emptor". Es soll genügen hinzuzufügen, dass man allem, was Mr. Rasmussen oder selbst Außenminister Kerry zu verkaufen versucht, mit äußerster Vorsicht begegnen sollte.
Das ist ein Auszug aus einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt und viele weitere interessante Informationen erhält, z.B. über die Rolle von NATO-Generalsekretär Rasmussen oder die Machtlosigkeit von Barack Obama gegen die eigenen Falken.

Man kann nur hoffen, daß der Brief tatsächlich auch von Leuten gelesen wird, die a) Macht ausüben und b) die Situation wirklich klären wollen.

Ansonsten gibt es immer noch keine Ergebnisse zu Flug MH-17.

Montag, 18. August 2014

Eine Welterklärung

Geil. Das erklärt ALLES.



Auf SPIEGEL online gilt jede Behauptung der ukrainischen Junta als wahr, bis sie widerlegt ist. Oder: Alles was rein theoretisch möglich sein könnte, ist die Wahrheit.
Leser: Gibt es konkrete Belege für die auch vom Spiegel verbreitete Meldung, russische Truppen hätten die Grenze zur Ukraine überschritten?
SPON: Gibt es eigentlich konkrete Belege, dass dem nicht so ist?

Keine Fragen mehr.

(via Nachdenkseiten)

Und nicht viel später sieht es dann so aus.


Dienstag, 12. August 2014

"Ich hier, Wirklichkeit da." - "Wo?" - "Na, da drüben irgendwo halt. Ich hab sie lang nicht gesehen."

Aus der Vorstellungswelt
deutscher Redakteure
Gabor Steingart hat im Handelsblatt einen Leitartikel verfaßt, der in deutsch, englisch und russisch erschien: "Der Irrweg des Westens." Er zeigt, daß immer Hoffnung auf (hoffentlich dauerhafte) Besserung besteht:
Blätter, von denen wir eben noch dachten, sie befänden sich im Wettbewerb der Gedanken und Ideen, gehen im Gleichschritt mit den Sanktionspolitikern auf Russlands Präsidenten Putin los. Schon in den Überschriften kommt eine aggressive Verspannung zum Ausdruck, wie wir sie sonst vor allem von den Hooligans der Fußballmannschaften kennen. Der „Tagesspiegel“: „Genug gesprochen!“ Die „FAZ“: „Stärke zeigen“. Die „Süddeutsche Zeitung“: „Jetzt oder nie“. Der „Spiegel“ ruft zum „Ende der Feigheit“ auf: „Putins Gespinst aus Lügen, Propaganda und Täuschung ist aufgeflogen. Die Trümmer von MH 17 sind auch die Trümmer der Diplomatie.“ Westliche Politik und deutsche Medien sind eins. 
Voll auf die Zwölf. Kudos. Und um Gabor Steingart zu bestätigen hat jetzt die Welt nachgelegt. Dort darf Prof. em. Karl Schlögel seine Einsichten zum Besten geben. Die Überschrift "Donezk – ein Urbizid mitten in Europa" informiert darüber, daß in diesem Pfund Getipptem keine Gefangenen gemacht werden. "Urbizid" ist, laut dem Schöpfer dieses Begriffs, Markus Funck von der Uni Marburg, "die systematische Zerstörung oder Vernichtung von Städten". Eine Blendervokabel für Selbstverständlichkeiten der Kriegsführung seit 1936 (Guernica, Warschau, Coventry, London, Hamburg, Berlin, Dresden, Hiroshima, Sarajewo, Gaza-Stadt and surely to be continued).

Noch geiler wird es dann aber im Anreißer, den der Herr Emeritus hoffentlich nicht selbst verfaßt hat. Aber er hat wohl auch nicht protestiert, der Herr Emeritus.
Putins Mordgesellen: Russlands Präsident betätigt sich als Kriegsbrandstifter. Unter dem Deckmantel der "humanitären Mission" verfolgt er in Donezk die gnadenlose Zerstörung der einst blühenden Stadt.
Da kracht dem Leser doch die Freßleiste auf den Boden, oder? Putin bombardiert Donezk! Putin schießt Grad-Raketen in die Stadt! Putin läßt Panzer anrollen! Anders ist das nicht zu verstehen.

