Montag, 31. März 2014

MM 144

Media Monday 144. Verletzt, verstört, zerschlagen - natürlich mach ich mit.


1. Das Charisma von Michael Caine ist unsterblich, und selbst die Synchros von Thormann transportieren das.

2. Daniel Craig spielt auch in mehr Filmen mit, als gut für sie/ihn wäre, denn Bond müßte nun wirklich nicht sein. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Assassinen und einem Schulhofschläger.

3. Das schwächste Regiedebüt der letzten Zeit stammt von Fede Alvarez. Sein Evil-Dead-Remake kam unerwartet blutarm daher.

4. GRRM hat wirklich einen Schreibstil zum Abgewöhnen, denn er hat in der Mitte des dritten Bandes vergessen, wo er eigentlich hin wollte und seine Ensemblebalance zerstört. Danach hat er realisiert, daß so etwas überhaupt existiert, und seitdem sucht er einen Fokus, aber die Romane blähen sich mehr und mehr auf, was ein Wiederlesen effektiv verhindert.

5. Die ödeste Serie der vergangenen Zeit war Breaking Bad. Eine stupide Verklärung von Mittelklasse-Zynismus reicht noch nicht für ein effizientes, gar mitreißendes Schaustück.

6. Die nervigste Horrorfilm-Zutat ist Found Footage. Das war noch nicht mal in Blair Witch frisch.

7. Zuletzt begeistert hat mich Keanu Reeves in 47 Ronin, weil ich ihm diesmal abkaufen konnte, daß sein Atmen nicht nachträglich in den Film animiert wurde. Man lernt, seine Ansprüche zu dosieren.

T-t-t-t-hat's all, folks.

Kommentare:

Niels/CineCouch hat gesagt…

Bei Found Footage kann ich nur zustimmen. Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn niemand mehr überhaupt versucht, etwas Neues aus diesem Gimmick herauszuholen.
Aber BREAKING BAD?! Waaaaas??? Das ist doch die beste Serie der letzten Jahre. Wundert mich fast, dass hier noch kein Shitstorm entstanden ist ;)

DieFilmguckerin hat gesagt…

Breaking Bad verreißen! Uh ah! Also wenn es eine Serie gibt, die nicht stupide ist, dann ist es Breaking Bad. Aber gib es doch zu, du schwimmst absichtlich gegen den Strom um nicht Mainstream zu sein ... ;)

TheShadow hat gesagt…

Oookay. "Stupide" ist angesichts der *handwerklichen* Qualität vielleicht nicht angemessen. Daher folgende Korrektur:

"Eine gewollt-provozierende Verklärung von Mittelklasse-Zynismus reicht noch nicht für ein effizientes, gar mitreißendes Schaustück."

Ich finde den Geist hinter der Serie ziemlich billig und berechenbar.

ghoul hat gesagt…

Breaking Bad war wirklich sehr zäh und die Hauptfigur sehr nervig. Ich hatte mir mehrmals überlegt die Serie abzubrechen, hatte mich dann aber schon zu weit durchgequält, um auszusteigen.
Bravo, dass endlich mal jemand die Wahrheit sagt. Verdammter BB-Hype.

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