Nein, ich bin kein Freund der Klagenden Flammenprinzessin noch einer des Gesamtausstoßes von James Edward Raggi IV. Aber: Innerhalb der Rollenspielszene stellt sein Verlag eine definitiv einzigartige Stimme dar. Umso mehr traf mich die Nachricht, daß der Verlag unmittelbar bedroht ist, daß diese Stimme verloren gehen könnte.
Verschiedene Faktoren - unter anderem die unsägliche Zak S-Geschichte (Wer hat da eigentlich am Schluß gewonnen?) - haben dazu beigetragen. Und jetzt müssen binnen eines Monats 60.000 Euro her. Das ist für einen Kleinverlag eine Ansage.
Insofern, Leser: Falls Du da helfen willst, stöber doch einfach mal durch die Neuheiten oder durch den gesamten Webstore. Ich finde beispielsweise das Deck of Weird Things ganz vielversprechend. Und wenn Du wirklich gar nichts entdeckst, alles gar zum Kotzen findest: Für Dich gibt es den Lamentation-of-the-Princess-Kübel (siehe Bild).
Warum?
"Finnen lieben Eimer. Frag mich nicht warum." Interessant. Wieder was gelernt.
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Dienstag, 14. Juli 2020
Mittwoch, 26. März 2014
Rollenspiele für russische Oligarchen
Wer soll sich das sonst leisten? ;) Spaß beiseite: Mit der Narrativa-Edition haben die Homeriker sich wirklich ins Zeug gelegt, eine Luxusreihe an bekannten und populären Indy-Spielen aufzulegen, die man jetzt vorbestellen kann.
Die Editionen sind an Üppigkeit kaum zu überbieten. Hunde im Garten des Herrn (Dogs in the Vinyard)* beispielsweise kommt in Echtleder gebunden in Box mit Dutzenden (sicherlich hochwertigen) Würfeln und sonstigem Kram. Die anderen Spiele - Zu Diensten, Meister und Montsegur 1244 - sind ähnlich edel und aufwendig gestaltet und ausgestattet.
Sowas hat seinen Preis. Knapp 70,-- pro Spiel als Vorbesteller und 80,-- nachher, 200,-- für das Gesamtset. Das ist stolz, da finde ich eine Auflage von 300 schon ganz schön wacker.
Die Titel: Montsegur kenn ich vom Lesen, ein sehr reizvolles One-Trick-Pony. Stets zu Diensten, Meister sagte mir nichts, aber was ich mir seitdem angelesen habe, stimmt neugierig.
Das bekannteste Spiel des Trios ist sicherlich Vince Bakers DitV. Sicher, auf Metaebene schmeckt das, als wolle Dr. Sheldon Cooper seine evangelikale Vergangenheit therapieren, aber das Setting rockt (erinnert mich irgendwie an einen Teil von Rolands Welt, den Stephen King nicht beschrieben hat), und der zentrale Konfliktmecha ist sehr, sehr clever ausgedacht (und funktioniert vor allem auch). Man muß es ja nicht so spielen wie beschrieben, Autorenintention ist sowieso tot (und ich wollte das sowieso immer mal savagen).
Wer sich für Indyspiele interessiert, hat die sicher alle schon im jeweiligen Original, aber für Neulinge ist das ein starkes Trio. Dem Reinschnuppern ins Phänomen Indy-Game steht da natürlich der Kostenfaktor entgegen. Die Reihe zielt in Gestaltung und Preis mMn definitiv auf Sammler, nicht auf Spieler. Schade, aber irgendwie auch eine konsequente Weiterentwicklung von DSA und dem Phänomen des "lesenden Nichtspielers".
________________________________________________________
*Mit der Titelübersetzung bin ich in diesem Fall ein wenig unglücklich. Ich hätte Hunde im Weinberg des Herrn (wegen dem im Original titelgebenden Gleichnis) oder einfach Die Hunde des Herren vorgezogen. (Sogar den scherzhaften Vorschlag Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle fänd ich besser)
Die Editionen sind an Üppigkeit kaum zu überbieten. Hunde im Garten des Herrn (Dogs in the Vinyard)* beispielsweise kommt in Echtleder gebunden in Box mit Dutzenden (sicherlich hochwertigen) Würfeln und sonstigem Kram. Die anderen Spiele - Zu Diensten, Meister und Montsegur 1244 - sind ähnlich edel und aufwendig gestaltet und ausgestattet.