Montag, 4. August 2014

Ein harter Blick auf die Wirklichkeit oder das Schweigen der Schwarzen Boxen

Gestern habe ich gegen die westlichen Medien aber auch die westlichen Politiker polemisiert, die das Klima in Europa vergiften und den Eindruck erwecken, ihnen sei auch ein Krieg in der Ukraine recht, um...

Ja, um was eigentlich? Ich verstehe die russische Interessenlage, die versucht, eine Umkreisung durch die NATO zu verhindern. Ich verstehe nicht die NATO-Staaten, die unter Führung der USA diese Einkreisung betreiben und ich verstehe auch nicht, warum wir einen weiteren Failed State in der EU haben wollen. Wirklich wegen dem bißchen Gas in der Ostukraine? Oder geht es tatsächlich um die geostrategische Umfassung, schlagen doch jetzt auch wieder Armenien und Aserbaidschan aufeinander ein.

Ich habe jedenfalls keine Ahnung. Die Bemerkung des Papstes, der Kapitalismus benötige wie jedes Imperium eben Kriege, kann kaum eine Erklärung für das Zündeln im Herzen Mittel-Ost-Europas bieten

Sine irat et studio... nihil nec offensae nec gratiae dabitur. Ich habe mein Gift schon verspritzt, ich bin ganz ruhig.

Fakten 

Vielleicht hilft eine Betrachtung der Ereignisse rund um Flug MH-17. Fakten sind dünn gesät, Desinformation von allen (!) Seiten sprießt umso reichlicher. Fakt: Um 16:20 ukrainischer Ortszeit (13:20 MEZ) wird die Boeing über der Ost-Ukraine abgeschossen. Die erste Meldung über einen Abschuß geht ungefähr vier Stunden später über die Ticker (17.25 MEZ). Die russische Nachrichtenagentur Interfax ist die erste, die von einem "Abschuß" berichtet.

Darauf dürften wir uns alle einigen können. Alles andere... nun, die Wahrheit, im Flusse sie ist. (Noch nicht mal diese initiale Aussage wird von allen Menschen geteilt. Dazu später mehr.)

Das Schweigen der Schwarzen Boxen.

Tagelang beherrschten sie die Schlagzeilen, die "Black Boxes" abgeschossenen MH 17. Geargwöhnt, nein, fast als Faktum hingestellt wurde, daß die Rebellen die Boxen manipulieren oder nach Rußland bringen könnten / würden. Schließlich gelangten die Boxen - mit Hilfe der Rebellen übrigens - zur Auswertung nach England, zum Air Accidents Investigation Branch. Das ist laut BBC einer von zwei Plätzen in Europa, wo man in der Lage ist, diese Boxen korrekt auszuwerten, die andere Stelle ist Paris. Soweit zu Manipulationsmöglichkeiten durch die Rebellen.

Die britischen Experten fanden keine Spuren einer Manipulation und bescheinigten den Boxen brauchbaren Zustand. In 24 Stunden könne man die Infos haben, auf die die ganze Welt warte. Das war am 25. Juli.

Seitdem herrscht dröhnendes Schweigen und niemand fragt nach. Es ist, als seien die Black Boxes von Flug MH 17 aus der Wirklichkeit verschwunden.

Ein weiteres, vielleicht entscheidendes Beweismittel ist auch noch nicht vorgelegt worden: Die Gespräche zwischen Luftüberwachung und den Piloten von MH-17 werden von Kiew weiterhin nicht herausgegeben. Warum? Leider wird auch das von den "seriösen" Medien nicht verfolgt.

