Freitag, 17. Februar 2012

Ich hätt' da einen.

Gibt so Tage. Beim Frühstück klickt man durch den News-Überblick, und dann isses einiger weniger. "Unser" Präsident hat die Inszenierung seines Untergangs in der Wulffsschanze beendet und räumt Schloß Bellevue, um in seine niedersächsische Klinkerbutze zu ziehen.

Natürlich, gleich dem frivolen Freiherrn, wird vorher noch rumgejammert.
Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass dieses Vertrauen, und damit meine Wirkungsmöglichkeiten, nachhaltig beeinträchtigt sind.
Ich korrigiers mal.
Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass ich dieses Vertrauen, und damit meine Wirkungsmöglichkeiten, nachhaltig beeinträchtigt habe, weil ich zu keiner Zeit gewillt war, in sehr fragwürdigen Sachverhalten die unabdingbare Transparenz herzustellen und mich auch sonst des Amtes unangemessen verhalten habe. Der Präsident der größten Nation Europas verliert in dem Moment seine Würde, da er bei dem Chefredakteur eines bekannten Boulevardblatts anruft.
Diese ganze Rücktrittsrede war ein einziges "Ihr seid so gemein zu mir". Ist eigentlich alles, was bei uns im Politikbetrieb rumspringt, derart wehleidig und unaufrichtig? Wie lebt man in so einer Situation eigentlich mit sich selbst? Wie rasiert man sich, ohne den Spiegel vollzukotzen? Kann kognitive Dissonanz wirklich so groß werden?

Was den Nachfolger angeht: Ich hätt da ja einen Vorschlag. Den machen andere auch grade, und ich hoffe es wird offiziell. Ausgebildeter Bundeswehreinzelkämpfer mit Psychologie-Studium, und ein geschliffener Rhetoriker ist er zudem. Nominieren wir doch Georg Schramm, da müßt ich mich mal nicht schämen, wenn der höchste deutsche Amtsträger mich "repräsentiert". Also folgen wir dem Aufruf.

Das Schöne an dieser ganzen Farce, die Wulff das Amt kosten könnte, ist, dass es seit dem Wochenende einen äußerst passablen Nachfolgekandidaten gibt. Kein Oberpaffe wie der grauenhafte Gauck, keine Supermutter der Nation wie Zensursula von der Leyen und auch kein halbwegs skandalfreier Hinterbänkler aus irgendwelchen Parteisümpfen, sondern ein Mann des Volkes, einer, der sich als Einzelkämpfer bei der Bundeswehr ebenso bewährt hat wie als Repräsentant auf großer Bühne und als Vertreter  der fast in Vergessenheit geratenenen  Traditionen der Aufklärung und Humanität wie geschaffen ist, diesen guten deutschen Geist endlich wieder zu repräsentieren – und sei es nur bei seiner Kandidatenrede vor der Bundesversammlung. Die “Piraten” wollen ihn nominieren, ob er annimmt steht dahin – doch die Herzen und Hirne der Republik werden ihm zufliegen: 
Georg Schramm For President!

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