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Mittwoch, 8. Mai 2013

Drizzt, ick hör Dir trapsen...

Über Ingo auf Obskures kam ich zu dieser Neuigkeit: Warner Bros. hat die Rechte am D&D-Franchise erworben und plant wohl einen Film.

Hussa! Soviel spannende Neuigkeiten. Als Hack ist D.L. Johnson angeheuert, großartige Wahl. Sein Wrath of Titans ist... unvergessen, *kicher*. Auch Courtney Solomon ist an Bord, das Genie hinter dem ersten Dungeons & Dragons-Film. Auch unvergessen.

LET THEIR BLOOD RAIN FROM THE SKYYYYYYYYY!!!

Natürlich beginnen mit diesen beiden Nasen erst die Probleme. Zwischen den Zeilen lese ich heraus, daß WB die Rechte eben von Solomon erworben hat, der sie immer noch hält. Ja, die Rechte am Regelwerk. Das ist kein Franchise, das ist genau das: Ein Regelwerk. WB hat die Rechte an Würfelvorschriften lizensiert.  Ein Franchise besteht aus bekannten CHARAKTEREN und einer STORY, wie, sagen wir mal Harry Potter oder The Lord of the Rings.

Die haben die Beschreibungen von Klassen (ursprünglich war es sogar ein Chainmail-Franchise), Monstern und Zaubersprüchen.Okay, wenn man aus "Schiffe versenken" einen Film macht, warum nicht auch daraus?

Meine Vermutung ist ja, daß sie vielleicht noch ein Franchise dazu kaufen. Dragonlance ist ja leider belegt und grandios gescheitert (Mann, ist das schlecht gewesen). Was bietet sich also an? Richtig! Drizzt Do'Urden, der unausstehliche Emo-Drow mit dem Doppelschwert. Paßt gut in die derzeit von Hollywood gelieferte Qualität, und wer weiß, was ein meisterlicher Autor wie Johnson *immernochkicher* rausholt.

Ich hoffe, er geht die vollen neun Yards. Laßt Drizzt glitzern. Der ist der einzige Charakter, den das nicht entwürdigt.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Kritiker!

Auch so eine Spezies. Kritiker. Eigentlich sind sie gedacht, eine Symbiose mit den Literaten einzugehen, aber sie ersticken an ihrer eigenen Wichtigkeit. Längst schon sind viele zu Parasiten verkommen und halten ihre Besprechungen offenkundig für weitaus bedeutender als das Besprochene. Von den Tendenzen zur intellektuellen Inzucht will ich hier erst gar nicht anfangen, das hat Joachim Leser besser beschrieben.

Noch schlimmer sind die aber, wenn sie hypen. Da schreibt eine Frau, die einen Milliardenerfolg im Rücken weiß, etwas radikal anderes, was in unserer Fortsetzungswelt denn doch auch Mut erfordert (Rambo IV anyone?), und es raunt im Föjetong. Gewichtig.

Dann setzt der Hype ein. Derselbe Hype wie bei den Potter-Büchern zuvor. Live-Berichterstattung von den Verkaufsstellen weltweit, in der WELT und beim SPRITZEL ONLINE richten sie Ticker ein, wo Kulturredakteure ihre Eindrücke beim Lesen bloggen, tickern und tweeten.

Die große Ernüchterung kommt. Es ist ein Buch. Über die dunklen Unterströmungen englischer Kleinstädte. So ein bißchen David Lynch mit ein bißchen Charles Dickens und eben ganz viel J.K. Rowling. Stilistisch unterwältigend und im gesamten lesbar, aber schlicht. Mit klarer, heute sagt man wohl "sozialromantischer" Tendenz und meint damit jemanden, der die totale Kapitalisierung des Lebens nicht widerspruchslos hinnehmen will.

Jetzt sind die Kritiker böse und sagen, das Buch sei mehr so "meh". Sie sagen das in mehr Worten, aber, zumindest in den Berichten, die ich gelesen habe, mit deutlich weniger Niveau. Sie sind böse, die Kritiker, so scheint es mir, auf Frau Rowling.

Warum? Ich nehme an, sie wollten einfach nur einen neuen (alten) Harry Potter.