Samstag, 2. August 2014

Der Ewige Russe

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat mich und meine Kameraden Genossen von der fünften Kolonne erkannt, ertappt, enttarnt und dies der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer sich der veröffentlichten Meinung in Deutschland, deren Ausgewogenheit und sorgfältige Recherche vollkommen außer Zweifel steht, verweigert und öffentlich doofe Fragen stellt, der wird von Moskau bezahlt.

Natürlich schreiben die das im SPRITZEL nicht wörtlich, so brunzdoof sind die ja nicht, daß die nicht wüßten, daß ihnen Belege für ihre Hirngespinste fehlen. Nein, in der Hamburger Zentrale verfolgt man das gepflegte Spiel der Insinuation.
Das Titelbild des aktuellen SPIEGEL mit der Zeile "Stoppt Putin jetzt!" hat einige heftige Reaktionen ausgelöst - insbesondere in sozialen Netzwerken. Darunter waren auch organisiert auftretende, anonyme User, die schon seit Monaten jegliche Kritik an Russland mit einer Flut an Wortmeldungen in den Foren vieler Online-Medien kontern.
Ja. Schön, nicht? Das verlinkte "Editorial" (ich schreibs mal in Gänsefüßchen) reiht sich nahtlos ein in die "Berichterstattung" (dito) des "Nachrichtenmagazins" (dito); Propaganda pur. Putin, lesen wir da, sei ein "ruchloser" "Paria der Weltgemeinschaft", der zur "Rechenschaft gezogen" werden müsse. In dem Stil hetzt sich das durch mehrere Geschichten.

Ich erwähnte sicher schon mal, daß sich jeder "Journalist" nennen darf?

Die Qualität der Berichte und Recherche in diesem Blatt, über Dutzende von Seiten, ist bereits im Leitartikel exemplarisch erfaßt.
Niemand im Westen zweifelt noch ernsthaft daran, dass das Flugzeug mit einem Buk-Luftabwehrsystem abgeschossen wurde, das die Separatisten höchstwahrscheinlich aus Russland erhalten haben. Einer ihrer Anführer hat selbst zugegeben, dass sie über ein solches System verfügten, und die Indizienkette ist eindeutig.
43 Wörter, also alle 8,6 Wörter eine Falschbehauptung, Verdrehung, Unterstellung, Verzerrung.

Dienstag, 1. April 2014

Dienstag, 25. März 2014

Hirn raus zum Gebet

Wow, das muß man mal bringen: Quasi zum fünfzehnten Jahrestag des völkerrechtswidrigen Gemetzels der NATO im ehemaligen Jugoslawien verfällt Kriegsministerin von der Leyen endgültig in bellizistische Brachialrhetorik und die Hauptstadtjournalisten von der WELT träumen sich in den Panzerbären, mal nebenbei den Bündnisfall der NATO gegen Rußland fabulierend, als sei derartiges in irgendeiner Form angängig.

Für deutsche Kwahlitehtsschurnalisten steht der Iwan wohl schon wieder auf den Seelower Höhen.

Was ich jetzt schreibe, muß ich zensieren, aber es hatte mit der Größe einer Person im Angesicht der Zeiten zu tun. Ich lasse es aber besser. Anyway, die Aggressivität der NATO, insbesondere der Führungsmacht USA, hat seit dem Jugoslawienkrieg in anderen Kriegen weitere hunderttausende an zivilen Opfern gekostet, zumeist auf Grundlage von "Kriegsgründen", die es überhaupt nie gab. Im Lügen sind sie spitze.

Samstag, 15. März 2014

Und wir warten...

...auf den Sonntag der Volksabstimmung auf der Krim. Wird alles glattgehen? Wie wird die Entscheidung sein? Die Reaktionen? Die werden interessant, denn ungeachtet aller Einwände, die die G7-Staaten und andere vorbringen: Der Westen selbst hat - gegen den Widerstand Putins - bereits einen vergleichbaren Präzedenzfall im Kosovo geschaffen, der vom Internationalen Gerichtshof später abgesegnet wurde.

Das ist nicht so eindeutig, wie unsere Spin Doctors Politiker und Medien es darstellen.

