„Naja, ich weiß nicht, warum man sich überhaupt die Mühe machen sollte, es umzubauen, anstatt es als Steinbruch zu nutzen.“
Das hinterließ mir Rorschachhamster unter der Besprechung von Dragons of Flame. Und das ist eine mehr als berechtigte Frage. Die Drachenlanze hat ihren Ruf als Eisenbahnfahrt stellenweise nicht ganz zu Unrecht. Ich hab lang über eine Antwort nachgedacht.
Warum?
Weil die Drachenlanze von den
klassischen Fantasy-Kampagnen – Pendragon, Enemy Within, Die sieben
Gezeichneten, Drachenlanze, The Night Below, Griffin Mountain – die
dichteste, spannendste, abwechslungsreichste ist, mit überraschenden
Wendungen und vielen coolen Schauplätzen. Dabei trifft sie noch am
ehesten die Balance zwischen Railroad und Beliebigkeit. Selbst
moderne Kampagnen halten da nicht mit. Die Drachenlanze schlägt fast
jeden Adventure Path, sämtliche 5E-Kampagnen außer Curse of Strahd.
Die einzigen, die sie vielleicht schlagen, sind The Darkening of
Mirkwood oder Sundered Skies.
Darum.
Ich habe eine besondere Stärke als SL:
Komplexe, fordernde und auch emotionale Plots zu bauen, die frei
erspielbar sind. Ich erkenne eine großartige Geschichte, wenn ich
sie sehe. Das Ding ist eine Wucht durch das Zusammenspiel von
Setting, Ereignissen und Schauplätzen. Die Summe ist mehr als seine
Teile, und jedes Teil, das ich aus diesem Kontext nehme, wird
schwächer.
Der Railroad ist dabei gar nicht so
heftig, wenn wir das mit Borbarad, einigen APs (Shattered Star) oder
auch Teilen von Enemy Within vergleichen (Shadows over Bögenhafen).
Von Sachen wie Die unsichtbaren Herrscher (DSA) fang ich gar nicht
erst an.
Man kann die Schienen außerdem relativ
leicht rausreißen. Ich bin bei den Besprechungen zwar erst bei DL3,
aber ich hab schon vorgelinst: Das Schlimmste haben wir mit Dragons
of Flames hinter uns.