Sowas hat seinen Preis. Knapp 70,-- pro Spiel als Vorbesteller und 80,-- nachher, 200,-- für das Gesamtset. Das ist stolz, da finde ich eine Auflage von 300 schon ganz schön wacker.
Die Titel: Montsegur kenn ich vom Lesen, ein sehr reizvolles One-Trick-Pony. Stets zu Diensten, Meister sagte mir nichts, aber was ich mir seitdem angelesen habe, stimmt neugierig.
Das bekannteste Spiel des Trios ist sicherlich Vince Bakers DitV. Sicher, auf Metaebene schmeckt das, als wolle Dr. Sheldon Cooper seine evangelikale Vergangenheit therapieren, aber das Setting rockt (erinnert mich irgendwie an einen Teil von Rolands Welt, den Stephen King nicht beschrieben hat), und der zentrale Konfliktmecha ist sehr, sehr clever ausgedacht (und funktioniert vor allem auch). Man muß es ja nicht so spielen wie beschrieben, Autorenintention ist sowieso tot (und ich wollte das sowieso immer mal savagen).
Wer sich für Indyspiele interessiert, hat die sicher alle schon im jeweiligen Original, aber für Neulinge ist das ein starkes Trio. Dem Reinschnuppern ins Phänomen Indy-Game steht da natürlich der Kostenfaktor entgegen. Die Reihe zielt in Gestaltung und Preis mMn definitiv auf Sammler, nicht auf Spieler. Schade, aber irgendwie auch eine konsequente Weiterentwicklung von DSA und dem Phänomen des "lesenden Nichtspielers".
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*Mit der Titelübersetzung bin ich in diesem Fall ein wenig unglücklich. Ich hätte Hunde im Weinberg des Herrn (wegen dem im Original titelgebenden Gleichnis) oder einfach Die Hunde des Herren vorgezogen. (Sogar den scherzhaften Vorschlag Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle fänd ich besser)
Dienstag, 25. März 2014
Durchsage
Angesichts eines hochgehypten Produkts, das ich mir gerade zugemutet habe: Schöne Bilder ja. Aber bei aller orgiastischen Farbenpracht schüttel ich den Kopf. Hättet ihr, liebe RSP-Macher, vielleicht mal die Güte, etwas weniger Kohle in euren Illu-Porn zu stecken und etwas mehr Kohle darauf zu verwenden, eure Texter anständig zu bezahlen?
Neeeeeeee. Das war falsch. Muß heißen: "und etwas mehr Kohle darauf zu verwenden, anständige Texter zu bezahlen?" Das wäre mal erfrischend. Und aufregend. Und neu. (Positivbeispiel)
Ende der Durchsage. (Ooooh, wird mir das auf die Füße fallen.)
Neeeeeeee. Das war falsch. Muß heißen: "und etwas mehr Kohle darauf zu verwenden, anständige Texter zu bezahlen?" Das wäre mal erfrischend. Und aufregend. Und neu. (Positivbeispiel)
Ende der Durchsage. (Ooooh, wird mir das auf die Füße fallen.)
Freitag, 8. März 2013
Gesänge aus dunklen Zeiten
Hab ich grade reinbekommen, gebe ich gerne an die Allgemeinheit weiter: Der Burgenwelt-Verlag, spezialisiert auf Fach- und Wanderliteratur zum Thema... äh... Burgen hat auch den einen oder anderen Historischen Roman im Verkaufsregal.
Sie veranstalten auch 2013 wieder einen Kurzgeschichtenwettbewerb unter dem Motto "Gesänge aus Dunklen Zeiten." Gesucht werden Kurzgeschichten bis 30.000 Zeichen, angesiedelt im Mittelalter und angereichert um ein phantastisches Ereignis. Mystery, Horror oder Fantasy, da gibt es kaum Einschränkungen.
Einsendeschluß ist der 30. April 2013, als Lohn der Mühen winken eine Veröffentlichung und ein (branchentypisch mageres) Honorar. Alle Details zum Wettbewerb gibt es hier.