Der komplette EU-Sanktionismus ist ja bekanntermaßen sowieso nur Darmwind. Russland pumpt um die 50 Mrd. in Cash jährlich in die EU, ist einer der wichtigsten Handelspartner und der vielleicht wichtigste Energielieferant. Über die Schiene wird gar nix laufen, was irgendeinen Effekt hat. Das muß jedem klar sein, egal, wie er die Lage in der Ukraine selbst beurteilt. Jede Sanktion trifft uns wahrscheinlich härter als Rußland.

Good Cop Bad Cop bedeutet nicht, daß der eine den anderen verdrischt und der Beschuldigte dabei zusieht.

Leider hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß die "Demokratien" des Westens auch andere Methoden verwenden außer wirtschaftlich-politisch-diplomatischen. False-Flag-Operationen, Destabilisierung und auch Mord sind fester, völkerrechtswidriger Teil des "demokratischen" Arsenals. In der Ukraine wurde das ja exemplarisch vorgeführt"Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Verschwörungspraxis."

Wird der Samstag ruhig bleiben? Oder doch False-Flag? Werden ganz plötzlich, und seien wir ehrlich, derzeit ohne Grund, ukrainische Militärinstallationen nahe der Krim aber nicht auf der Krim angegriffen werden? Von vorgeblichen "Russen"? Moskau hat zwar NIX mit so einer Aktion zu gewinnen, aber die bescheuerte Keine-Abzeichen-auf-der-Uniform-Nummer, die die Russen auf der Krim abgezogen haben, würde die Glaubwürdigkeit einer solchen Behauptung signifikant erhöhen, wenn man eben - wie in diesen Tagen üblich - Cui bono ausblendet.

Wenn die Demokraturen des Westens tatsächlich Aktionen planen: Wo würden Provokateure zuschlagen? Luhansk? Berdyansk? Oder weiter im Landesinneren? Melitopol?

Nur ein Gedankenspiel natürlich. Niemand kann so bescheuert sein, brennende Fackeln zu jonglieren, während wir alle bis zur Hüfte in Benzin stehen.

Oder?

P.S.: Letzten Dienstag auf'm ZDF "Die Anstalt" geguckt? Nein?! Nachholen! Noch haben die Kalkleisten, die auf den oberen Etagen des Senders vegetieren, nicht geschnallt, was sie da neuerdings versenden. Man achte mal auf das Publikum, gerade am Ende.

Freitag, 7. März 2014

Lügner!

Was ich unheimlich mutig fand, war, daß er sich in aller Öffentlichkeit traute, ein positives Wort über Russland zu sagen. Das ist ja heute fast schon verboten.
(Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D.)

Es war Florian Rötzer, der noch im letzten Jahr meinem Ekel Ausdruck verlieh, daß der Sturz eines Ski-Laien mit Inselbegabung zum Kreisfahren zu einer Stellungnahme der Bundesregierung führte. Der mediale Budenzauber, der dazu abgefackelt wurde, spottete jeder Beschreibung. Vielleicht konnte man es als solidarische Grußadresse der vielen Wachkomatösen in den deutschen Medien an ein Vorbild verstehen, aber Grußkarten und Blumen hätten es dann auch getan.

Andererseits; um wieviel besser kann man die Widerlichkeit, die Erbärmlichkeit noch demonstrieren, die in genau diesen, von uns allen bezahlten Medien herrscht? Wird schwer, wenn man z.B. liest, wie der Chef der Tagesschau, dem "seriösen" Nachrichtenmedium schlechthin, Dr. Kai Gniffke, das vieltägige Schuhmacher-Trommelfeuer seiner Irrenanstalt rechtfertigt.
Deshalb wäre es töricht von uns, wenn wir in diesen eher nachrichtenschwachen Tagen unsere Sendungen krampfhaft mit sogenannten B-Themen füllen würden. Dabei räume ich selbstverständlich ein, dass man das auch anders sehen kann, wenn man die Themen ausschließlich nach Relevanzkriterien auswählt. (...) Aber mein journalistischer Kompass sagt mir, dass er in eine Kategorie populärer Persönlichkeiten gehört, die eine umfangreiche Berichterstattung rechtfertigt, ohne dass wir damit Tagesschau-Grundsätze aufgeben.
"Nachrichtenschwache Tage" soso. "B-Themen" aha. "Journalistischer Kompaß" ein Brüller. Was war denn so ein typisches "B-Thema" an diesen "nachrichtenschwachen Tagen"? Na, die Bombenanschläge von Wolgograd beispielsweise. Aber hey, das war'n ja nur tote Russen, nicht wahr? Wer zählt die schon?

