Sonntag, 8. April 2012

Freitagsfutter VIII

Ich weiß, daß Sonntag ist, nicht Freitag, aber zweimal hintereinander will ich die nützliche Kolumne für Rollenspieler nicht ausfallen lassen. Schon gar nicht will ich, daß eine bescheuerte Migräne (dankenswerterweise habe ich das nur alle drei, vier Jahre einmal) mir diktiert, was ich tun kann und was nicht.

Reden wir also über Brathähnchen.

BRATHÄHNCHEN

Während der Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizt, bereiten wir die Hähnchen vor.

Ein gutes Brathähnchen erkennt man daran, daß in rohem Zustand das Fleisch an den Keulen deutlich dunkler unter der Haut schimmert als auf der Brust. Dann hatte das Tier Bewegung. Wer sozusagen karmisch auf Nummer sicher gehen will, der holt den teuren Mistkratzer vom Biohof (das lohnt sich auch geschmacklich), aber es gibt auch im Laden durchaus vertretbare Qualitäten zu kaufen.

Rechne mit einem halben Hähnchen pro Rollenspieler.

Würzen:

Die Grundmischung ist natürlich Salz, frisch gem. Pfeffer, Rosenpaprika und Cayenne. Wie Deine Gewürzmischung aussieht, ist natürlich Dir überlassen, aber als Tipp: Sei nicht geizig.

Ergänzen kannst Du diese klassische Würzung mit gem. Kardamom, gem. Zimt und Oregano. Auch etwas geriebene Zitronenschale frischt das Brathähnchen ungemein auf.

Braten:

Zerteile jedes Hähnchen in vier Stücke und reibe sie kräftig mit der Gewürzmischung ein. Damit es besonders knusprig wird, kannst Du die Teile hauchdünn mit einem dunklen Honig (nicht zuviel!) beträufeln.


Dann lege sie auf den Rost und schiebe diesen in die Mitte des Backofens. Vergiß nicht die Fettwanne unterzustellen! Bei 170 Grad Umluft für 40 Minuten zunächst backen. Dann für 20 Minuten auf der anderen Seite. Dann wieder wenden und solange braten, bis sie die gewünschte Farbe haben (ca. weitere 15 Minuten). Ich lasse meine für insgesamt ca. 75 bis 90 Minuten (je nach Größe) im Rohr, da dann wirklich das meiste Fett ausgebacken ist.

Dazu ißt man Salzkartoffeln, Rosmarinkartoffeln, oder Baguette und grünen Salat. Auch ein selbstgemachtes, warmes Chutney paßt sehr gut dazu.

Der Deutsche ist Brustesser, also bleiben garantiert einige Keulenstücke übrig. Man sind die praktisch, wenn um Mitternacht akute Mampferitis am Tisch einsetzt.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Auch ein selbstgemachtes, warmes Chutney paßt sehr gut dazu.

Da wieder Freitag ist: Kann man dazu mehr erfahren?

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