(Ich schicks auch mal über den Rollo-Aggregator; das klingt schon wie ein DSA-Produkt, und viele Rollos schreiben ja auch gerne.)
Sie veranstalten auch 2013 wieder einen Kurzgeschichtenwettbewerb unter dem Motto "Gesänge aus Dunklen Zeiten." Gesucht werden Kurzgeschichten bis 30.000 Zeichen, angesiedelt im Mittelalter und angereichert um ein phantastisches Ereignis. Mystery, Horror oder Fantasy, da gibt es kaum Einschränkungen.
Einsendeschluß ist der 30. April 2013, als Lohn der Mühen winken eine Veröffentlichung und ein (branchentypisch mageres) Honorar. Alle Details zum Wettbewerb gibt es hier.
(Ich schicks auch mal über den Rollo-Aggregator; das klingt schon wie ein DSA-Produkt, und viele Rollos schreiben ja auch gerne.)
Mittwoch, 20. Juni 2012
Intellektuelle Insolvenz
Christian Paul, Lukas Rilke, Peter Ahrens und Rafael Buschmann. Muß man sich nicht merken die Namen. Sie stehen allerdings dafür, was bei großen, angesehenen (bei wem eigentlich noch?) Online-Medien als "Qualitätsjournalismus" gilt, der besonders geschützt werden müsse. Die vier haben einen "Artikel" geschrieben, in dem sie den bisherigen Verlauf der EM "analysieren".
Wer den Artikel liest, wird dümmer. Ich verlink ihn trotzdem.
Die seit 1988 spielerisch hochwertigste Vorrunde der EM-Geschichte wird hier aus der Sicht von vier Männern bewertet, die keine Ahnung von Fußball haben. Keine. Gar keine. Überhaupt keine. Zilch. De nada. Null. Höhepunkt der Ignoranz, wirklich, war die Beschreibung des Spieles Italien vs. Spanien, indem man eine "altmodische Dreierkette" auszumachen glaubte.
Hust. Eine flexible Dreierkette vielleicht, aber altmodisch?! Prandellis 3(5)-5(3)-2 ist ein taktischer Geniestreich gewesen. Daneben gab in dieser hochklassigen Partie eine weitere taktische Auffälligkeit, nämlich der spanische falsche Neuner. Wobei, da seid ihr in guter Gesellschaft. Keiner der "Experten" im Fernsehen (auch auf ITV, BBC und ESPN nicht) hat auch nur ansatzweise geschnallt, was da auf dem Rasen geschah. Auch die Klasse von Deutschland gegen Portugal ist ja weitgehend unentdeckt geblieben. Mal hier reingucken und hier. Hilft Ignoranz zu erodieren, und ich muß mir die Arbeit nicht machen.
Neben vollkommener Ignoranz in Sachen Fußball ist auch noch ein erschreckender Mangel an simpler Logik und Allgemeinbildung in diesem "Artikel" festzustellen. Kostprobe: "(....) mit Englisch kam man nicht immer so weit, wie man sich das erhofft hatte. Kyrillisch wäre deutlich hilfreicher gewesen." Wie kommt sowas bittschön in ein Onlinemedium? Gibts da keinen Lektor?
Also, ihr vier Nasen. Wenn ihr euch mal wieder zusammensetzt, um über irgendwas zu sprechen, dann schreibt es bitte auf keinen Fall auf. Verschont Fußball. Und falls ihr doch auf das Thema kommt, redet über die Haare von Ronaldo. Das dürfte euch nicht überfordern (hoffentlich). Wobei ich euch zu eurer Titelgebung gratulieren muß: "Stumpf ist Trumpf". Treffender gehts nicht. Oder war das jemand anders? Hat der Lay-Outer euren Unsinn lesen müssen und die Überschrift gewählt?
Leistungsschutzrecht, also wirklich.
Wer den Artikel liest, wird dümmer. Ich verlink ihn trotzdem.