Man beachte auch, daß im ganzen Text das Wort "Integrität" nicht auftaucht. Wäre ja auch fehl am Platze.

Donnerstag, 6. März 2014

Dreckig, dreckiger, am dreckigsten

9gag.com
Ging schon Mittwochmorgen über fefe: Eine Meldung von RT darüber, daß die Scharfschützen auf dem Maidan in Kiew nach Ansicht des estonischen Außenministers von der Koalition, die jetzt die Macht übernommen hat, beauftragt wurden. Angeblich seien die Führer des Maidan somit für die Toten auf beiden Seiten verantwortlich, sagte der Außen zu Lady Ashcroft, der Frau die irgendwie als Außenministerin oder so der EU fungiert (ich hab den Status nicht ganz verstanden). Im Wortlaut:

„[Dr.] Olga Bogomolez, die die Verletzten auf dem Maidan behandelt hatte, informierte mich über Scharfschützen, die Menschen in Kiew töteten. Ihr zufolge deuten alle Indizien darauf, daß Polizisten und Demonstranten, Menschen auf beiden Seiten von ein und denselben Scharfschützen erschossen wurden.
(...)
Es macht mir Sorgen, daß die neue Koalition nicht gewillt ist, die Umstände dieser Taten zu klären. Somit wird der Verdacht erhärtet, daß hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch, sondern jemand aus der Koalition gestanden hat.“

Die Echtheit des Gesprächs ist mittlerweile offiziell vom Ministerium bestätigt. Ach ja: Spiegel nix, Welt nix, auf tagesschau.de nix, in ZDF-heute war auch nix. Warum auch? Ist ja bestimmt nicht berichtenswert.

Die Todesschüsse auf dem Maidan fielen, nachdem die EU mühsam einen Kompromiß ausgehandelt hatte, der eine friedliche Übergangslösung hätte ermöglichen können, so eine mit Wahlen und Ausdruck des Volkswillens und diesem Kram.

Dann beginnen die Scharfschützenmorde, alles versinkt in Terror. In Kiew übernimmt dieser undurchsichtige Oligarch und Ex-Banker die Regierung, nachdem - wie der estische Außenminister die Gerüchte wiedergab - etliche Abgeordnete, die ihn schließlich wählen, vorher in nächtlichen Besuchen von, sagen wir, Sympathisanten der faschistischen "Swoboda" über den Irrtum ihrer bisherigen Haltung informiert wurden. Und über Schmerzempfinden, falls nötig. Die reguläre Polizei wird abgelöst bzw. "unterstützt" von proto-faschistischen Milizen. Irgendwo dazwischen irren ein Boxer und die freigelassene "Freiheitsikone" Timoschenko über die politische Bühne.

Wem nutzt sowas? Cui bono?



Es riecht nach George Soros, der jetzt auch wieder die Propagandatrommel in großen europäischen Medien rührt (z.B. Süddeutsche (nicht verlinkt wegen Leistungsschutzrecht) und Guardian), dessen Verwicklung über seine Stiftung in diverse "Volksaufstände" in der Vergangenheit schon Anlaß zu kritischem Hinterfragen gegeben hätte, wären unsere Medien eben keine Systemmedien.

