Montag, 21. Juli 2014

Media Monday #160


Media Monday #160 via Greifenklaue. Kurz und schmerzlos.

1. Einmal einen Tag auf Recht und Ordnung pfeifen: Mit dem Bösewicht Harry Powell aus Night of the Hunter würde ich gerne einmal die Plätze tauschen, denn wenn ich schon diese Überlegung anstellen muß. Um das zu verstehen, muß man allerdings den Film kennen. Und mich. :P

2. Ein gelungenes Prequel macht für mich aus, dass es am Box-Office gnadenlos aufläuft und schneller sinkt als die RMS Teuton, auf daß das Publikum den desorientierten Produzenten ein für allemal beweist, daß es nach frischen, originellen Stoffen giert. Das fände ich ein "gelungenes Prequel". Ja, ich bin gerade an meinem Happy Place und trommle mit Silberbestecken auf ausgehöhlten Schlumpfschädeln.

3. Wohingegen ich mir von einem Sequel erhoffe, dass... Ich trommle immer noch. Ich kann Dich nicht hören.

4. Ich ärgere mich richtiggehend, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mir Advanced Squad Leader zu Gemüte zu führen, denn ich will mir dieses hochgelobte Taktikjuwel unbedingt mal anschauen und es auch ausprobieren. Aber der Regeltext ist so verheerend geschrieben, daß bei jedem Versuch, es zu lesen, meine Gedanken zu wandern beginnen...

5. Die TV-Serie Fargo hat mich richtiggehend überrascht, zumal ich den Film, der als Grundlage dient, nicht besonders gut finde.

6. Das letzte Mal, dass ich mit einer Empfehlung so richtig fies auf die Nase gefallen bin, war How I Met Your Mother. Das präsentierte sich vorhersehbar, antiquiert und richtiggehend dumm, erschreckenderweise auch noch sehr, sehr schlecht gespielt. Eine Art Seinfeld produziert von der Laienspielgruppe der betreut Begabten im Gemeindezentrum Hohenöllen. Mehr als drei Folgen konnte ich mir nicht antun. Schlecht, richtig schlecht. 

7. Zuletzt gelesen habe ich Fennian Fire und das war größtenteils urkomisch, weil die Fehlschläge der irischen Terroristen im 19. Jahrhundert definitiv auf dem Niveau eines guten Roadrunner-Cartoons sind, kongenial von Campbell in Prosa gefaßt. Wer zur Hölle tarnt auf einem Dampfer eine große Ladung Sprengstoff als Kohle und vergißt, genau das seinen Kumpels mitzuteilen? (Um nur mal ein Beispiel zu nennen.) Neben bitterer Farce ist es ein astreiner Verschwörungsthriller und ein Mantel-und-Degen-Abenteuer. Das Beste natürlich: Es ist ein Sachbuch.

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