Die seit 1988 spielerisch hochwertigste Vorrunde der EM-Geschichte wird hier aus der Sicht von vier Männern bewertet, die keine Ahnung von Fußball haben. Keine. Gar keine. Überhaupt keine. Zilch. De nada. Null. Höhepunkt der Ignoranz, wirklich, war die Beschreibung des Spieles Italien vs. Spanien, indem man eine "altmodische Dreierkette" auszumachen glaubte.
Hust. Eine flexible Dreierkette vielleicht, aber altmodisch?! Prandellis 3(5)-5(3)-2 ist ein taktischer Geniestreich gewesen. Daneben gab in dieser hochklassigen Partie eine weitere taktische Auffälligkeit, nämlich der spanische falsche Neuner. Wobei, da seid ihr in guter Gesellschaft. Keiner der "Experten" im Fernsehen (auch auf ITV, BBC und ESPN nicht) hat auch nur ansatzweise geschnallt, was da auf dem Rasen geschah. Auch die Klasse von Deutschland gegen Portugal ist ja weitgehend unentdeckt geblieben. Mal hier reingucken und hier. Hilft Ignoranz zu erodieren, und ich muß mir die Arbeit nicht machen.
Neben vollkommener Ignoranz in Sachen Fußball ist auch noch ein erschreckender Mangel an simpler Logik und Allgemeinbildung in diesem "Artikel" festzustellen. Kostprobe: "(....) mit Englisch kam man nicht immer so weit, wie man sich das erhofft hatte. Kyrillisch wäre deutlich hilfreicher gewesen." Wie kommt sowas bittschön in ein Onlinemedium? Gibts da keinen Lektor?
Also, ihr vier Nasen. Wenn ihr euch mal wieder zusammensetzt, um über irgendwas zu sprechen, dann schreibt es bitte auf keinen Fall auf. Verschont Fußball. Und falls ihr doch auf das Thema kommt, redet über die Haare von Ronaldo. Das dürfte euch nicht überfordern (hoffentlich). Wobei ich euch zu eurer Titelgebung gratulieren muß: "Stumpf ist Trumpf". Treffender gehts nicht. Oder war das jemand anders? Hat der Lay-Outer euren Unsinn lesen müssen und die Überschrift gewählt?
Leistungsschutzrecht, also wirklich.
Freitag, 4. Mai 2012
Durch die Wüste
Die erste der Ausschreibungen vom Merquana-Verlag, die ich ja hier im Blog verlinkt hatte, ist zu Ende. Die Resonanz erstaunt mich:
Der zweite Wettbewerb "Piraten" läuft übrigens noch (verlängert) bis Ende Juni.
58 Beiträge sind eingegangen. Noch 16 müssen gelesen werden. Daher kann am Wochenende mit der Veröffentlichung der Autorenliste gerechnet werden. (...) Es sind wunderschöne, abenteuerliche, lebendige und fantastische Geschichten dabei gewesen und ich habe alle mit Freude gelesen.Ich selbst hab am Wettbewerb nicht teilgenommen, aber ich weiß, daß zumindest eine der Einsendungen von jemandem ist, der versucht hat, mit meinem W-101-Kram was Produktives anzufangen, was wohl auch geklappt hat. Schön, daß meine Textwüsten nicht ganz ungelesen vergehen werden. Ich drücke jedenfalls die Daumen.
Der zweite Wettbewerb "Piraten" läuft übrigens noch (verlängert) bis Ende Juni.
Dienstag, 27. März 2012
Tja, sie sinds zufrieden
Gerade via Nandurion die DSA-Umfrageergebnisse auf Ulisses entdeckt. So gerne ich ja auf DSA 4.X rumhacke, auf Erscheinungen des Fandoms und auf Gleisverlegarbeiten in den Abenteuern, es bewahrheitet sich bei fast 2000 Rückläufen etwas, was ich auch bereits in hitzigen Debatten im Tanelorn gesagt habe: DSA macht was richtig. Ich weiß nicht was es ist, aber die Spieler sind glücklich wie die Schweine mit ihrem Regelmonster und ihrer tüddelig-detailverliebten Welt.