Eine Bande skrupelloser und bewaffneter Putschisten hat die Bemühungen der besonneneren Kräfte innerhalb der EU um einen friedlichen Wandel mit Gewalt hintertrieben und eine Machtübernahme mit Legalitätsanstrich durchgesetzt. Die einzigen, die an diesem Szenario Interesse haben können, sind die USA, die keine direkten wirtschaftlichen Ziele in der Region verfolgen, sondern geostrategisch eine Destabilisierung und Einkesselung Rußlands wollen, ein Wunsch, den einige Falken in der EU wohl teilen. Eine Flanke ist natürlich der Raketenschild, der nur gegen Rußland gerichtet sein kann, und jetzt der Versuch, die russische Marine vom Schwarzen Meer abzuschneiden. Putin reagiert mit militärischer Logik und sichert die Krim, völkerrechtswidrig. Aber an sowas haben uns ja die Amis nun wirklich gewöhnt.

Heiß wird es jetzt, da die Ukraine im Laufe des Mittwochs das NATO-Beitrittsgesuch auf den Weg gebracht hat. Was sagen eigentlich die NATO-Statuten, falls es zum Beitritt kommt? Ist die Krim dann der "Verteidigungsfall"?

Addendum:

Heute geht es dann auch mal langsam in die Medien, mit 24 Stunden Verspätung. Es wird nicht übersichtlicher. Der estonische Außenminister Paet dementiert, einen Verdacht gegen die Opposition geäußert zu haben (da haben wir allerdings das Gegenteil auf BAND). Die von Paet zitiert Ärztin Bogomolez wiederum dementiert, das gesagt zu haben, was Paet an Ashton berichtete, laut der Sueddeutschen (leider kein Link, Leistungsschutzrecht).

Wird nicht klarer.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Kalte Krieger

quickmeme.com
Hey, nein, ich bin kein Freund von Janukovic, ich mag auch Putin nicht besonders, wenn ich ihm auch eine gewisse Meme-Eignung nicht absprechen kann. Was ich noch weit weniger mag: Primitive Kalte-Kriegs-Propaganda auf allen Kanälen und auch noch von mir finanziert. Die Doppelmoral unserer Medien und unserer Politiker sprengt derzeit jeden Rahmen. Dabei bedient sie sich einer Plumpheit, daß eigentlich nur noch final verstrahlte Staatsinsassen darauf anspringen können.

Am Beispiel Ukraine wird das besonders deutlich. Da wird über deren neue Demogesetze berichtet, die seien "undemokratisch". Sachen wie Vermummungsverbote sind tatsächlich undemokratisch, das hat aber niemanden gehindert, vor knapp dreißig Jahren eines bei uns einzuführen. In Kanada kann man als vermummter Protestler für zehn Jahre in den Knast wandern, und letztes Mal, als ich guckte, zählte man Kanada noch zu den "westlichen Demokratien". Dito die Versuche der ukrainischen Polizei, die Situation über Sicherheitszonen in den Griff zu bekommen - dort ist das "pfui", bei uns in Hamburg aber irgendwie dann doch demokratisch.

Dank unserer Medien habe ich keine Ahnung, was in Kiew genau los ist (außer, daß mir die Opposition, die sich aus Kryptofaschisten, Ultranationalisten und Wirtschaftslibertären auf Crack zusammensetzt, womöglich noch unsympathischer ist als die derzeitige Herrschaft dort), denn ich bekomme Propganda serviert, die genau nach dem stinkt, was sie ist: Primitive Scheiße, und man mag mir die Vulgarität verzeihen, sie ist leider die genaue Bezeichnung dafür. Machen wir uns nix vor: Würde die außerparlamentarische Opposition in solchen Zahlen gegen unsere Regierung mit vergleichbaren Mitteln vorgehen, sähe es in Berlin nicht anders aus als in Kiew.

Das kotzt mich wahrscheinlich am meisten an. Nicht, daß Medien und Politik uns nach Strich und Faden bescheißen, um ihren kalten Krieg gegen Putin zu führen, sondern die Primitivität, die verrät, für wie blöd sie uns mittlerweile halten.