Alle Debatten um "Dysfunktionalitäten" (ist eh so ein Reizthema von mir), die es in den letzten Monaten wieder gab, alle Gedankenspiele um ein dreigliedriges Regelsystem, das alle Spielstile gemäß irgendeiner reinen Lehre befriedigen soll, um Verschlankung, um "Gamisierung" à la SaWo, um Erzählgehampel à la FATE - seien wir ehrlich, Ulisses wäre wahnsinnig auch nur hinzuhören bei 86% Zufriedenheit mit ihrem Regelwerk. Fundamentale Änderungen können ihnen nur schaden, Platz für Verbesserungen ist immer. Aber wenn sie schlau sind, werden sie das behutsam angehen und die Geschmacksrichtung zu 100% beibehalten.
Da können wir Anders- und Besserspieler eben nur die Realität anerkennen. Der Rest ist Schweigen.
(Wüßte nur zu gerne, ob ich damals mitgemacht habe, und auch so ein Abenteuer bekommen werde.)
Alle Debatten um "Dysfunktionalitäten" (ist eh so ein Reizthema von mir), die es in den letzten Monaten wieder gab, alle Gedankenspiele um ein dreigliedriges Regelsystem, das alle Spielstile gemäß irgendeiner reinen Lehre befriedigen soll, um Verschlankung, um "Gamisierung" à la SaWo, um Erzählgehampel à la FATE - seien wir ehrlich, Ulisses wäre wahnsinnig auch nur hinzuhören bei 86% Zufriedenheit mit ihrem Regelwerk. Fundamentale Änderungen können ihnen nur schaden, Platz für Verbesserungen ist immer. Aber wenn sie schlau sind, werden sie das behutsam angehen und die Geschmacksrichtung zu 100% beibehalten.
Da können wir Anders- und Besserspieler eben nur die Realität anerkennen. Der Rest ist Schweigen.
(Wüßte nur zu gerne, ob ich damals mitgemacht habe, und auch so ein Abenteuer bekommen werde.)
Montag, 5. März 2012
Man sollte ihnen den Rücken brechen
Spielvorbereitung, ja, auch so ein Thema. Die sollte - wenn ich mir schon ein Abenteuer KAUFE - beim Verlag einsetzen. Der soll mir Arbeit sparen, dafür kriegt er Geld von mir. Ja, von wegen. Pustekuchen. Welcher Depp kam wann auf die Idee, am Tisch intensiv genutztes Material in Softcoverleimbindungen zu hauen? Warum muß ich ja gar nicht erst fragen, irgendeinen Scheiß mit Kosteneffizienz.
Schon mal was von "Form follows function" oder Ergonomie gehört?!? Der Dreck ist so spieltauglich wie ein toter Hamster sprintfähig. Softcover klappen zu, stets und immer. Besonders schlimm sind die Bände der DS-Abenteuer. Schmale Büchlein im Fitzelformat, denen man, damit sie offen liegen bleiben, mehrfach den Rücken brechen muß. Aber Premiumpreise für ein paar Seiten verlangen. (Jaja, kleine Auflagen sind teuer blablabla. Guckt mal, was die Jungs und Mädels von Midgard 1880 für so ein Geld an Materialfülle liefern, und deren Auflagen sind nicht größer, leider halt auch Softcover.)
Ich bin gewiß kein Fetischist, der in der Dunkelheit weint, weil ein Kaffeeklecks auf Seite 231 geraten ist. Ich sehe RSP-Bücher als Gebrauchsgegenstände. Gebrauchsgegenstände aber so auszuliefern, daß sie nach dem ersten Gebrauch nicht mehr zu gebrauchen sind, ist eine Unverschämtheit.
Nur mal so ihr Nasen: Es gibt einige Möglichkeiten, Bücher zu binden. Eine davon ist am Tisch nicht zu gebrauchen, und ausgerechnet die ist mittlerweile Standard? Macht doch lieber:
Im Endeffekt spar ich wahrscheinlich weder Geld noch Zeit. Vielen Dank dafür.
Schon mal was von "Form follows function" oder Ergonomie gehört?!? Der Dreck ist so spieltauglich wie ein toter Hamster sprintfähig. Softcover klappen zu, stets und immer. Besonders schlimm sind die Bände der DS-Abenteuer. Schmale Büchlein im Fitzelformat, denen man, damit sie offen liegen bleiben, mehrfach den Rücken brechen muß. Aber Premiumpreise für ein paar Seiten verlangen. (Jaja, kleine Auflagen sind teuer blablabla. Guckt mal, was die Jungs und Mädels von Midgard 1880 für so ein Geld an Materialfülle liefern, und deren Auflagen sind nicht größer, leider halt auch Softcover.)
Ich bin gewiß kein Fetischist, der in der Dunkelheit weint, weil ein Kaffeeklecks auf Seite 231 geraten ist. Ich sehe RSP-Bücher als Gebrauchsgegenstände. Gebrauchsgegenstände aber so auszuliefern, daß sie nach dem ersten Gebrauch nicht mehr zu gebrauchen sind, ist eine Unverschämtheit.
Nur mal so ihr Nasen: Es gibt einige Möglichkeiten, Bücher zu binden. Eine davon ist am Tisch nicht zu gebrauchen, und ausgerechnet die ist mittlerweile Standard? Macht doch lieber:
- Klammerbindung. Wundervoll, solide und aufklappbar.
- Klammerbindung à la TSR. Noch besser, ein Heft umgeben von den Plänen des Moduls, die auf der Innenseite eines SL-Schirms aufgedruckt sind.
- Hardcover. Erst praktikabel ab einer gewissen Seitenzahl, aber den Aufpreis zahl ich dann gerne für ein verwendungsfähiges Produkt.
Im Endeffekt spar ich wahrscheinlich weder Geld noch Zeit. Vielen Dank dafür.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Be Kindle To Me
Bei den Teilzeithelden gibt es einen sehr langen und tiefgehenden Blick auf PDF vs. Buch im RSP-Sektor. Wie lesen wir heute? Wie lesen wir morgen? Das ist für mich besonders deswegen interessant, weil dieses Blog letztlich Teil eines Experiments in Sachen ePublishing sein wird. Im Laufe der letzten Jahre versuchen die Buchverlage bei der Mehrheit der deutschen Autoren, das unternehmerische Risiko auf den Produzenten sprich Autoren zu verlagern. In Zeiten des ePublishing gibt es aber vielleicht Mittel, sich dagegen zu wehren. Doch dazu in einem späteren Artikel in diesem Blog mehr.
Annika geht in ihrem o.a. Artikel ausführlich auf Überlegungen sowohl der Leser auch der RSP-Verlage ein und beleuchtet das Für und Wider der Medien aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie gibt auch einen kleinen Ausblick auf das, was vielleicht kommen könnte.
Ich bin da ja zwiegespalten; für Nachschlagewerke wie Regelbücher sind PDFs bei der Vorbereitung unbestritten sehr, sehr praktisch. Der Kostenfaktor ist auch nicht zu verachten, denn selbst Kauf-PDFs sind in der Regel so günstig, daß ein "schaun wir mal" nicht gleich ein Loch in die Kasse reißt.
Andererseits: Die Dinge, die ich am Tisch häufig benutze, die will ich solide gebunden als Buch haben. Das ist eine gefühlsmäßige Einstellung, die vielleicht nachfolgende Generationen verlieren werden. Aber mir fehlt etwas, wenn ich kein "richtiges" Buch zur "Arbeit" am Tisch verwenden kann.
Annika geht in ihrem o.a. Artikel ausführlich auf Überlegungen sowohl der Leser auch der RSP-Verlage ein und beleuchtet das Für und Wider der Medien aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie gibt auch einen kleinen Ausblick auf das, was vielleicht kommen könnte.
Ich bin da ja zwiegespalten; für Nachschlagewerke wie Regelbücher sind PDFs bei der Vorbereitung unbestritten sehr, sehr praktisch. Der Kostenfaktor ist auch nicht zu verachten, denn selbst Kauf-PDFs sind in der Regel so günstig, daß ein "schaun wir mal" nicht gleich ein Loch in die Kasse reißt.
Andererseits: Die Dinge, die ich am Tisch häufig benutze, die will ich solide gebunden als Buch haben. Das ist eine gefühlsmäßige Einstellung, die vielleicht nachfolgende Generationen verlieren werden. Aber mir fehlt etwas, wenn ich kein "richtiges" Buch zur "Arbeit" am Tisch verwenden kann.
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